ALMAH – Motion

Band: Almah

Album: Motion
Spielzeit: 44:00 min
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 14.10.2011
Schon wieder eine Power Metal Band dessen ersten Alben an mir vollkommen vorbei gegangen sind. Nun ja man kann nicht alles kennen denke ich. Die Band ALMAH existiert seit 2007 und wurde vom dem ANGRA Sänger Edu Falaschi als Soloprojekt ins Leben gerufen. Im gleichen Jahr brachte man das Debütalbum „Almah“ unter die Leute, um nur ein Jahr später das zweite Werk „Fragile Equality“ nachzuschieben. Beide Alben konnten bei der hiesigen Presse ordentlich punkte, weswegen ich gespannt war, wie denn nun das dritte Album „Motion“ sein würde. Auf „Motion“ geht es um die verschiedenen Gefühle des Menschen sowie die verschiedenen Egos der Menschen. Das Ganze ist aber Song für Song abgeschlossen, so dass wir es hier nicht mit einem Konzeptalbum zu tun haben.
Die Bandbesetzung liest sich wie folgt, Gründer und Sänger Edu Falaschi (ANGRA), Marcelo Barbosa (Gitarre), Paulo Schroeber (Gitarre), Felipe Andreoli (ANGRA, Bass) und Marcelo Moreira (Schlagzeug).
So dann schauen wir jetzt mal ob ALMAH auch dieses Mal überzeugen können.
Mit „Hypnotized“ wird das Album gekonnt eröffnet. Nach dem langsamen Einstieg geht es mit einem Urschrei von Fronter Edu und krachenden Riffs direkt zur Sache. Die Nummer entwickelt einen genialen Groove und überzeugt mit seiner perfekten Mischung aus Härte und Melodie. Ein paar Nu Metal Einflüsse kann man hier auch finden, was das Ganze aber nicht abwertet.
Diese gekonnte Mischung zwischen Härte und Melodie findet man auch in den folgenden Nummern wie „Living and Drifting“, „Days of the New“ oder auch „Trace of Trait“. Die Jungs scheinen diese Mischung perfekt zu beherrschen, wobei man ihnen auch zu Gute halten muss das man nicht altbacken klingt, sondern gekonnt auch modernere Töne einfließen lässt.
Es geht aber auch anders, „Bullets on the Altar“ hat zum Anfang erstmal so gar nichts von einem Metaltrack, sondern kommt schon ein wenig rockig rüber. Dann setzen aber wieder die knackigen Gitarrenriffs ein und schon merkt man wieder, aha hier ist man doch bei einer Power Metal Band gelandet.
Anders ist aber auch ein gutes Stichwort für „Zombies Dictator“ der mit einem ordentlich Schuss Death Metal daher kommt, bevor im Chorus wieder die klasse Melodien Einzug halten. Fronter Edu zeigt hier zu welchen unterschiedlichen stimmlichen Leistungen er fähig ist.
Auch Balladen haben die Brasilianer drauf, das beweisen sie bei „Late Night in ’85“. Hier klingt man wirklich sehr modern, so eine Art NICKELBACK, aber eindeutig mit einem besseren Sänger. Nicht jedermanns Geschmack, dürfte aber auf jeden Fall auch seine Anhänger finden.
Das Gleiche könnte man auch über das ganze Album sagen, nicht jedermanns Geschmack, aber seine Anhänger dürfte das neue Werk „Motion“ auf jeden Fall finden.
Anspieltipps:
Es kracht die gesamte Spieldauer recht ordentlich aus den Boxen. Hängen bleiben dabei auf jeden Fall “Hypnotized”, “Living and Drifting” und “Days of the New”.
Fazit :
ALMAH machen auf ihrem neuen Werk nicht viel anders wie auf den vorherigen Scheiben. Man ist vielleicht noch ein wenig experimentierfreudiger geworden und schaut ordentlich über den Tellerrand hinaus, aber ansonsten verstehen es die Brasilianer immer noch perfekt Härte mit Melodie zu kreuzen. Das zeigen besonders die ersten Songs des Albums, später wird das Ganze ein wenig moderner, was nicht jedem zusagen könnte. Man kann den Jungs aber eine ordentliche Leistung auf ihrem neuen Werk “Motion” bescheinigen und Power Metal Freaks mit einem gewissen Hang zu moderneren Klängen sollten die Scheibe auf jeden Fall mal antesten!
WERTUNG:
Trackliste:

01. Hypnotized
02. Living And Drifting
03. Days Of The New
04. Bullets On The Altar
05. Zombies Dictator
06. Trace Of Trait
07. Soul Alight
08. Late Night In ´85
09. Daydream Lucidity
10. When And Why
Julian
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