ALICE COOPER – Raise The Dead / Live From Wacken

Band: Alice Cooper
Album: Raise The Dead / Live From Wacken
Spielzeit: /
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: UDR Music
Veröffentlichung: 17.10.2014
Homepage: www.alicecooper.com

ALICE COOPER war immer mehr als nur eine schnöde Rock Band, bzw, ein 08/15 Solokünstler. Hier gingen Ton und optisches Konzept von Beginn an Hand in Hand. Was wäre der Schock-Rock ohne den guten alten ALICE? Um ein vielfaches spannender als ein reguläres Album ist daher auch seit den frühen Anfangstagen ein Konzertbesuch, der den harten Rock des Herrn Furnier dank immer wieder neuer Einfälle und Gimmicks auf ein ganz eigenes Level hebt. Mal ganz davon abgesehen, dass ALICE COOPER bei seinen Konzerten mittlerweile aus einem reich gefüllten Backkatalog, proppenvoll mit Klassikern und Highlights, schöpfen kann. Dass ein solch aufwendiges visuelles Konzept wie es bei ALICE COOPER betrieben wird nur bedingt auf einem Mega-Festival wie dem Wacken Open Air funktioniert liegt in der Natur der Sache. Dennoch wurde auch bei dem nun als Doppel-CD und DVD vorliegenden ALICE COOPER Headliner-Gig vom Wacken Open Air 2013 eine fette Show aufgefahren.

Begleitet wird ALICE COOPER von einer Backingband die das Set routiniert und bis ins Detail perfekt runterreißt: drei Gitarristen/innen mit klarer Aufgabenteilung (Classic Rock, Hard Rock, Metal), ein mit Tattoos übersäter Bassist sowie ein Drummer mit ordentlich Schmackes und diversen Showeinlagen. Ob die (zumindest zu Beginn des Konzerts) betont gelangweilt und kaugummikauend aus der Wäsche guckenden Sidekicks mit Ihrer ultra-coolen Attitüde der Show dienen sollen oder dem (zumindest anfangs) etwas arschlahmen Publikum zu verdanken sind lässt sich nicht ganz klären. Die Minen tauen allerdings im Laufe des Konzertes etwas auf und spätestens ab „Hey Stoopid“ ist dann auch das W:O:A endgültig im ALICE COOPER Horror Land angekommen. Und auch ohne die ganzen Sperenzchen beweisen ALICE COOPER und Band, dass die Hardrock Szene ohne den Schock-Opa um eine ganze Menge Hits ärmer wäre. Und die Hits werden hier im Akkord abgefeuert: „House Of Fire“, „Billion Dollar Babies“, „Welcome To My Nightmare“, „I’m Eighteen“ und natürlich „Poison“ – alles da.Ob die imposante Setlist, die einen tollen Querschnitt aus dem bisherigen Schaffen von ALICE COOPER bietet, unbedingt mit gleich 5 Coversongs von u.a. den Doors, The Who oder Jimi Hendrix aufgeblasen werden musste ist Geschmackssache. Das Konzert ist jedenfalls rund 95 Minuten perfekte Hardrock-Unterhaltung. In Sachen Bild- und Tonqualität gibt es an der vorliegenden DVD ebenfalls nichts auszusetzen. Die Bildschnitte sind nie zu nervös und der Zuschauer kriegt alle Show-relevanten Details mit. Und über den Meister himself gibt es natürlich nix Negatives zu sagen, denn der inzwischen 66 Jahre alte Sänger ist gut bei (Krächz)Stimme und die Coolness mit der er die Bühne abschreitet oder mit seinen Mitmusikern post sucht eh seinesgleichen.

“Raise The Dead / Live From Wacken“ ist, zumindest optisch, kein essentieller Livemittschnitt von ALICE COOPER, bietet aber bei nahezu perfektem Sound und guter Kameraarbeit einen echten Gegenwert fürs Geld. Ein 20 minütiges,kurzweiliges Interview mit  ALICE COOPER runet die DVD als Bonus ab.

WERTUNG: ohne Wertung

Trackliste:

01. Hello Hooray
02. House Of Fire
03. No More Mr. Nice Guy
04. Under My Wheels
05. I’ll Bite Your Face Off
06. Billion Dollar Babies
07. Caffeine
08. Department Of Youth
09. Hey Stoopid
10. Dirty Diamonds
11. Welcome To My Nightmare
12. Go To Hell
13. He’s Back (The Man Behind The Mask)
14. Feed My Frankenstein
15. Ballad Of Dwight Fry
16. Killer
17. I Love The Dead
18. Break On Through
19. Revolution Foxy Lady
20. Foxy Lady
21. My Generation
22. I’m Eighteen
23. Poison
24. School’s Out / Another Brick In The Wall

Mario

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