ADLER – Back From The Dead

Band: Adler
Album: Back From The Dead
Spielzeit: 38:41 min
Plattenfirma: Shrapnel Records
Veröffentlichung: b. v.
Homepage: www.adlersappetite.com

Steven Adler, einst Schlagzeuger von Guns n’ Roses und Adler’s Appetite, ist nun mit – schlicht und einfach – ADLER unterwegs. Das sympathische und gelungene Line-up der Band, besteht aus Lonny Paul (Gitarre), Jacob Bunton (Gesang und Gitarre), Johnny Martin (Bass) und Steven Adler (Schlagzeug) selbst. Mit dem Album „Back From The Dead“ zeigt Steven Flagge – er ist zurück, er ist seit Jahren clean. Nun wird sein Platz im Rock n’ Roll-Himmel zurückerobert.

Das Cover ist in dunklen Tönen gehalten. Darauf sind die Musiker zu sehen, die eine Party auf einem Friedhof zwischen lauter Grabmalen veranstalten und als Kontrast in knallroter Schrift Bandname sowie Albentitel.

Bei „Back From The Dead“ ist zuerst einmal Zupfen auf der Gitarre angesagt, ernste Stimme von Bunton. Schließlich legt ein richtiges Feuerwerk an Rock `n’ Roll los. Es ist so – ADLER ist von den Toten zurück! Zieht Euch warm an! „Own Worst Enemy“ ist ein starker Rhythmus, ernste Worte werden gesungen. Man ist sich oft selbst der größte Feind – davon können einige Menschen wirklich ein Lied singen. Gut, wenn man das erkannt hat. Musikalisch gefällt es mir auch sehr gut. Mit klarer und verständlicher Stimme gesungen, wobei Bunton sowieso eine angenehme Klangfarbe hat. Die Gitarre kreischt. Der Chorus wird mit dem Schlagzeug interessant unterstrichen. Wie schön ist der dudelige Beginn und das Bamm-Bamm des Schlagzeugs bei „Another Version Of The Truth“! Bei dem Rhythmus trommelt man unwillkürlich im Takt mit. Eindringlich gesungen. Zwischendurch gibt es wohlpositioniert eine ruhige Passage bevor noch einmal losgelegt wird. Zu „The One That You Hated“ schreibe ich jetzt mal nichts, da Ihr ja alle meine Rezensionen brav lest und diese vorab schon besprochen wurde. Also befassen wir uns mit dem schönen Rock-Song „Good To Be Bad“. Dieser hat einen mitreißenden Takt und Chorus. Zwischendurch wunderbare Parts auf den tieferen Saiten der Gitarre. „Just Don’t Ask“ ist das Stück, bei dem Slash seinem ehemaligen Kollegen und High School-Freund unter die Arme greift. Wäre es nicht erwähnt worden, man hätte ihn trotzdem erkannt. Slash hat nun mal den Blues im Gitarrenspiel. Es ist etwas ganz Besonderes. Der Song ist eine wunderschöne Ballade, die sicherlich noch viel Beachtung finden wird. Eine absolute Perle. Auch das während des Instrumental-Parts Slash seine Les Paul hervorhebt, ist ein unbedingtes Muss. Wie immer nicht zu lang, spielt sich nicht in den Vordergrund. Ein starkes Zusammenspiel der Musiker! „Blown Away“ – Bass, Bass, Bass: Auf dem Weg zur Toilette konnte ich nur stoppen und auf einem Bein mithüpfen! Insgesamt sehr eingängig. Gekonnte, wohlklingende Gitarre bei „Waterfall“. Ruhiger Song. Hier ein herrliches Instrumental-Stück. Der Schluss ist besonders schön, dort kommt die Gitarre als Krönung noch einmal so richtig zur Geltung. Bei „Habit“ singt quasi ein Chor als Background, zumindest macht es den Anschein. Zum Mitgehen und Mitsingen ist „Your Diamonds“ geeignet. Balladig. Bei „Dead Wrong“ wippt von Anfang an das Füßchen. Einfache Zutaten, immer wieder Backgroundunterstützung „dead wrong – dead wrong“. Zu dem Stück passt einfach „cool“. Geschlossen werden Song und Album mit einem Drum-Crash.

Man hört Steven Adler meiner Meinung nach ja die Fröhlichkeit, die gute Laune beim Spielen an; sieht ihn vor sich, wie er seit Jahrzehnten hinter seinem Drumkit sitzt und dabei strahlt. Die Band um sich herum hat er gut ausgewählt. Es passt zusammen. Das ist eine Rock-Band. Man harmoniert miteinander.

Anspieltipps: Mit „alles“ nerve ich erst  gar nicht. (Neeeiiin.) „Back From The Dead“, “Own Worst Enemy”, “Just Don’t Ask”, “Dead Wrong”

Fazit :  Das ist so ein Album, das man braucht. Stark im Musikalischen, ehrlich mit sich selbst.

WERTUNG:

Trackliste:

1.Back From The Dead 4:17
2.Own Worst Enemy 3:22
3.Another Version Of The Truth 3:25
4.The One That You Hated 3:05
5.Good To Be Bad (feat. John 5) 3:19
6.Just Don’t Ask (feat. Slash) 4:51
7.Blown Away 3:07
8.Waterfall 3:55
9.Habit 3:23
10. Your Diamonds 4:08
11. Dead Wrong 3:09

Sandra

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