ACE FREHLEY – Space Invader

Band: Ace Frehley
Album: Space Invader
Spielzeit: 54:26 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Steamhammer / SPV
Veröffentlichung: 15.08.2014
Homepage: www.acefrehley.com

Endlich frisches Futter vom einzig wahren Space Ace, der seine Fans seit geschlagenen 5 Jahren auf ein neues Album hat warten lassen. Aber wer will dem in Würde gealterten Rockstar die etwas längere Wartezeit verübeln? Im Gegensatz zu seinen früheren Bandkollegen verzichtet Frehley dankenswerterweise auf peinliche Pellwurst-Kostüme und fremdschäm-Schminke überm wabbeligen Doppelkinn sondern besinnt sich auf seine ureigenen Stärken: klassischer (Hard) Rock mit Groove und Herz. Da die 2009er Platte „Anomaly“ als eine der stärksten Soloscheiben des sympathischen Kauzes gilt, sind die Erwartungen an das passend betitelte „Space Invader“ natürlich nicht gerade niedrig. Dass im Promotext ausgiebigst mit der illustren und erfolgreichen Vergangenheit des Gitarristen hausiert wird ist zwar verständlich aber eigentlich unbegründet, denn auch auf seiner neuen Platte gibt sich Frehley hörbar Mühe frisch und inspiriert an seine Musik heranzugehen. Leider schweigt sich der Pressetext zu den auf der Platte zu hörenden Mitmusikern völlig aus. Die Truppe macht ihren Job jedenfalls absolut amtlich und gibt FREHLEY die grundsolide Basis auf der er seine Bluesrockigen  Geschichten erzählen kann.

Der starke Opener „Space Invader“ ist ein punktgenau sitzender Ohrwurm, der dank moderner, luftiger und angenehm „spaciger“ Produktion sowie einem Laune machenden Refrain gleich hängen bleibt. Natürlich wird FREHLEY in diesem Leben kein begnadeter Sänger mehr, seine begrenzte Stimme in Verbindung mit der ultra-coolen Attitüde und den augenzwinkernden Texten („What Every Girl Wants“) macht das aber mehr als wett. Gleiches gilt für die Gitarrenarbeit, die zwar zu keinem Moment innovativ oder gar spektakulär ist, dafür aber mit der ihm so eigenen, ja schon beinah punkigen, scheiss-egal Mentalität rausgeholzt wird. Auf „Space Invader“ gibt es einige der besten Gitarrenparts des „Space Ace“ seit vielen Jahren, in einem Track wie z.B. „Past The Milky Way“ lässt FREHLEY seinen Trademark Licks freien Lauf dass es eine Freude ist. Vom Songwriting können zwar nicht alle Songs den hohen Standard des Titeltracks, der coolen Nummer „Inside The Vortex“ oder des unverzichtbaren Instrumentals „Starship“ halten. Zwischendurch gibt’s auch mal Schwächeres wie „Immortal Pleasures“ oder „Reckless“ zu verdauen, Laune macht Solo Album No. 6 aber trotz der kleinen Durchhänger durchweg. 

Was waren das noch für Zeiten, als ein Künstler eine Scheibe rausbrachte und das war’s dann. Du kauftest das Teil und hattest Deinen Spaß damit – oder eben nicht. Heutzutage hat der Käufer die Qual der Wahl: „Space Invader” erscheint als (a) Standard CD, (b) limitiertes Digipack mit 2 Bonustracks und Poster (c) als itunes Version mit nochmals 2 (anderen) Bonustracks sowie (d) Doppel-LP mit allen 4 Bonustracks und beiliegender CD. Was das alles soll ist mir zwar schleierhaft, aber wenn der Fan es kauft …

WERTUNG:





Trackliste:

01. Space Invader
02. Gimme A Feelin‘
03. I Wanna Hold You
04. Change
05. Toys
06. Immortal Pleasures
07. Inside The Vortex
08. What Every Girl Wants
09. Past The Milky Way
10. Reckless
11. The Joker
12. Starship 

Mario
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