SIRENIA – Perils Of The Deep Blue

Band: Sirenia
Album: Perils of the deep Blue
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 28.06.2013
Homepage: www.sirenia.no

Hinter den Symphonic Metallern von SIRENIA steckt der Ex TRISTANIA Mastermind Morten Veland, der die Truppe 2001 nach seinem Split von TRISTANIA ins Leben rief.
Das Richtungsweisende Debütalbum „At Sixes and Sevens“ erschien 2002 und seit 2006 ist man Teil der großen Nuclear Blast Familie.
Eine ebenfalls wichtige Zahl stellt das Jahr 2008 für die Band da. Denn in diesem Jahr schloss sich die charismatische spanische Sängerin Ailyn der Band an und veredelt seitdem zusammen mit Morten die Songs mit ihrem Gesang. Außer den beiden sind noch Jonathan A. Perez (Schlagzeug) und Jan Erik Soltvedt (Gitarre) mit an Bord. Einen Tieftöner sucht man hier, wie zuvor ebenfalls, vergeblich.
Morten selbst sagt zur neuen Platte: „Dieses Album präsentiert SIRENIA auf einem neuen Level“, es offenbart viele neue Seiten unseres Sounds. Ebenso findet man darin typische SIRENIA Merkmale, unsere Wurzeln der Anfangsjahre – aber eben auch viele Elemente, die es bis dato noch nie von uns zu hören gab“.
Ich denke genauso kann man das neue Album in ein paar Sätzen beschreiben, wir werden aber nun ein wenig genauer hinter die Fassade schauen und tun dies direkt mit dem Openertrack „Ducere Me in Lucem“. Eine überlange Introeinleitung erwartet uns hier, die uns gut auf das Album einstimmt, ansonsten ist das Ganze aber nicht weiter erwähnenswert.
Die nächste Nummer „Seven Widows Weep“ dürfte schon aus dem Internet bekannt sein, gibt es zu dem Track doch ein cooles, atmosphärisches Video.
Der Song startet gewaltig und mit ordentlich Bombast bevor das harte Organ von Mastermind Morten und dann die zierliche, opernhafte Stimme von Ailyn einsetzen.
Die Nummer lebt ganz klar vom klasse Wechselgesang der beiden und von den interessanten und abwechslungsreichen Melodien. Ein starkes Stück!
Düster und stampfen beginnt das folgende „My Destiny Coming to pass“, im weiteren Verlauf entwickelt sich der Track aber zu einem starken Midtemposong, der fast im Alleingang von Fronterin Ailyn getragen wird. Der Glanzpunkt ist hier auf jeden Fall der starke Chorus.
Mt „Ditt Endelikt“ hat man im Anschluss einen weiteren ordentlichen Track in der Hinterhand.
Danach gibt es dann aber mit „Cold Caress“ und „Darkling“ auch ein paar schwächere Tracks zu begutachten. Der Mittelteil fällt im Vergleich zum starken Anfang also doch ganz schön ab.
Bei „Decadence“ ist man aber wieder auf dem richtigen Weg und spätestens bei „The Funeral March“ ist der schwache Mittelteil schon wieder fast vergessen. Dazwischen gibt es aber mit dem überlangen „Stille Kom Doden“ erneut wieder einen Song der nicht so recht zünden will.
Mit dem schweren, epischen „A Blizzard is storming“ wird die Platte ordentlich abgeschlossen. Ein etwas bitterer Nachgeschmack, aufgrund der vielen Auf und Ab’s, bleibt nach dem verklingen des letzten Tons aber irgendwie zurück.

Anspieltipps:

Dieses Mal sollen hier “Seven Widows Weep”, “My Destiny Coming to pass” , “Decadence” und “The Funeral March” zu Ehren kommen.

Fazit :

Ich bin ja absolut nicht der Gothic Metalexperte. Von Symphonic Metal verstehe ich zwar etwas mehr, aber eine Mischung aus den beiden Genres verlangte mir hörtechnisch doch einiges ab. Genauso erging es mir auch mit dem neuen Album von SIRENIA. Es gibt so unglaublich viel zu entdecken das man hier schon mehrmals ganz genau hinhören muss. Ganz klar keine Scheibe für mal so nebenbei hören.
Ansonsten denke ich machen Fans der Band, Symphonic und auch Gothicmetal Anhänger mit “Perils of the deep Blue” nicht viel falsch, sie bekommen ein grundsolides Genrealbum und genau das was sie erwarten!
Für mich hätten es aber ein paar mehr kompaktere Songs sein können, denn der Zugang zur Platte ist wirklich nicht gerade einfach und auch der recht schwache Mittelteil fallen in der Endabrechnung negativ ins Gewicht.

WERTUNG:

Trackliste:

01. Ducere Me in Lucem
02. Seven Widows Weep
03. My Destiny Coming to pass
04. Ditt Endelikt
05. Cold Caress
06. Darkling
07. Decadence
08. Stille komDoden
09. The Funeral March
10. Profound Scars
11. A Blizzard is storming

Julian

Bookmark the permalink.

Kommentar verfassen