QUEENSRYCHE – Operation: Mindcrime (Klassiker der Woche)

Band: Queensryche
Album: Operation: Mindcrime
Spielzeit: 59:14 min
Stilrichtung: Progressive Power Metal
Plattenfirma: EMI
Veröffentlichung: 1989
Homepage: www.queensrycheofficial.com

Geoff Tate war mal ein Gigant, ein visionärer Sänger mit aufregenden Ideen und einer überlebensgroßen Stimme. Schaut man sich heute an was der Gute in den vergangenen 20 Jahren so zustande gebracht hat ist es kaum zu glauben, dass einer der beachtlichsten Meilensteine in der Geschichte des Prog/Power Metal zu einem nicht geringen Teil auf seinem Mist gewachsen ist. Allerdings, und da sollte man der nachträglichen Geschichtsverfälschung, die Tate seit einiger Zeit betreibt, ruhig mal entgegen treten, war der riesige Erfolg von „Operation: Mindcrime“ keineswegs alleine der Verdienst des Sängers, auf dessen Idee das Konzept basierte, sondern eine durch und durch geschlossene Mannschaftsleistung. Der beinahe ebenbürtige Nachfolger „Empire“ wurde von derselben Mannschaft eingespielt, bevor Hauptsongwriter, Gitarrist und Backingsänger Chris DeGarmo seine Sachen packte und QUEENSRYCHE, wie die Metal Welt sie kannte und liebte, den kreativen Atem aushauchte.

Mit dem 1989 erschienenen Konzept-Album „Operation: Mindcrime“ gelang es der Band aus Seattle Ihren auf den ersten 2 Alben noch etwas biederen, verkopften, oft verkrampft auf Anspruch gebürsteten Powermetal auf ein völlig neues Level zu heben. Selbst wenn man sich keinen Deut für die anpruchsvollen Texte und die durchgehende Storyline interessiert, fließen die Songs auf wunderbare Weise ineinander, ergänzen sich und funktionieren, und das ist der wahre Verdienst der Band, doch allesamt auch als einzelne Tracks. Vom treibenden Opener “Revolution Calling”, über das speedige “Spreading The Disease”, die wahrhaftigen Schwergewichte “The Mission” und “Suite Sister Mary” bis zu den Radiokompatiblen Überhits “Eyes Of A Stranger” und “I Don’t Believe In Love” reiht sich eine Gänsehaut Nummer an die andere. Hier passte wirklich alles zusammen: der rauhe, kühle Sound von James “Jimbo” Barton und Paul Northfield, das geniale Artwork, die treffsicheren Kompositionen und die musikalische Höchstleistung aller Beteiligten – allen voran Tate, der ganze Heerscharen von US-Metal Sängern inspirierte.

Die Scheibe, die 2006 in einer aufwendigen und lohnenswerten „Deluxe“ Ausgabe erschienen ist, gilt nicht zu Unrecht als eines der bedeutendsten Konzept-Alben im Rock und Metal Bereich und wird in schöner Regelmäßigkeit von Bands wie Dream Theater oder in entsprechenden Polls als Referenz Werk genannt. Daran kann auch der grottige, unvermeidliche Nachfolger aus dem Jahr 2006 nichts ändern, der in einer Phase entstand, als im Hause QUEENSRYCHE bereits alle Zeichen auf Untergang standen. Seit Veröffentlichung von „Operation: Mindcrime” hat die Band (und vor allem Tate, dem die exklusiven Rechte an der Story gehören) das Werk bis zum Erbrechen gemolken: aufwendige Live-Aufführungen, Konzept-Tourneen, der Versuch einer Theater-Adaption, selbst Tate’s neue Band trägt den Namen „Operation: Mindcrime“. Das sagt wohl mehr als genug über den enormen Stellenwert dieser einzigartigen Jahrhundertscheibe aus. Wer mit anspruchsvollem, leicht progressivem Powermetal auch nur ansatzweise etwas anfangen kann, muss “Operation: Mindcrime” im Regal stehen haben. Punkt.

Trackliste:

01.  I Remember Now
02.  Anarchy-X
03.  Revolution Calling
04.  Operation Mindcrime
05.  Speak
06.  Spreading The Disease
07.  The Mission
08.  Suite Sister Mary
09.  The Needle Lies
10.  Electric Requiem
11.  Breaking The Silence
12.  I Don’t Believe in Love
13.  Waiting For 22
14.  My Empty Room
15.  Eyes of a Stranger

Mario

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