DOGFACE – Back On The Streets

Band: Dogface
Album: Back On The Streets
Spielzeit: 42:11 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 29.11.2013
Homepage: www.dogfacetheband.com

Das Projekt DOGFACE war für mich schon immer ein Nebenprodukt talentierter Musiker. Dabei sind mit Sänger Mats Levén (SWEDISH EROTICA, TREAT, LION´S SHARE, YNGWIE MALMSTEEN u.a.) und Gitarrist Martin Kronlund (GYPSY ROSE, SALUTE, PHENOMENA etc.) zwei erstklassige Profis die Köpfe dieser Kollaboration. Komplettiert wird das Joint Venture von Drummer Perra Johansson (COLDSPELL) und Bassist Mikael Carlsson (LOVER UNDER COVER, RAGE OF ANGELS).

Das 2000 erschienene Debüt „Unleashed“ sah mit Gastmusiker Brian Robertson (Ex-THIN LIZZY) einen weiteren prominenten Mitstreiter, aber die Songs waren zu sperrig und teilweise halbgar, um Begeisterungsstürme auszulösen. Der Nachfolger „In Control“ aus dem Jahre 2002 konnte nicht einmal dieses Level halten und dürfte wohl eine CD gewesen sein, die es für ein paar Kröten auf dem Krabbeltisch zu erstehen gab. Nichts gegen den bunten Wühltisch mit Sonderangeboten, schon so manches Juwel vergangener Tage habe ich von unwissenden Händlern fast für lau erworben. Aber manchmal gibt es ja einen triftigen Grund, warum CD´s dort landen.

Mit dem treffend betitelten „Back On The Streets“ fletschen die Straßenköter bereits zum dritten Mal die Zähne, zumindest wenn man nach dem Coverartwork geht. Der Einstieg ist dann mit „Footsteps On The Moon“ auch genauso wie befürchtet. Schleppend düster und mit einem etwas einfallslosen Refrain können die Routiniers nicht so glänzen, wie man sich das wünschen würde. Ganz anders das flotte und – im Gegensatz zum Opener – fast schon sonnige „Can´t Face Tomorrow“. Mats Levén´s Stimme klingt fantastisch, die Gitarren rocken und der Song macht einfach Laune. „Higher“ fällt leider wieder ins Muster des Eröffnungstracks zurück. Auch „The Fall“ kann nicht sonderlich punkten. Ganz anders das großartige „Back On The Streets“. Hier wirken DOGFACE wie befreit – oder wie man auch sagen könnte – von der Leine gelassen.

Aber das passiert im weiteren Verlauf des dritten Longplayers des schwedischen Projekts nicht mehr so oft. „Fired“ beginnt noch recht interessant, bevor der übliche Phlegmatismus einkehrt. Das abschließende „Freaking Out“ ist dermaßen verrückt, dass es schon wieder gut ist.

Aber was bleibt unterm Strich übrig? Mit „Can´t Face Tomorrow“ und „Back On The Streets“ stehen zwei richtig geile Songs auf der Habenseite. Allerdings kann der große Rest dagegen überhaupt nicht anstinken. Mit Abstrichen sind gerade mal der letzte und der erste Song auf der Platte hörenswert. Dazwischen gibt es gepflegte Langeweile von hochtalentierten Musikern.

WERTUNG:

Trackliste:

01.    Footsteps On The Moon
02.    Can´t Face Tomorrow
03.    Higher
04.    The Fall
05.    Back On The Streets
06.    Fired
07.    Get Up
08.    Start A Fire
09.    Crazy Horses
10.    Freaking Out

Stefan

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