CASANOVA – Casanova (Klassiker der Woche)

Band: Casanova
Album: Casanova
Spielzeit: 47:03 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: WEA
Veröffentlichung: 1991
Homepage: www.casanovaband.com
Das Debüt der deutschen Band CASANOVA, welches 1991 veröffentlicht wurde, genießt nicht ohne Grund inzwischen einen fast schon legendären Kultstatus, denn der Longplayer überzeugt durch grandiose Songs und einer Produktion die mit internationalen Standards locker mithalten kann.
Begonnen hat alles Ende der Achtziger Jahre, als MICHAEL VOSS der Band MAD MAX den Rücken gekehrt hat und ein Soloprojekt in Angriff nehmen wollte. Daraus entwickelte sich dann CASANOVA, was durch die Zugänge von Ex-WARLOCK Schlagzeuger MICHAEL EURICH, Bassist JÜRGEN ATTIG und Gitarrist STEPHAN NEUMEIER endgültig zur intakten Band wurde. Unter der Aufsicht von WARLOCK Produzent HENRY STAROSTE entstand das zwölf Songs umfassende Erstlingswerk, welches in der Presse mit Lobeshymnen überschüttet wurde.
Gleich der treibende Opener „Don´t Talk About Love“ ist ein Groove Monster vom allerfeinsten und lässt keine Wünsche offen bei allen, die auf melodischen Hardrock abfahren. Das nachfolgende „Burning Love“ ist ein Melodic Hammer, der auf den damaligen Alben von Tyketto oder Giant, ebenfalls eine gute Figur gemacht hätte. Für mich gehört das Stück zu den 10 besten Melodic Rock Songs Ever. „Living A Lie“ und „Love Lies“ sind purer AOR und gehören zu den vielen Highlights dieser Scheibe. Mit Titeln wie „The Girl Is Mine“, „Bang Bang“ oder Sticky Sweet“ kommen aber auch die Hardrocker auch zu ihrem Recht. „Ride The Wings Of Freedom“ und „Hollywood Angels“, welches Heute noch in mancher Rock Disco erschallt, sind Melodic Hardrock at It´s Best. Natürlich hatten CASANOVA, so wie es damals zum guten Ton gehörte, mit „Heaven Can Wait“ eine Gänsehaut Ballade im Gepäck die, wenn sie in den Achtzigern erschienen wäre, ganz Sicher weit vorne in den Charts gelandet wäre.
Bereits 1992, also knapp ein Jahr nach dem Debüt, erschien ebenfalls bei WEA der zweite Langdreher namens „One Night Stand“ welcher den guten Ruf CASANOVAS weiter festigen konnte. Bassist JÜRGEN ATTIG war da aber nicht mehr dabei und wurde durch JOCHEN MAYER ersetzt. Nach dem Acoustic Album „Some Like It Different“ lief der Vertrag bei der WEA aus und auch Casanova fielen der grassierenden Grunge Welle zum Opfer. Erst 1999 gab es mit dem in Japan veröffentlichten Album „Heroes“ und der ebenfalls nur in Nippon erhältlichen EP „Sway“ ein neues Lebenszeichen der Band. Für Sammler und Einsteiger ein kleiner Tipp! „Heroes“ und die EP „Sway“ wurden vor ein paar Jahren als Doppel CD von AOR Heaven in der Classix Reihe wieder neu aufgelegt.
2004 gab es schließlich mit „All Beauty Must Die“ ein aller letztes Album zu hören, welches im Original Line Up des Erstlings eingespielt wurde. Bis auf eine Handvoll Songs konnte die CD die hohen Erwartungen an das Comeback allerdings nicht erfüllen. Danach gingen die Lichter bislang endgültig aus im Hause CASANOVA.
Als Fazit bleibt nur zu sagen, dass CASANOVA mit ihrem ersten Longplayer ein Meisterwerk gelungen ist, welches zu den stärksten Veröffentlichungen dieses Genres aus deutschen Landen zählt. Die Scheibe wurde vor einiger Weile mit einer Handvoll Bonustracks aufgehübscht und der breiten Masse erneut zugänglich gemacht. Wer CASANOVA noch nicht kennt oder die Scheibe bislang nicht sein eigen nennt, hat wirklich etwas verpasst und sollte hier kauftechnisch unbedingt zuschlagen.
Tracklist:
01. Don´t Talk About Love
02. Burning Love
03. Living A Lie
04. The Girl Is Mine
05. Rome Burns
06. Love Lies
07. Bang Bang
08. Sticky Sweet
09. Back To The Wall
10. Ride The Wings Of Freedom
11. Hollywood Angels
12. Heaven Can Wait

Heiko

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