01. Master Of The Skies
02. Dark City
03. You Can Not Kill My Soul
04. It’s Over
05. Son Of Light
06. If Tomorrow Never Comes
07. Now You Are Gone
08. Light Turns Low
09. Mastodon
10. Master Of The Skies (Reprise)
Spielzeit: 45:28 min – Genre: Hard/Stoner Rock – Label: METALVILLE – VÖ: 08.05.2026 – Page: www.facebook.com/thequillsweden
Des einen Fluch ist des anderen Segen. Während man als Fan einer Band stets darauf hofft, dass sie auf ihrem nächsten Album ihr Niveau hält, muss man als Kritiker hoffen, dass man nicht die gleiche Rezension wie beim Vorgängeralbum einfach nochmal schreibt.
Tja. Hier bin ich nun. Und seien wir ehrlich: Keiner von Euch erinnert sich an die letzte Rock-Garage-Rezension eines THE-QUILL-Albums. Also los:
Lasst die Vollbärte wachsen und kauft die halluzinogenen Substanzen, THE QUILL sind wieder da. Das sind die Herren aus Schweden, die bereits seit den frühen 90ern Musik machen und in der Rock Garage vor einiger Zeit mit ihrem zehnten elften Werk „Earthrise“ „Wheel Of Illusion“ positiv auffielen.
Nun kommt dessen Nachfolger „Wheel Of Illusion“ „Master Of The Skies“ aus dem Presswerk, mit neun sieben vollwertigen Songs, drei Zwei-Minütern und einer stabilen Dreiviertelstunde Spieldauer, und macht nichts schlechter.
Das Grundniveau bleibt eh gleich. Schönes Cover, geile Stimme, Top-Arbeit an den Instrumenten, wobei man hier nochmal die intuitiv-maßgeschneiderte Gitarrenperformance lobend erwähnen kann. Wenig verwunderlich, schließlich finden sich im Band-Lineup Namen, die man auch in denen von AYREON, CIRKUS PÜTZ, ARCH ENEMY, SPIRITUAL BEGGARS und HANOI ROCKS lesen kann.
Der Sound ist wieder rund, voll und ordentlich (aber nicht übertrieben) staubig trocken, die Vocals angenehm OZZY-Chorus-produziert. Der Schellenkranz ist wieder dabei, die gelegentlichen Synth-Einsätze ebenso diesmal nicht, alles sehr förderlich.
Und auch musikalisch werden die Erwartungen absolut erfüllt. Langsam-schwer, rockig in oberem Midtempo oder psychedelisch ruhig: Das sind so die Kernmodi von „Wheel Of Illusion“ „Master Of The Skies“, und die werden mit Melodien und Wendungen ausgepolstert, die im Mindesten astrein genrepassend sind, und nicht selten mehr als das.
Ja okay, machen wir noch ein bisschen was Individuelles: „Master Of The Skies“ ist bei seinen härteren Songs feine Genrekost nach allen Regeln der Kunst, liefert aber am besten bei den Songs, die davon ein wenig abweichen. Das sind zum Beispiel das zwischenzeitlich ruhige und angedurte „You Can Not Kill My Soul“, das stonerig-lärmige „It’s Over“ oder die kleinen Intermezzi „Son Of Light“ und „Now You Are Gone“. Nicht zu vergessen „Light Turns Low“ mit seinem asozialen Riff. Die Songs, bei denen man näher im Grundgenre bleibt, überzeugen völlig mit Handwerk und stilistischer Umsetzung, könnten aber noch einen Schuss mehr Individualität vertragen.
Fazit:
Mindestens sehr stabil und immer wieder auch echt geil. Die Trockener-Rock-Fraktion hat mit THE QUILL schon eine ganze Weile lang einen verlässlichen Qualitätsmusik-Lieferanten, und das ändert sich mit „Master Of The Skies“ kein bisschen.
Anspieltipps:
„You Can Not Kill My Soul“, „It’s Over“ und „Light Turns Low“
Jannis





