DREAMSEEKER – A Trigger In Time Part 1

Trackliste:

01. Intuition
02. Journey Through Time
03. Medieval Mystery
04. Trial
05. Beyond The Apocalypse
06. Escaping The Future
07. The Edge Of Eternity
08. Return Of The Hero
09. Dreamstone
10. Legendary Sword
11. Inside The Master’s Keep
12. The Dark Prophecy Begins

Spielzeit: 60:03 min– Genre: Symphonic Metal / Power Metal– Label: Eigenveröffentlichung –VÖ: 25.9.26 – Page: dreamseeker/Facebook 

 

Aus Schweden kommt dieses neue Projekt, namens DREAMSEEKER, welches der umtriebige Johannes Skyblazer Frykholm (FAIRYLAND, PALANTIR, BLAZON STONE) ins Leben gerufen hat.

Der Langdreher vertont quasi das Videospiel „CHRONO TRIGGER“ aus dem Jahr 1995 und erzählt ähnlich wie andere Metal Opern bzw Konzeptalben mit verschiedenen männlichen und weiblichen Stimmen die Geschichten der einzelnen Charaktäre. Damit sind wir dann auch beim großen Manko dieser Scheibe angekommen, denn natürlich ist das nichts weltbewegend Neues und zweitens hört man leider an vielen kleinen Stellen die Eigenproduktion, weil der Sound teilweise Dünn klingt und dadurch der Druck für solch ein Opulentes Projekt fehlt. Da sind die Major Bands wie AVANTASIA oder KAMELOT einfach um Lichtjahre besser, zumal da ja auch meistens weitere Weltbekannte Musiker als Gäste am Start.

Die hier Mitwirkenden Musiker wie Jack L. Stroem (VANDOR), Dejana Garcevic (CLAYMOREAN), Mike Livas (SILENT WINTER), Elias Holmlid (DRAGONLAND) um nur ein paar wenige zu nennen, sind mir ehrlich gesagt bisher noch nicht unter gekommen und daher völlig unbekannt. Sie alle machen eigentlich einen guten Job, doch mir persönlich fehlt das große Alleinstellungsmerkmal und die durchschlagenden Songs die einfach hängen bleiben. Potenzial ist hier Definitiv vorhanden, wenn dann noch mehr Augenmerk auf Songwriting und Produktion gelegt wird, könnte hier noch Großes auf uns zukommen.

Wenn ich ein paar Anspieltipps nennen soll, dann sind das „Journey Through Time“ welches mit dem Wechselspiel aus männlichen und weiblichen Gesang gut in Szene gesetzt wird. „Trial“ ist eine Power Metal Nummer, die an die Genre Kollegen RHAPSODY OF FIRE aus Italien erinnert. Der Song mit dem größten Ohrwurm Charakter ist Definitiv „Escaping The Future“. Der Melodic Metal Track ist das Highlight des Langdrehers und für mich der Favorit von DREAMSEEKER’S Erstlingswerk.

Heiko Füchsel

BEYOND THE BLACK – Break The Silence

Trackliste:

01. Rising High
02. Break The Silence
03. The Art Of Being Alone
04. Let There Be Rain
05. Ravens
06. The Flood
07. Can You Hear Me
08. (La Vie Est Un) Cinéma
09. Hologram
10. Weltschmerz

 

Spielzeit: 37:34 min – Genre: Symphonic / Melodic Metal – Label: Nuclear Blast Records – VÖ: 09.01.2026 – Page: www.facebook.com/beyondtheblackofficial

 

BEYOND THE BLACK haben ihr sechstes Studioalbum mit dem Titel „Break The Silence“ an den Start gebracht und befinden sich gerade noch auf der Album Tour. Ich konnte BEYOND THE BLACK letzten Dienstag Live in München sehen und habe irgendwie noch die grandiose Show vor Augen, sowie die Songs im Ohr. Zur momentanen Besetzung gehören Jennifer Haben an Gesang und Tasteninstrumente, Chris Hermsdörfer und Stefan Herkenhoff an den Gitarren, Linus Klausnitzer am Bass und Kai Tschierschky an den Drums. In wie weit die Angaben stimmen kann ich nicht mit Bestimmtheit bestätigen, da weder auf Homepage der Band Angaben, noch im Internet verlässliche Quellen zu finden sind.

Jennifer hat schon seit dem Debütalbum ein Organ das auf internationaler Ebene mit allem Mithalten kann das sich Sängerin nennt, egal ob es sich um einen bekannten oder unbekannten Namen handelt – Jenny kann da spielerisch mithalten und sehr viele Akzente setzen. Die Gitarristen versetzen die 6-saitige in wohlige Schwingungen die jedem Anhänger von Symphonic und Melodic Metal bestens munden sollte, weder zu heftig noch zu soft werden die Saiten angeschlagen um die Stimme von Jenny bestens in Szene zu setzen. Die Keyboards sind mal vordergründiger oder als dezente Unterstützung im Hintergrund, egal wie sie gerade im Song eingesetzt werden passt es sehr gut zur Stimmung. Der Bass kann sich nicht ganz so stark durchsetzen wie die Gitarren, dafür spielt das Schlagzeug auffällig den Arschtreter. Die Produktion ist auf höchstem Niveau ausgeführt und gibt keinen Grund auch nur einmal den Zeigefinger belehrend zu heben.

BEYOND THE BLACK beweisen aufs Neue das sie nicht nur auf eine sehr Gutaussehende Frontfrau beschränkt werden sollten, sondern musikalisch auch seit dem Debüt in der Oberliga beheimatet sind. Auch auf ihrem Konzeptalbum „Break The Silence“ setzt die Band die nationale – wenn nicht sogar internationale – Messlatte für Symphonic / Melodic Metal sehr weit nach oben, wer die Band kennt sollte mit dem Album mehr als zufrieden sein. Wer die Band nicht kennt, es gibt einen Mix aus Symphonic und Melodic Metal der es verdammt nochmal gewaltig in sich hat und das nicht nur im Studio, auch Live reißt die Band die Bühne ab. Dezente Vergleiche kann man Bands wie AMARANTHE, BATTLE BEAST und NIGHTWISH ziehen – oder auch nicht, dass kann man nie so genau sagen!

Gibt es einen Kritikpunkt? Ja, leider einen kleinen, der weder was mit den Songs noch der Ausführung zu tun hat, die ist auf einem Top Level und gibt in keiner Weise den Grund zum Unken. Der Kritikpunkt ist das das Album nach gerade mal 37,5 Minuten zu Ende ist und das ist nun mal nicht mehr wirklich Up-To-Date. Das gibt einen leichten Punktabzug.

„Rising High“ ein Groove Monster das mit afrikanischem Einfluss gleich mal perfekt ins Album startet, mit „Break The Silence“ folgt ein fettes Highlight. „The Art Of Being Alone“ ein geiles mit Drama angereichertes Duett mit Chris Harms, „Let There Be Rain“ ein melodisches Schmankerl das wieder mit afrikanisch anmutenden Chören von The Mystery Of The Bulgarian Voices kommt. „Ravens“ ein Ballade die durch das fast schon exorbitante Drama glänzt, „The Flood“ ein für die Band typischer Stampfer mit viel Melodie nur müsste die Verzerrung der zweiten Stimme nicht sein. „Can You Hear Me“ hier wird ein wenig aufs Gas getippt, „(La Vie Est Un) Cinéma“ ein Traum von einem Song, die Ausführung hätte nicht besser gemacht werden können. „Hologram“ erinnert mich an AMARANTHE – geht mit viel Schmackes durch die Wand, „Weltschmerz“ eine sehr traurige Ballade die die Taschentücher nass werden lässt.

Balle