01. An Angel
02. Age Is Just A Number
03. Losing Myself
04. I Never Wanna Say Goodbye
05. JP’s Bar
06. The World Is Broken
07. For A Smoke
08. Lost In The Shadows
09. What About Tomorrow
10. True Love
11. Life Is Kind Of Rock’n Roll
Spielzeit: 40:28 min – Genre: Classic Rock – Label: PRIDE & JOY MUSIC – VÖ: 27.03.2026 – Page: www.danlucas.de
Es gibt so Leute, die findet man überall da, wo Musik gemacht wird. DAN LUCAS ist so jemand. Gewinner von „The Voice Of Germany – Senior“, Banderfahrung seit 1988, Soloalben, Soundtrack für einen Mäcces-Werbespot, und inzwischen ist er noch als Musical-Darsteller unterwegs. Das ist eine ganze Menge, und seit 2021 ist Dan dazu bei PRIDE & JOY MUSIC und veröffentlicht dort nun sein neues Album „Age Is Just A Number“. Das ist in Zeiten der Veröffentlichung der Epstein-Akten der schlimmste Titel, den man sich vorstellen kann, geht bei DAN LUCAS aber natürlich in die Richtung von „Man ist nur so alt, wie man sich fühlt“. Etwas ungeschickt trotzdem.
Elf Songs gibt es auf „AIJAN“, keiner über 4:30 Minuten. Das reicht auch vollkommen, Dans Songs sagen in ihrer Kürze alles, was sie müssen. Längen hat die Platte schonmal nicht.
Musikalisch ist das Ding irgendwas zwischen Classic Rock und AOR. Sehr melodisch, mit dem ein oder anderen Klavier, ein paar Synths und dazu Dans leicht rauchig-belegte Stimme, die sehr gut zur Musik passt und in die Dan ohne Frage beim Singen eine Menge Herz legt.
Herz findet sich auch in vielen der Melodien. Okay, die Strophe von „The World Is Broken“ erinnert an zehn andere bekannte Songs und der Chorus ist AVANTASIAs „Shelter From The Rain“, aber gerade in den Refrains auf „AIJAN“ steckt doch fast immer eine gewisse Größe und Emotion und ein Gespür für gute Melodien im Genre.
Ich meine, seien wir ehrlich und nehmen zum Beispiel „Losing Myself“: Das ist einfach ein schöner Song, der sich richtig anfühlt und als ganz angenehmer Ohrwurm funktioniert, und von solchen Songs gibt es doch einige auf der Platte.
Andere, wie „Life Is Kind Of Rock’n Roll“ oder „What About Tomorrow“ sind eher netter Durchschnitt, aber dennoch, ich fühle die Liebe.
Die ist in der Produktion und in den Arrangements leider weniger spürbar. „Age Is Just A Number“ ist okay aber sehr routiniert produziert und wirkt, beispielsweise in den Drums, recht seelenlos-digital. Und die einzelnen Instrumente vermitteln doch oft den Anschein, als seien sie von Leuten eingespielt worden, die offenkundige Profis sind, aber auch nur das nötigste an Kreativität in die Sache investiert haben. In dem Aspekt fehlt dem Album leider Leben, was die Vocals von Dan aber erfreulicherweise ein Stück weit wieder wettmachen.
Fazit:
Ein paar mehr schlaflose Nächte beim Komponieren im Proberaum und Aufnehmen im Studio hätten „Age Is Just A Number“ gut getan. Das ändert aber nichts daran, dass das Ding ein schön gesungenes Stück Classic Rock/AOR von einem Underground-Urgestein ist, der seiner Sache immer noch mit Begeisterung und Talent folgt.
Anspieltipps:
„Losing Myself“, „JP’s Bar“ und „Lost In The Shadows“
Jannis







