MASH – Mash (RG-Zeitmaschine)

Trackliste:

01. The Here And Now
02. The Place Where I Was
03. Behind The Surface
04. You
05. In The Moon
06. What
07. Cafè Noir
08. Rims Ahead
09. Fears
10. All The Beauty
11. Friend
12. Poland

Spielzeit: 60:50 min – Genre: Melodic Rock – Label: DFP Music International – VÖ: 1998 – Page:

Ich kenne den Schweizer Musiker Ben Sollberger jetzt seit knapp fünf Jahren und im Laufe der Zeit ist zwischen uns eine Freundschaft abseits der Musik entstanden. Warum ich das erwähne, der tragische und zu frühe Tod eines Teils einer unserer besten Freundschaft vor knapp drei Wochen veranlasst mich seit dem immer wieder darüber nachzudenken wie glücklich man sich schätzen kann wenn man wahre Freunde hat, die mit einem durch Dick und Dünn gehen. Erwin wenn du das liest, wir sind immer für dich da, wenn du uns brauchst. Und als mich Ben darum gebeten hat mir das gleichnamige Album seiner Band MASH für die Zeitmaschine zur Brust zunehmen sagte ich gleich ja.

Zu MASH gehörten damals Rahel Krebs (heute Jaël Malli) und Daniel Kunz am Mikrofon, Ben Sollberger und Markus Bruun an den Gitarren, Heinz Siegrist an Keyboard, Matin Oppeliger an Bass und Martin Kunz an den Drums. Außer Ben kenne ich keinen der beteiligten Musiker, was aber nicht unbedingt für schlechte Qualität sprechen soll. Rahel und Daniel haben eine sehr fein definierte Stimme die sich zwischen mittleren und hohen Tonlagen befinden und sehr gut mit der Art Rockmusik harmonieren. Die beiden Gitarren lassen meist dezent die Saiten schwingen, ab und an kommt die Gitarre auch mal besser durch. Die Tasten erinnern an die 80er Jahre oder kommen als angedeutetes Piano, der Bass macht sich Luft und die Drums sind weder dezent noch dominant. Vom Mix bildet sich ein harmonisches Gesamtbild, dass sehr rund wirkt. Bei der Produktion muss man leichte Abstriche in kauf nehmen, da könnte mehr Dynamik drin stecken.

Für eine Schweizer Band untypisch gibt es Melodic Rock der niemals zu hart wird, sondern eher an Künstler wie PAT BENATAR, FIONA und FLEETWOOD MAC erinnert. Dies betrifft lediglich den Härtegrad, beim Stil wird es dann schon sehr speziell, da es sich wie man es von Schweizer Bands gewohnt ist nicht um rifflastigen Hard Rock handelt. Die Band verbindet wunderschöne Melodien mit einem softeren SAGA, MAGNUM Sound und mixt gelegentlich ein wenig Prog ala SARACEN oder auch softere PILOTS OF THE DAYDREAMS rein. Ein dezenter Vergleich mit den nicht wirklich bekannten deutschen Melodic Rock Bands DELAURIAN und SCARLET ROSE passt wohl am besten. Wie schon erwähnt gibt es wunderschöne oder sehr feine Melodien die mit den Instrumenten sehr gut dargeboten werden. Die beiden Stimmen machen sich auch sehr gut, egal wer jetzt den Leadgesang ausführt oder sich beide im Song ein Duell liefern, das passt alles gut zusammen. Ben ist wie er auf seinen beiden Soloalben beweisen konnte ein begnadeter Gitarrist und der Rest der Band steht ihm da in nichts nach.

MASH hatten damals Ende der 90er Jahre ein sehr unterhaltsames und vielschichtiges Album am Start das für jeden Rock Fan durchaus interessant sein könnte.

„The Here And Now“ ein Rocker der sich irgendwo zwischen soften SAGA, MAGNUM und SARACEN bewegt, „The Place Where I Was“ wird von der akustischen Klampfe getragen. „Behind The Surface“ wirkt anfangs sehr komplex, entwickelt sich aber mit zunehmenden Hördurchgängen, der Refrain wirkt gegenüber den Strophen schräg, „You“ wildert im Pop, Spanien Flair und kommt mit geilem Bass. „In The Moon“ kommt mit coolen JETHRO TULL und SARACEN Prog Vibes, „What“ in den Strophen balladesk, in den Instrumental Parts kommt epische Prog-Stimmung auf mit teilweise schrägen Riffeinlagen, „Cafè Noir“ flott mit Schmackes und geiler Orgel, „Rims Ahead“ ein Instrumental bei dem das Piano den besonderen Charme ausmacht. „Fears“ erinnert mich an alte Prog Songs von JETHRO TULL, „All The Beauty“ könnte auch von SCARLET ROSE stammen. „Friend“ eine verdammt schwere Ballade die die Taschentücher nass macht, „Poland“ wurde mit sehr viel Drama angereichert.

Balle

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