FIGHTER V – Deja Vu

Trackliste:

01. Raging Heartbeat
02. Victory
03. Made For A Heartache
04. Foolish Heart
05. Deja Vu
06. Stand By Your Side
07. All Your Love
08. Hold The Time
09. For All This Time
10. Break Those Limits
11. Victim Of Changes

Spielzeit: 43:12 min – Genre: Melodic Rock – Label: Frontiers Music s.r.l. – VÖ: 10.04.2026 – Page: www.facebook.com/fightervofficial

 

Die Schweizer Rocker von FIGHTER V melden sich mit ihrem dritten Album zurück, Album #1 besitze ich selber – war vollgepackt mit Hymnen, Album #2 habe ich noch nicht angehört, also machen wir mit Album #3 „Deja Vu“ weiter.

Zur momentanen Besetzung, die sich bei jedem Album änderte, gehören Sänger Emmo Acar am Mikro, Lobe Valentin an Gitarre, Roman Stadler an Bass und letztes Gründungsmitglied Lucien Egloff an den Drums. Emmo macht einen sehr guten Eindruck, seine Stimme ist rauer als die von Dave Niederberger auf dem Debütalbum. Beide haben ihren Reiz und können trotz unterschiedlicher Stimmen überzeugen. Emmo erinnert ein wenig an John Francis von AFTER HOURS, und sorgt mit seinem rauen Organ für sehr gute Stimmung. Die Gitarren machen Druck ohne dabei aufdringlich zu wirken, und agieren fast schon wie Nebendarsteller, trotz dieses Umstandes spielen sie nicht die zweite oder dritte Geige. Das Keyboard befindet sich mit den Gitarren auf Augenhöhe und bilden ein perfekt inszeniertes Fundament für Emmos Stimme. Der Bass zieht hinter Gitarren und Keyboard kraftvoll seine Bahnen und die Drums hauen dem Hörer gewaltig den Hintern voll. Die Produktion klingt nicht auf Hochglanz poliert sondern zeigt ein wenig Ecken und Kanten.

Vom Stil hat sich nicht viel geändert, wie auch schon auf dem Debüt, und ich gehe auch vom zweiten Album aus, kommt eingängiger und cooler Melodic Rock aus den Boxen geblasen. Fast schon untypisch für eine Schweizer Band, da man von den Eidgenossen Mucke mit mehr Biss kennt. Dennoch ist der Melodic Rock von FIGHTER V catchy wie Sau, nur eben mit zurückgefahrenen Gittis im Anschlag und das Keyboard dafür weiter in den Vordergrund gerückt. Beim Hören kommen Passagen vor die man meint so oder so ähnlich schon mal sehr weit in der Vergangenheit gehört zu haben. Wenn man „Deja Vu“ durchgehört hat kommen Erinnerungen an alte High-School Klamotten aber auch mehr oder weniger bekannte Action Reißer der 80er Jahre auf, die voll mit solcher Art von Musik waren. Das soll nicht als Nachteil gesehen werden, sondern vielmehr ein großes Kompliment an die Band die sich traut fast schon antik anmutenden Melodic Rock zu spielen. Mit antik sind die goldenen 80er gemeint, in dem Jahrzehnt in dem sich jeder Film mit solchen Songs schmückte. Und genau an diese Zeit ist der Sound von FIGHTER V angelehnt, alles mit Schmackes und sehr gut hörbar vorgetragen. Vergleichen kann man mit X Soundtracks ver- und unveröffentlicht aus den 80ern und heftigere ALIAS, SCARECROW, ein wenig softere AUTOGRAPH, DEF LEPPARD, AXE, KING KOBRA, BAD ENGLISH, NIGHT RANGER, STRANGEWAYS, BRIGHTON ROCK, BLUE 46, ALLISON, CHINA, SATROX oder HONEYMOON SUITE. Auch wenn sich die Vergleich so lesen als ob hier ein Mash-Up stattgefunden hat können FIGHTER V mehr als sich nur vergleichen zu lassen.

Nicht so stark wie das Debütalbum, einen halben Punkt dahinter und immer noch sehr gut und besser wie manch andere Band in dem Genre.

Anspieltipps: „You’ll Be Sorry“, dass hypermelodische „Victory“, „Foolish Heart“, „Deja Vu“, „Stand By Your Side“, dass verträumte „All Your Love“, „Break Those Limits“.

Balle

Tagged , , , , .Speichere in deinen Favoriten diesen Permalink.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.