CONFESS – Jail

Band: Confess
Album: Jail
Spielzeit: 53:52 min.
Stilrichtung: Hair Metal, Hardrock
Plattenfirma: SG-Records
Veröffentlichung: 04.04.2014
Homepage: www.confess.se

Die New Wave Of Swedish Sleaze bekommt erneuten Zuwachs. Denn mit CONFESS tritt eine weitere Band ins Rampenlicht, die sehr vielversprechend klingt. Ende 2008 von Sänger John Elliot gegründet blasen die Jungs jetzt mit ihrem offiziellen Debüt „Jail“ zum Angriff. Zur aktuellen Besetzung zählen neben dem Mann am Mikrofon noch Blomman (guitars), Daniel (guitars), Lucky (bass) und Samuel (drums). In dieser Besetzung ging es bereits letztes Jahr in das Soundfraction Studio in Stockholm, um an „Jail“ zu arbeiten.

Nach einem betont klassischen Sleaze-Intro mit heulenden Polizeisirenen startet das räudige „Relationshit“ genau so, wie man sich neues Material von CRASHDIET immer gewünscht hat. Sorry für den Vergleich Jungs, aber die Landsmänner um den Ober-Irokesen Simon Cruz geben nun mal die meisten Eckpunkte des Sounds von CONFESS wieder. Dabei solltet Ihr – liebe Leser – allerdings das legendäre Debüt mit Dave Lepard (R.I.P.) in Euren Gedanken haben. Das hört sich doch sehr interessant an, oder?

Auch das mit lässigen Basslinien beginnende „Scream“ schlägt in die gleiche Kerbe und serviert höchsten Hörgenuss wenn man auf modernen Hair Metal steht. Etwas melodiöser präsentiert sich der Refrain von „Pay Before I Go“ – ein weiteres Highlight der Platte. Bisher haben die Schweden wirklich alles richtig gemacht. Getrieben von jugendlicher Kraft und ohne zu viel nachzudenken erinnert mich die Band auch an die jungen SKID ROW.

Dass CONFESS auch etwas leiser treten können, beweisen sie meisterlich bei der Ballade „Take Aim“. Doch schon bei „Bloodstained Highway“ geht die Lucie wieder ab. Ein High-Energy Rocker, der trotz aller Härte nicht die Melodien vergisst. Ein wahrer Ohrwurm ist „Setting Sails“, einer meiner Favouriten auf „Jail“. Gesegnet mit einem wahrlich meisterlichen Refrain werfen die Jungs hier auch ein bisschen Banjo ins Gemenge. Nach dem gekonnt in Szene gesetzten „Back To Hell“ zünden die Schweden mit „Got Lucky“ ein weiteres Mal ein Melodiefeuerwerk.

Anfang dachte ich beim Anblick von gleich 13 Songs „das ist zu viel, da sind sicher einige Füller darunter“ – aber bisher ist „Jail“ wirklich erstklassig. Das ändert sich auch bei den restlichen vier Stücken nicht, speziell das energische „Cardiac Arrest“ oder das mit fast acht Minuten beachtlich lange Werk „Intervention (Sin & Tonic Pt. II)“ versprühen einigen gehörigen Charme. Einzig „Get Me Down“ fällt ein wenig ab. Und die Coverversion von TINA TURNER´s „What´s Love Got To Do With It“ ist eher als Zugabe gedacht, wobei sie doch recht gut umgesetzt ist.

Den Namen CONFESS solltet Ihr Euch merken, denn mit „Jail“ legt das Quartett ein Debüt vor, das ich fast mit dem von CRASHDIET gleichsetzen möchte. Zumindest sind die Schweden wohl einer der heißesten Newcomer des Jahres – so viel ist sicher. Innovativ ist das zwar nicht, aber CONFESS punkten mit Leidenschaft, songschreiberischem Können und jugendlicher Großspurigkeit. Ein absolut geiles Debüt!

WERTUNG:


Trackliste:

01. Pray For The Prey
02. Relationshit
03. Scream
04. Pay Before I Go
05. Take Aim
06. Bloodstained Highway
07. Setting Sails
08. Back To Hell
09. Got Lucky
10. Cardiac Arrest
11. Get Me Down
12. Intervention (Sin & Tonic Pt. 2)
13. What´s Love Got To Do With It

Stefan

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Eine Antwort zu CONFESS – Jail

  1. Marco W. sagt:

    Ein Knalleralbum vor dem Herrn! Mit das beste an Schwedensleaze was ich seit seligen "Rest in Sleaze" – Crashdiet – Zeiten gehört habe.

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