CRY EXCESS – Vision

Band: Cry Excess
Album: Vison
Spielzeit: ?? min
Stilrichtung: Metalcore
Plattenfirma: Bleeding Nose Records
Veröffentlichung: 24.03.2017
Homepage: www.facebook.com/cryexcess

Boooom, völligst weggeballert… Das ist der erste Eindruck beim Hören des neuen Albums von CRY EXCESS, man wird einfach nur umgehauen!!. Endlich mal wieder eine Metalcore Band, die man gerne hört, eine Band, die sich aus dem sehr stark umworbenen Genre hervorhebt. Die 5 Jungs aus Italien waren mir bisher kein Begriff, was definitiv ein Fehler ist. Schon bei den ersten Takten der neuen Scheibe wird man hellhörig, da die Band einfach anders klingt und sich dabei deutlich aus dem bekannten Metalcore Einheitsbrei hervorhebt. In ihrem neuesten Werk „Vision“ vermischt das Quintett aus Turin gekonnt Metalcore mit leichtem Elektro Sound und
brachiale Growls mit sanften Tönen, eine Mischung, die hier voll und ganz aufgeht. So startet der Opener und Titeltrack „Vision“ eher verhalten mit einer Linkin Park ähnlichen Einleitung um dann aber zügig die Bühne für die harten Riffs freizuräumen. Unbedingt reinziehen sollte man sich „Immortal“. Ein Song, der mit melodischen, aber schweren Gitarrenpassagen eine Tiefe aufweist, der – wie auch die Tracks "Survival" und "The Black Squad" – unter Beweis stellt, dass CRY EXCESS eine Kraft sind, mit der auch zu rechnen ist.

Und trotz oder gerader aufgrund ihrer Vergangenheit, die in den Stücken besungen, beschrien und bebrüllt wird, ist hier ein wunderbar geniales Album entstanden, das den Ansprüchen an das Genre mehr als gerecht wird. In den 10 knackigen Songs kotzen sich die Jungs regelrecht über all ihre Enttäuschungen, die raue Wirklichkeit, das Leben als solches aus. Und trotz vieler schlechter Erfahrungen, die die Band mehr als einmal heruntergezogen haben, kämpfen sie sich wieder nach oben. Allen Widrigkeiten zum Trotz werden die brachialen Growls und knallharten Riffs von versöhnlichen Tönen unterbrochen und drücken damit genau das aus, was die Band ausmacht, was sie zum Weitermachen bringt, wenn sie wieder durch einen Rückschlag aus der Bahn geworfen werden.

Und Rückschläge gab es schon einige. Innerhalb von zwei Jahren mussten drei Bassisten ersetzt werden, die Band verlor damit nicht nur Musiker, sondern auch Freunde, die wie Familienmitglieder waren. Sie wurden von falschen Versprechen von Promotern und Labels getäuscht und haben im Glauben an die Band einiges an Geld verloren. Und dennoch ist das Quintett seinen Weg gegangen und hat mit  Album Nummer 3 ein echtes Hammerteil hingelegt. Es macht einfach nur Spaß, zuzuhören. Man spürt förmlich die Energie, die Wut, die Enttäuschung, aber eben auch Hoffnung. Und ebendiese Mischung zusammen mit dem perfekten Zusammenspiel von Sänger Jason Vex mit seinen tiefen Growls und Drummer und Clean-Sänger Brian Nox mit seinen sanften Tönen macht das Album einfach nur ehrlich und ausdrucksstark.


WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Vision
02. Mess of me
03. Survival
04. Down 'n out
05. Detroit
06. The path
07. Immortal
08. Lost and alone
09. The black squad
10. Chase the sun

Tanja

THUNDER AND LIGHTNING – The Ages will turn

Band: Thunder and Lightning
Album: The Ages will turn
Spielzeit: 46:02 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Phonector  
Veröffentlichung: 09.12.2016
Homepage: www.tnlmetal.de

Die Berliner Heavy Metal von THUNDER AND LIGHTNING bewegen sich schon viel zu lange im Untergrund und unterhalb des Rock-Garage Radars, Zeit das mal endlich zu ändern!
Nach dem das letzte Album „In Charge of the Scythe“ 2013 schon ordentlich Staub aufwirbeln konnte, sollte doch nun mit dem neuen Album „The Ages Will Turn“endlich der Schritt aus dem Untergrund gelingen! Produziert von Bandkopf Marc Wüstenhagen, der sich 2016  bereits mit der Co-Produktion des aktuellen Charterfolgs der Gothic  Metaller von UNZUCHT einen Namen gemacht hat, folgt das neue Werk  den Trademarks, die die Band schon auf dem Vorgängersilberling ausgezeichnet hat.  Dieses mal begeben sich die fünf Männer aus der Hauptstadt u.a. in die  Tiefen der urbanen Mythen. Es geht um das große Unbekannte. Seien es die Geheimnisse auf der dunklen Seite des Mondes auf „Welcome To The Darkside“, das Verschwinden der Crew des Schiffes „Mary Celeste“ (Gastgesang: Der Schulz von Unzucht) oder die wohl  modernste Geistergeschichte unserer Zeit des Slender Man in „Silent  Watcher“, die Berliner beziehen ihre Inspiration aus vielfältiger Herkunft.Man kann sich also auf einiges gefasst machen auf dem neuen Silberling der Band, gestartet wird das Ganze mit dem Opener „The Ravaging Overture“ welches nur ein Intro ist was uns in die Platte einleiten soll.
Der erste „richtige“ Track „Welcome to the Darkside“ ballert uns dann gleich ziemlich flott um die Ohren und man macht eigentlich dort weiter wo man auf der letzten Platte aufgehört hat. Die Riffs sind schön knackig, die Melodien abwechslungsreich und der Chorus schön einprägsam, so muss das sein!
Noch eine Spur einprägsamer und grooviger sind die folgenden „Silent Watcher“ und „Black Eyed Child“ wo die Jungs ganz weit oben ins Qualitätsregal greifen, geile Nummern ohne Frage!
Nach dem etwas schwächeren „Eternally Awake“ geht es qualitativ wieder hochwertig weiter und zwar mit „Columbia“, „One Blood“ und typisch dem Titeltrack „The Ages will turn“,
Da die letzten beiden Stücke „Hysteria“ und „Mary Celeste“ auch nicht von schlechten Eltern sind, wenn auch nicht ganz so stark wie die Tracks zuvor, können wir hier abschließend von einem wirklich runden und gelungenen neuen Album der Band sprechen!

Anspieltipps:

Wahre Ohrenschmeichler sind hier dieses Mal “Welcome to the Darkside”, “Silent Watcher”, “Black Eyed Child”, “Columbia” sowie “The Ages will turn”.

Fazit :

War das letzte Album schon sehr hochkarätig, hat man hier nochmal wirklich einen Zacken zugelegt und hat sich definitiv nochmal gesteigert!
Nochmal kompakter, melodischer und einfach runder ist man hier unterwegs und trifft damit vermutlich genau den Nerv der Anhängerschaft die auf den neuen Output der Band schon sehnlichst gewartet hat.
Für so eine Leistung gibt es natürlich die dementsprechende Benotung und spätestens jetzt sollte man den Namen THUNDER AND LIGHTNING auf dem Schirm haben!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Ravaging Overture
02. Welcome to the Darkside
03. Silent Watcher
04. Black Eyed Child
05. Eternally Awake
06. Columbia
07. One Blood
08. The Ages will turn
09. Hysteria
10. Mary Celeste

Julian

SAINTED SINNERS – Sainted Sinners

Band: Sainted Sinners
Album: Sainted Sinners
Spielzeit: 56:42 min
Stilrichtung: Classic Rock
Plattenfirma: El Puerto Records  
Veröffentlichung: 24.02.2017
Homepage: www.saintedsinners.com

Gemeinsam  die  “pure  Essenz  des  Rock’n’Roll”  zu  zelebrieren  und  auszudrücken,  lautete  die Zielsetzung, die fünf erfahrene Musiker Anfang 2016 zusammenbrachte, um gemeinsam die Musik zu spielen die sie so lieben. Die  Liebe  für Rock  Legenden  wie DEEP PURPLE, LED ZEPPELIN, RAINBOW, WHITESNAKE, UFO, BLACK SABBATH oder  VAN HALEN bildete somit den Grundstein des neu gegründeten Quintetts SAINTED SINNERS. 
Von  der  charismatischen  Stimme  des  amerikanischen  Sängers  David Reec (Ex-ACCEPT, Ex BONFIRE) und dem Gitarristen  Frank Pane (BONFIRE) angeführt, werden  SAINTED SINNERS  von dem Keyboarder  Ferdy Doernberg (AXEL  RUDI  PELL)  und  der  dynamischen  Rhythmussektion um die beiden ehemaligen PURPENDICULAR  Mitglieder Malte Frederik Burkert (Bass) und den ungarischen Schlagzeuger Berci Hirleman vervollständigt.
Die Namen zeugen also hier schon mal von hoher Qualität, schauen wir mal ob das bei der Musik ebenfalls so ist und widmen uns mal dem Opener „Knight of the Long Knives“. Dieser geht direkt flott mit der vollen Dröhnung aller Instrumente los! 
Es entwickelt sich ein Midtemposong der sehr gut die Brücke zwischen Classic/ Southern Rock und Metal schlägt und über einen angenehmen Chorus verfügt. David Reece‘s Stimme passt wie ich finde perfekt zur Mucke und man fragt sich warum der Mann nicht schon längst mal in solchen Gefilden unterwegs war!
Beim folgenden „Beauty in the Beast“ wird das Tempo nochmal spürbar angezogen, ansonsten ist man aber ähnlich melodisch und eingängig wie beim Opener unterwegs. Schön ist hier die Orgel die wesentlich präsenter ist als beim Vorgängersong.
Der nächste Volltreffer erwartet uns beim Quasititeltrack „We‘re all Sainted Sinners“. Schön abwechslungsreich und größtenteils im Midtempobereich gehalten groovt man sich hier durch die Nummer die auf jeden Fall direkt im Gedächtnis haften bleibt!
Nochmal eine Spur mehr Richtung Southern Rock ist man mit dem folgenden „Blue Lightning Man“ unterwegs, wenn wir uns mal die Stimme wegdenken könnte man meinen man hört hier eine Art MOLLY HATCHET Song. Ebenfalls ein absoluter Volltreffer das Stück!
Es gibt natürlich hier auch Songs die nicht direkt zünden, die Halbballade „This love that i have found“, „Maybe she‘s got Balls“ oder „ sind solche Beispiele, aber insgesamt ist man auch im weiteren Verlauf schön kompakt und im oberen Qualitätslevel unterwegs. Am Ehesten hervorstechen tun hier noch „Evangeline“ und „Shine Diamond Girl“. Abschließend ein tolles Debüt einer interessanten, neuen Band.

Anspieltipps:

Hier solltet ihr euch auf jeden Fall “Knight of the Long Knives”, “Beauty in the Beast”, “We’re all Sainted Sinners”, “Blue Lightning Man”, “Evangelin” sowie “Shine Diamond Girl” direkt reinziehen

Fazit :

Ganz klar, SAINTED SINNERS sind mit ihrer Mischung aus Southern Rock und Heavy Metal eine willkommene Abwechslung in der heutigen Zeit! Mit hervorragenden und erfahrenden Musikern ausgestattet weiß man natürlich zu jeder Zeit was man tut und insgesamt ist das Debütalbum der Band für die angesprochene Zielgruppe eine absolut lohnende Anschaffung für die es die passende Benotung und eine Kaufempfehlung gibt!
Hoffen wir mal das dieses Album keine Eintagsfliege bleiben wird und wir noch mehr von dieser tollen Band zu hören bekommen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Knight of the Long Knives
02. Beauty in the Beast
03. Maybe she‘s got Balls
04. We‘re all Sainted Sinners
05. Blue Lightning Man
06. The Love that i have found
07. Did you
08. In Need
09. Evangeline
10. Shine Diamond Girl
11. Truth is a Lie

Julian

PLACE VENDOME – Close to the Sun

Band: Place Vendome
Album: Close To The Sun
Spielzeit: 55:11 min
Stilrichtung: Melodic Rock / Melodic Metal
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 25.02.2017
Homepage: https://de-de.facebook.com/Place-Vendome-193449014009141/

Nach drei Jahren wird mit "Close To The Sun" das vierte Kapitel in der History von PLACE VENDOME aufgeschlagen. Bei dem Projekt um den ehemaligen Helloween Frontmann Michael Kiske, sind wie schon beim Vorganger "Thunder In The Distance" mit Bassist Dennis Ward (Pink Cream 69, Unisonic) Gitarrist Uwe Reitenauer (Pink Cream 69), Keyboarder Gunther Werno (Vanden Plas) und Schlagwerker Dirk Bruinenberg die üblichen Verdächtigen am Start.

War das Ende 2013 veröffentlichte "Thunder In The Distance" noch deutlich AOR lastiger, so gehen PLACE VENDOME auf Ihrem neuen Silberling doch deutlich härter zu Werke. Gleich mit dem Opener und Titelsong treten Michael Kiske und seine Jungs ordentlich das Gaspedal durch. Das folgende "Welcome To The Edge" drosselt in den Stropfen zwar etwas die Geschwindigkeit, aber nur um im Refrain wieder die Zügel anzuziehen. Klasse, dass macht echt Laune. Die Coverversion von "Hereafter", welches die italienischen Prog Metaller DGM bereits 2009 veröffentlicht haben, festigt den Eindruck das PLACE VENDOME auf "Close To The Sun" mit Ihrem Songmaterial kräftiger zupacken. Allerdings verlieren Sie dabei nie die Melodien aus den Augen.

Über allen Songs steht natürlich die immer noch bärenstarke Stimme von Michael Kiske, dem es mehr als einmal gelingt mir eine Gänsehaut zu verpassen. Da möchte ich im Besondern die beiden Balladen "Strong" und "Breathing" hervorheben, die beide mit Bombast und einem Touch Melancholie ums Eck kommen. Natürlich gibt es so wie es bei PLACE VENDOME zur Tradition gehört, auch Stücke die sich im gemäßigten melodischen Bereich bewegen, wie "Across The Times" oder auch das grandiose "Yesterday Is Gone". Zum Gelingen des Albums haben unter anderem auch ein paar prominente Gäste wie Kai Hansen (Gamma Ray, Unisonic) Mandy Meyer (Krokus, Unisonic) oder Gus G. (Ozzy Osbourne, Firewind) beigetragen, indem Sie einige Songs mit Gitarrensoli bereichert haben.

Als Fazit bleibt nur zu sagen, dass PLACE VENDOME mit "Close To The Sun" ein tolles Album veröffentlicht haben, welches von der ersten Sekunde zu begeistern weiß und was alle Hardrock Fans unbedingt antesten müssen.


WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. Close To The Sun
02. Welcome To The Edge
03. Hereafter
04. Strong
05. Across The Times
06. Riding The Ghost
07. Light Before The Dark
08. Falling Star
09. Breathing
10. Yesterday Is Gone
11. Helen
12. Distant Skies

Heiko Füchsel

 

LIONVILLE – A World of Fools

Band: Lionville  
Album: A World Of Fools
Spielzeit: 52:09 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 27.01.2017
Homepage: www.lionville.it

Dieser Tage erscheint mit "A World Of Fools" der dritte Longplayer von LIONVILLE. Auch auf diesem Album der von Gitarrist Stefano Lionetti ins Leben gerufenen Truppe gibt es wieder gutklassigen AOR und Melodic Rock zu entdecken. Aufgrund der Tatsache das sich mit Sänger Lars Säfsund und Gitarrist Robert Säll gleich zwei Musiker von Work Of Art, wie schon bei den beiden Vorgängern mit an Bord befinden, sind Gemeinsamkeiten im Klangbild natürlich nicht von der Hand zu weisen. Allerdings gibt es auch Sounds die nach Toto und Richard Marx tönen, wenn man das alles miteinander vermengt, hat man eine ziemlich genaue Vorstellung wie LIONVILLE klingen.

In allen Songs, wie zum Beispiel in dem Toto lastigen "One More Night" weht eine lässige Westcoast Brise, die das Album förmlich zum Sommer Soundtrack, während der nächsten entspannten Cabrio Fahrt, prädestiniert. Genrefans werden sich in die einschmeichelnden Melodien und feinen Chorgesänge sofort verlieben. Natürlich ist "A World Of Fools" wie viele Scheiben aus den Achtzigern, der oben bereits erwähnten Künstlern, absolut Top produziert.

Als weitere Highlights habe ich den flotten Opener "I Will Wait", das relaxt groovende "Our Good Goodbye", die wunderschöne Ballade "Heaven Is Right Here" und das einigen Toto Klassikern nahe stehende "Bring Me Back Our Love" ausgemacht.

Das einzige was eine höhere Wertung meinerseits verhindert hat, ist die Tatsache, dass mir einige Titel doch etwas zu gleichförmig daher kommen. Nichtsdestotrotz ist der neue LIONVILLE Langdreher allen AOR und Melodic Rock Freunden ans Herz zulegen, denn diese Zielgruppe dürfte hier uneingeschränkt auf Ihre Kosten kommen.
                                                                
WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. I Will Wait
02. Show Me The Love
03. Bring Me Back Our Love
04. Heaven Is Right Here
05. A World Of Fools
06. One More Night
07. All I Want
08. Living On The Edge
09. Our Good Goodbye
10. Paradise
11. Image Of Your Soul
12. Unmasking The Mystery

Heiko Füchsel

 

BOREALIS News

BOREALIS: "Fall From Grace" Re-Release erscheint am 07. April!


Die kanadischen Prog Power Metaller BOREALIS sind produktiv wie noch nie: Dem 2015er Album "Purgatory" folgte im Januar 2017 eine Neuauflage des einst nur in Eigenregie veröffentlichten "World Of Silence" – komplett neu eingespielt. Soweit wollte die Band beim anstehenden Re-Release ihres 2011er-Prachtwerkes "Fall From Grace" nicht gehen, denn nötig wäre dies auch absolut nicht, zeigt es doch bereits die eigenständige Prog Power Metal-Edelmischung, für die BOREALIS geschätzt werden. Daher wurde nur das Artwok überarbeitet und mit "The Journey (Prologue)" ein Bonustrack hinzugefügt.

WOLFPAKK News

WOLFPAKK: Das Melodic Metal-Allstar-Projekt veröffentlicht neues Album Ende April!


WOLFPAKK, das Melodic Metal-Allstar-Projekt um die beiden Leitwölfe Mark Sweeney (ex-Crystal Ball) und Michael Voss (Mad Max, Michael Schenker), bereitet sich auf den vierten Beutezug vor. "Wolves Reign" erscheint am 28. April und enthält 11 starke neue Kompositionen, die von insgesamt 26 "Gastwölfen" veredelt werden. Darunter Biff Byford (Saxon), George Lynch (Dokken), Rudy Sarzo (Ozzy Osbourne), Ronny Atkins (Pretty Maids), Rudy Sarzo (Ozzy Osbourne), Tony Harnell (TNT), Chris Holmes (W.A.S.P.), Oliver Hartmann (Avantasia), Timo Somers (Delain), Brad Gillis (Night Ranger), Pasi Rantanen (Thunderstone), Danny Vaughn (Tyketto), Michael Vescera (Yngwie Malmsteen) u.v.a..

Tracklist:
01. Falling
02. Run All Night
03. Blood Brothers
04. Wolves Reign
05. No Remorse
06. Inside The Animal Mind
07. Scream Of The Hawk
08. The 10 Commandments
09. Mother Earth
10. Tomorrowland
11. I'm Onto You

EX DEO – The Immortal Wars

Band: Ex Deo
Album: The Immortal Wars
Spielzeit: 38:23 min
Stilrichtung: Pagan Metal,  Melodic Death Metal
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 24.02.2017
Homepage: www.facebook.com/exdeo

2008 wurde es den Musikern von KATAKLYSM wohl etwas langweilig und die Jungs aus Kanada gründeten das Nebenprojekt EX DEO. Jetzt, mit dem mittlerweile 3. Studioalbum, ist das Baby endgültig erwachsen geworden. Mit der neuen Scheibe  „The Immortal Wars“ wird der Weg des Römischen Reiches und seiner Kriege weiter beschritten und der Zuhörer wird mit aller Härte mitten in das Zeitalter der Punischen Kriege katapultiert. Endlich mal ein Geschichtskurs, der Spaß macht und das macht das neue Album definitiv.
Schon  der episch wuchtige Opener „The Rise of Hannibal“, der diesem großen Feldherrn gewidmet ist, setzt sich mit seinen harten Riffs direkt im Gehörgang fest. Die martialische Härte der einzelnen Stücke wird durch Maurizio Iaconos Gesang perfekt ergänzt und mit kompositorisch fein abgestimmten epischen Elementen atmosphärisch dicht untermalt. Im Gegensatz zu einigen anderen Bands dieses Genres, die sich stellenweise zu sehr in hochtrabendem  Geseiere verlieren, bleibt der Stil durchweg brachial episch und verweichlicht nicht zu einer Popcorn Geschichtsstunde, die in der Belanglosigkeit verschwindet. Iacono schafft es mit EX DEO das Miteinander von Death Metal und orchestralen Akzenten zu perfektionieren, ohne dass es ins kitschige abdriftet oder zu überladen wirkt. Der stimmig eingesetzte martialische Bombast schafft es, die von Iacono besungenen dramatischen Momente noch dramatischer zu gestalten und sorgen für die genau passende – stellenweise düstere – Atmosphäre, die den Charme des neuen EX DEO Werkes ausmachen.

Vor allem das etwas zu kurz geratene „Suavetaurilia (Intermezzo)“ besteht fast hauptsächlich aus diesen Arrangements, gefolgt vom dramatischen „Cato Major: Carthago delenda est!“. Beide Stücke zusammen erzeugen eine derart spannende und in eine wallende Toga gehüllte Atmosphäre, die einem schlicht die Schuhe aus und römische Sandalen anzieht. Mit „The Roman“ wurde ein passender und nochmal in ganzer Härte zuschlagender Abschluss des Gesamtkunstwerks über die unsterblichen Kriege gefunden.
Mit einer knackigen Spielzeit von 40 Minuten werden die Zuhörer fast spürbar Augen- bzw. Ohrenzeuge der  Punischen Kriege und man möchte sich am liebsten eine Tunika überwerfen und mit den Legionären von EX DEO headbangend gegen Hannibal und Co. in den Krieg ziehen.
Wer also auf gut gemachten symphonischen Death Metal steht, der aus dem üblichen Einheitsbrei deutlich hervorsticht, kommt am neuesten Werk der römischen Kanadier definitiv nicht vorbei. Einzig die stellenweise etwas flach geratenen Gitarren sorgen für einen Punktabzug in dem sonst absolut überzeugenden Drittwerk der Jungs aus Kanada.


WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Rise of Hannibal
02. Hispania (Siege of Saguntum)
03. Crossing of the Alps
04. Suavetaurilia (Intermezzo)
05. Cato Major: Carthago delenda est!
06. Ad Victoriam (The Battle of Zama)
07. The Spoils of War
08. The Roman
09. The Roman (Radio Edit)

Tanja

CELLADOR – Off the Grid

Band: Cellador
Album: Off the Grid
Spielzeit: 43:06 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Scarlet Records  
Veröffentlichung: 10.03.2017
Homepage: www.cellador.com

Eine Melodic Metalband aus Amerika? Dar gibt es jetzt wirklich nicht soo viele! Daher haben die Jungs von CELLADOR schon einen kleinen Exotenstatus. Gehört hatte ich von der Band bisher noch nie, bis mir die Promo des neuen Albums „Off the Grid“ ins Haus flatterte welches der langerwartete Nachfolger des letzten Albums „Enter Deception“ darstellt.
Viel gibt es über die Band noch nicht zu berichten, sie werden als das große Ding der Power Melodic Metalszene gehypte und haben wohl schon ordentlich Liveerfahrung mit so Größen wie TRIVIUM, HELLOWEEN, SONATA ARCTICA, QUEENSRYCHE oder GAMMA RAY gesammelt.
Mal schauen, ob der Hype berechtigt ist. Als Opener tönt uns „Sole Survivors“ entgegen indem die Jungs schon mal ordentlich Gas geben. Die Bezeichnung Melodic Metal würde ich hier auf jeden Fall vollauf stehen lassen. Gesang im angenehmen Bereich, ordentliche Melodien und ein toller Chorus. Ein absolut gelungener Opener!
Flott geht es auch beim anschließenden „Break Heresy“ zu allerdings ohne die notwendige Eingängigkeit so das der Song recht schnell in Vergessenheit gerät. Ähnlich ergeht es dann leider auch dem folgenden „Shadowfold“.
Von Kaliber des tollen, melodischen Openers ist dann wieder „Wake Up the Tyrant“ und auch der Titeltrack „Off the Grid“ fällt in diese Kategorie.
Danach gibt es erstmal ein paar eher durchschnittlichere Songs zu verkraften, zwischendurch gibt es mit „Good Enough“ nochmal eine kleine Perle zu entdecken, bevor dann mit dem abschließenden „Running Riot“ die pfeilschnelle US Melodic Metalfahrt sein Ende findet.

Anspieltipps:

Hier kann ich euch auf jeden Fall “Sole Survivors”, “Wake up the Tyrant”, “Off the Grid” sowie “Good Enough” definitiv ans Herz legen.

Fazit :

Ja die US Boys von CELLADOR haben auf ihrem neuen Album einige starke Tracks an Bord, aber insgesamt ist das Material doch eher im solide Mittelfeld angesiedelt und auch die immer gleich bleibende Methodik bzw. rasende Geschwindigkeit der Songs geht einen irgendwann doch etwas auf die Nerven!
Hier wäre etwas Abwechslung auf jeden Fall gut gewesen, so bleibt es abschließend bei einer guten, soliden Leistung und Benotung. Nicht mehr aber auch nicht weniger!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Sole Survivors
02. Break Heresy
03. Shadowfold
04. Wake Up the Tyrant
05. Off the Grid
06. Swallow your Pride
07. Shimmering Status
08. Good Enough
09. This Means War
10. Running Riot

Julian

STEEL MESSIAH – Of Laser and Lightning

Band: Steel Messiah
Album: Of Laser and Lightning
Spielzeit: 23:46 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion  
Veröffentlichung: Oktober 2015
Homepage: www.facebook.com/SteelMessiahofficial

Ein waschechter Oldschool Schwermetall Newcomer aus der wunderschönen deutschen Stadt Ulm hat sich dieser Tage noch auf unseren Rezitisch verirrt! Die Rede ist von den Jungs von STEEL MESSIAH die bereits im letzten Jahr ihre Debüt EP „Of Laser and Lightning“ veröffentlicht haben.
Viel gibt es über die Jungs noch nicht zu berichten, lassen wir daher lieber ihre Musik sprechen, die schon einiges an Staub in der Underground Szene aufgewirbelt hat. 
Mit „Struck by Lightning“ beginnt die EP. Hier haben wir eine epische Nummer die öfters durch Tempowechsel auffällt, die etwas über 2 Minuten ein reines Instrumental ist bevor hier der Gesang einsetzt der ebenfalls schön variabel gehalten ist und mal hoch mal in normaler Lage gehalten ist. An sich und insgesamt ein guter Opener der zeigt das die Band beileibe keine Anfänger mehr sind!
Aus einem ganz anderen Kaliber ist der nächste Song „Dr. Steel“ geschnitzt. Schön eingängig und Oldschool so dass es eine wahre Freude für die Anhängerschaft sein sollte! Die absolut nach Tru Metal klingenden Lyrics tun hierzu ihr übriges!
„Bringer of Pain“ im Anschluss versprüht ordentlich JUDAS PRIEST Feeling und kann ebenfalls direkt auf Anhieb begeistern, zumindestens den Oldschool Fan.
Bei den letzten beiden Tracks „Fast n Sharp“ und „Motorcycle Maniac“ will der Funke aber nicht komplett überspringen wie bei den Nummern zuvor, das ist aber nicht so schlimm zeigen die Jungs doch zuvor welches Potential sie drauf haben und das man sich auf das erste Fullenght Scheibchen von ihnen definitiv freuen kann!

Anspieltipps:

Bei einer EP natürlich schwierig, aber ich würde hier ganz klar „Struck by Lightning“ und „Dr. Steel“ nennen.

Fazit :

Als erstes Lebenszeichen ist diese EP vom STEEL MESSIAH auf jeden Fall bestens geeignet und noch dazu recht gut gelungen! Fans von Oldschool Heavy Metal werden hier vermutlich vor Freude die Luftgitarre rausholen.
Die Leistung ist im solide bis starken Bereich anzusiedeln auf der die Band auf jeden Fall aufbauen kann!
STEEL MESSIAH diesen Namen sollte man sich für die Zukunft definitiv merken!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Struck by Lightning
02. Dr. Steel
03. Bringer of Pain
04. Fast n Sharp
05. Motorcycle Maniac

Julian