TAKEN – Taken

Band: Taken
Album: Taken
Spielzeit: 65:57 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 18.10.2016
Homepage: www.takenmetal.com

Die Rezi zum Debütalbum der Jungs von TAKEN ist einem Streifzug durch die Weiten des Inets von mir geschuldet. Ich wurde auf die Band aufmerksam und schwupps gab es den Kontakt und mit ihm dann die Promo des selbst betitelten Debütalbums.
Die Band entstand aus der Asche der Band DREAM WALKER und gründete sich Ende 2012. Seit Ende 2014 war das Debüt in der Produktion von daher können wir auf jeden Fall von einem langen Reifeprozess reden. Stilistisch bietet die Band stark Keyboard geprägten Melodic Metal der am Ehesten mit HELLOWEEN verglichen werden kann, inklusive dem sehr gewöhnungsbedürftigen hohen Gesang.
Als Opener wird „Tales of Glory“ aufgefahren und wie schon angesprochen wird sich hier jeder Fan von schnellem Keyboard gestützten Melodic Metal direkt zu Hause fühlen! Der Gesang ist zwar sehr gewöhnungsbedürftig weil sehr hoch, passt damit aber natürlich wie die Faust aufs Auge zum Stil!
Ohne Rücksicht auf Verluste ballern uns die Jungs dann mit „Modern Messiah“ und „Wormy Brains“ direkt die nächsten Genreohrbomben auf die Ohren. Alles zwar nicht sehr innovativ, aber gut gemacht ist es auf jeden Fall!
Das erste Mal etwas Geschwindigkeit zurückgenommen wird bei „On the Road Again“, bevor es dann beim überlangen „Afterlife“ richtig ruhig wird und uns eine tolle Halbballade erwartet.
Am Besten tönen die Jungs aber definitiv wenn sie sich schnell und melodisch wie bei den ersten Tracks bewegen und in diese Kerbe schlagen dann wieder zu 100 % „Forgotten Realms“ und „Under the Skies of Asia“.
Im letzten Teil der Scheibe lässt man dann aber doch etwas nach und verliert qualitativ an Boden. „The Last Deadly Deeds“ kommt nicht wirklich in die Gänge „The Seven Seas“ ist nur ein Zwischenstück und auch „Distant Shores“ kann nicht komplett überzeugen! Einzig der überlange und abwechslungsreiche Abschlusssong „The Slaughter of the Last Cursed kann hier begeistern. Hier muss man also abschließend definitiv Federn lassen.

Anspieltipps:

Hier könnten euch am Ehesten “Tales of Glory”, “Modern Messiah”, “Wormy Brains” sowie “The Slaughter of the Last Cursed” begeistern.

Fazit :

Die erste Hälfte des Debütalbums ist eine richtig starke Packung für alle Fans von Keyboard unterstützten Melodic Metal der Marke HELLOWEEN. Danach geht den Jungs aber leider doch ziemlich die Puste aus und man merkt einfach das man vom Songwriting her doch noch etwas zulegen muss!
Wo man aber absolut nicht meckern kann ist die Produktion, die ist für eine Eigenproduktion wirklich sehr gut gelungen.
Ich denke eine solide Leistung inklusive Benotung können wir aber trotzdem abschließend vergeben!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Tales of Glory
02. Modern Messiah
03. Wormy Brains
04. On the Road Again
05. Afterlife
06. Forgotten Realms
07. Under the Skies of Asia
08. The Last Deadly Deeds
09. The Seven Seas
10. Distant Shores
11. The Slaughter of the Last Cursed

Julian

SIRENIA – Dim Days of Dolor

Band: Sirenia
Album: Dim Days of Dolor
Spielzeit: 50:40 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Napalm Records  
Veröffentlichung: 11.11.2016
Homepage: www.sirenia.no

Mastermind Morten Veland und seine Band SIRENIA warten mit einem neuem melancholischen Album auf! Der Nachfolger vom 2015er Werk „The Seventh Lifepath“ heißt „Dim Days of Dolor“ und leider gibt es schon wieder eine neue Sängerin zu vermelden. Denn die Spanierin Ailyn musste die Band wohl aufgrund privater Probleme verlassen und nun hat man mit Emmanuelle Zoldan eine neue Dame hinter dem Mikro, die aber gar nicht so neu ist! Denn die Gute war bislang für viele Backing Vocals verantwortlich und dürfte keine große Anlaufprobleme haben.
Schauen wir nun mal wie sich der neue Gesang auf die Mucke der Band auswirkt und lauschen direkt mal den Klängen des Openers „Goddess of the Sea“. Unverkennbar SIRENIA tönt uns hier direkt entgegen, der Gesang von Emmanuelle ist kraftvoll und zart zugleich und sie bewegt sich wie auch schon ihre Vorgängerin im Opernbereich. Der Song ans sich ist ein ordentlicher Opener der direkt Lust auf mehr macht!
Und dieser Hunger auf mehr wird direkt mit dem genialen Titeltrack „Dim Days of Dolor“ und dem ebenfalls sehr eingängigen „Treasure n Treason“ gestillt! Das dazwischen liegende „The 12th Hour“ kann aber irgendwie nicht komplett überzeugen, zu viel Death Metaleinflüsse für meinen Geschmack.
Sehr interessant und mit Sci Fi Cinematic Einflüssen beginnt „Cloud Nine“ welches dann mit knochentrockenen und kraftvollen Riffs definitiv den Staub aus euren Boxen ballern wird! Dazu kommt noch ein ohrenfreundlicher Refrain der schnell kleben bleibt.
Bei „Veil of Winter“ gibt es dann männlichen Gesang zu hören der sich wunderbar mit dem weiblichen Gesang von Emmanuelle abwechselt und ergänzt.
Die nächsten beiden Nummern „Ashes to Ashes“ und „Elusive Sun“ fischen dann aber leider in zu gewöhnlichen Standardfahrwasser um richtig zu überzeugen, ganz im Gegensatz dazu steht „Playing with Fire“ welches sofort zündet und auch auf unsere Hitliste gehört! Mit der ruhigen Ballade „Aeon‘s Embrace“ wird dann ein SIRENIA Album beschlossen welches mit Sicherheit neue wie alte Fans begeistern wird.

Anspieltipps:

Am Besten tönen hier definitiv “Goddess of the Sea”, “Dim Days of Dolor”, “Treasure n Treason”, “Cloud Nine” und “Playing with Fire“.

Fazit :

Ganz klar der Sängerinwechsel hat SIRENIA absolut nicht geschadet! Wie immer wird hier melancholische Symphonic Metalkost geboten die jedem bisherigen Fan auf jeden Fall munden sollte.
Insgesamt haben wir ein rundherum gelungenes neues Album welches auf jeden Fall den Kauf der Genrefreunde wert ist und absolut zu empfehlen ist!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Goddess of the Sea
02. Dim Days of Dolor
03. The 12th Hour
04. Treasure n Treason
05. Cloud Nine
06. Veil of Winter
07. Ashes to Ashes
08. Elusive Sun
09. Playing with Fire
10. Aeon‘s Embrace

Julian

HAMMER KING Interview

Nach dem tollen Debütalbum „Kingdom of the Hammer King“ der Jungs von HAMMER KING welches von der Presse und den Fans tierisch abgefeiert wurde kommt nun schon der zweite Silberling mit dem klangvollen Namen „King is Rising“ um die Ecke. Ich sprach mit Gitarrist und Sänger Titan Fox (Patrick Fuchs) um mehr über die zurückliegenden Jahre und die neuste Veröffentlichung zu erfahren.

J.P: Hallo Titan, vielen Dank das du mir Frage und Antwort stehst zu der Veröffentlichung eures neuen Albums! Lass uns doch mal kurz zurückblicken auf eure ersten Jahre bzw. auf das Debütalbum. Wie ist es für euch gelaufen, wie zufrieden seid ihr mit dem ersten Album rückblickend?
 
T.F.: Hi Julian, schön mit Dir zu sprechen! Es ist eine schlimme Angewohnheit, dass alle Musiker immer behaupten, wie großartig alles läuft. Aber ich habe keine Möglichkeit, etwas anderes zu sagen, denn der Hammer King zwingt mich dazu. Nach vielen Jahren in einigen Bands ist es eine super Erfahrung, einfach die Musik zu spielen, die eben ganz natürlich zu uns und mir passt. Und dann waren eben die Reaktionen auch sehr stark – und durch die polarisierende Ausrichtung eben niemals beiläufig. Das hat sehr geholfen, die Band zu starten. Und nun, mit "King Is Rising" wird scheinbar bemerkt, dass wir sehr ernsthafte Musik machen. Wir sind sehr zufrieden, die Konzerte mehren sich, wir waren nun auch bereits ein paarmal im Ausland, was absolut großartige Shows waren!


J.P: Personell ist die Band ja glaube ich unverändert geblieben oder? Wie bist du eigentlich an deine Mitmusiker gekommen? Ich denke gerade ein K.K Basement ist ja nicht gerade um die Ecke und ich hätte auch eher damit gerechnet das du vielleicht ein paar alte Mitglieder von ROSS THE BOSS am Start hast?

T.F.: Das Line-Up ist unverändert, genau. Glücklicherweise ist das so, denn die Routine und Erfahrung hat uns auf der Bühne, aber auch im Studio besser gemacht. "King Is Rising" sagt man häufig nach, sie sei besser als "Kingdom Of The Hammer King", was immer dem Feeling zugeschrieben wird. Ich kann das nachempfinden, denn die "Rising" klingt losgelöster und zugleich selbstbewusster. Ich gebe auch gerne zu Protokoll, dass bisher kein Album meiner Beteiligung so gut vorbereitet war. Das Demo war sehr detailiert und jeder wusste eben genau, was im Studio zu tun ist. Von zwei, drei Gesangsparts oder Solopassage abgesehen gab es daher auch keinerlei nachträgliche Änderung nach den initialen Sessions. K.K. Basement kommt zwar sprichwörtlich "from out of nowhere", lebt aber eben tatsächlich hier in der Region. Dass es keine ROSS THE BOSS Musiker in HAMMER KING gibt ist natürlich verwunderlich, hat sich aber tatsächlich ganz einfach so ergeben. Und die Legende besagt ja, dass der König die Musiker selbst gewählt hat – da kann ich also gar nichts machen.


J.P: Apropos ROSS THE BOSS, kurze Zwischenfrage dazu, die Band existiert glaube ich nicht mehr oder? Ross ist mit DEATH DEALER glaube ich tierisch unterwegs und du hast jetzt mit HAMMER KING eine neue Band, oder gibt es noch Hoffnung für die ROSS THE BOSS Fans das es auch dort wieder neues Material gibt?

T.F.: Doch, die ROSS THE BOSS Band existiert wieder, allerdings mit komplett anderen Musikern aus den USA. Sie waren beim Keep It True aufgetreten und habe bisher ausschließlich Manowar-Coversets gespielt. Das macht auf eine Art auch Sinn, denn der Sänger ist super und klingt brachial nach Eric Adams, hat mit Ross' ursprünglicher Intention, sich von den Manowar-Songs zu lösen, wenig zu tun. HAMMER KING haben gerade das Angebot erhalten, für ROSS THE BOSS zu openen – was ich mir natürlich nicht entgehen lassen mag!


J.P: So, jetzt blicken wir aber mal auf euer neues Album „King is Rising“. Der Albumtitel lässt auf ein Konzept oder eine Geschichte dahinter vermuten. Was hat es mit dem Titel auf sich und von was handeln die Stücke? Ist es eine Fortführung der Geschichte vom Debütalbum?

T.F.: Das Debüt "Kingdom Of The Hammer King" stellte den Hammer King in der Trilogie "The King With The Sword And The King" zuerst einmal vor. "King Is Rising" ist vom Cover bis zu den Songs deutlich düsterer und behandelt die Kriegsgeschichten des Königs. Es schlägt somit auch einen gewissen Bogen von historischen Schlachten zu aktuelleren politischen Spannungen. Natürlich ist es somit trotzdem eine Art Fortsetzung des Debütalbums.
Zeichner Timo Wuerz hat den Königskriegern auf dem Cover die Uniformen gegeben, die wir auch live tragen.


J.P: Von wann bis wann ist denn das Album genau entstanden? War es eine Gemeinschaftsarbeit im Studio oder haben auch einige Mitglieder ihre Parts im stillen Kämmerlein eingesungen?

T.F.: Wir haben die "Kingdom" seinerzeit im Studio Greywolf aufgenommen und die Chemie mit Charles Grewolf war einfach unschlagbar. Zum ersten Mal hatte ich eine Atmosphäre, die total locker und gleichzeitig motivierend war. Auch menschlich knallt das mit Charles unglaublich, daher war es uns absolut wichtig, "King Is Rising" auch dort aufzunehmen. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich von Platten, die jeder in seiner Kammer aufnimmt, nicht überzeugt bin. Die erste ROSS THE BOSS war aus zwei Studios und die war sehr gut. Die zweite hingegen wurde an vier Orten aufgenommen und so klingt sie auch. Führerlos. Diesen Fehler gibt es bei HAMMER KING nicht, wie diskutieren im Proberaum, ich überwache das Demo und wir diskutieren zur Not noch einmal. Im Studio weiß dann jeder exakt, was zu tun ist und Charles ist dann der Mann, der die Performance bestmöglich und den Kaffee in Mengen macht. Davon bin ich überzeugt und wir werden die dritte HAMMER KING definitiv wieder im Studio Greywolf aufnehmen.


J.P: Gehen wir mal auf ein paar Songs von „King is Rising“ ein. Für mich sind „King is Rising“, „Last Hellriders”, „For God and the King“ „Kill the Messenger“ und “The Hammer is the King” die hervorstechenden Songs. Das gesamte Album ist euch aber hervorragend gelungen! Hast du eigentlich auch irgendwelche Favoriten auf dem Album?

T.F.: Vielen Dank für die Blumen! Ich finde es faszinierend, dass scheinbar jeder andere Favoriten hat. Meine wechseln nach wie vor ein wenig, "For God And The King" und "Kill The Messenger" sind aber definitiv darunter. "Battle Gorse" und "Eternal Tower Of Woe" auch. Letztendlich fahre ich auch sehr auf "Viva 'La King" ab, es hat einen sehr plumpen, aber höchsteffektiven Drive! Der Test Of Time wird auf der Bühne erfolgen, da zeigen Lieder ja ihre wahre Stärke – wir brauchen allerdings langam eine recht lange Show, um alles zu spielen, was sich anbietet.


J.P: Vergleich doch mal bitte das neue Album mit eurem Debüt. Was glaubst du ist anders, bzw. was wolltet ihr verbessern? Ich finde ja das neue Album klingt irgendwie etwas runder und kompakter.

T.F.: Das fällt mir extrem schwer! "King Is Rising" bekommt durch die Bank bessere Bewertungen, als "Kingdom Of The Hammer King". Wir hören oft, dass das Album "reifer und stärker" klingt – ich bin ganz ehrlich nach wie vor zu nah an der Musik und zu nah an den Alben, um das beurteilen zu können. Ich denke, dass "King Is Rising" einfach losgelöster und dadurch emotionaler wirkt. Wir hatten keinen Plan, etwas gezielt zu verbessern, sondern wollten einfach wieder ein bestmögliches und starkes Metal Album aufnehmen. Der einzige Vorsatz war, mindestens zwei schnellere Songs aufzunehmen, da "We Are The Hammer" vom Debüt live immer voll eingeschlagen ist und damals der einzige Speedtrack war.
Die gundsätzliche Marschrichtung bleibt aber für die Zukunft bestehen: Keine Keyboards, keine Samples, keine falschen Chöre.


J.P: Ihr seid ja in einem stilistischen Fahrwasser unterwegs den viele nur belächeln. True Metal mit den üblichen Klischees hat ja mit MANOWAR berühmte Urväter und ich denke mal euch ist es vollkommen wurscht was andere über eure Songs und deren Texte denken oder?

T.F.: Im Großen und Ganzen: JA. Es ist aber in der Tat überraschend, wie stark doch gehasst oder geliebt wird – und wie wenig es dazwischen zu geben scheint. Wir bekommen zeitgleich in einem Magazin eine hervorgehobene Review und im anderen sind wir am Ende der Richterskala. Aber wer will schon im Mittelfeld unbeachtet untergehen? Live hatten wir hingegen nie Probleme, selbst vor dem Deutschrock-Publikum schlug die Musik gut ein. Und ja, wenn wir spielen, an neuen Songs arbeiten oder aufnehmen, dann ist es tatsächlich scheißegal, was jemand denken könnte. Songs wie "For God And The King" strotzen eben nur so vor Leidenschaft und sind absolut Metal, sonst zählt nichts.


J.P: Direkt nach der Veröffentlichung des Albums seit ihr ja auf eine lokale Tour gegangen. Ich wollte auch nach Kaiserslautern kommen, da ich nicht so weit weg wohne, daher auch als Daheimgebliebener die Nachfrage, wie war denn die Tour so für euch? Heutzutage gehen ja viele Bands gar nicht mehr in kleinere Clubs weil es sich für die nicht mehr lohnt, wie siehst du das?

T.F.: Es gab auf der ganzen Tour nur einen Gig, den ich nicht wirklich passend fand, wo der war, sag ich natürlich fairerweise nicht. Aber wenn denn trotz massiger Korrespondenz jegliche Equipment-Belange ignoriert werden, dann macht das eine gute Show sehr schwer. Es gab viele tolle Shows, gleich das erste Open-Air im Regen war sensationell, haben tolle Clubshows gespielt, eine Argentinische Folk-Metalband supportet, bei der ein ehemaliger Ross The Boss Live-Drummer spielt, haben ein ausgewiesenes Deutschrock-Festival bezwungen und letztlich wurden wir auf der finalen Show in Österreich wahrlich königlich gefeiert, wie wir es nicht erwartet hätten. Und vor allem konnten wir viel wachsen und Erfahrungen machen.


J.P: AC/DC scheinen kurz vorm Karriereende zu stehen, von MANOWAR gibt es seit Jahren die gleiche VÖ Ankündigungen und x Live Scheiben, GUNS N ROSES sind wieder da und Facebook scheint den Bach runterzugehen. Was meinst du was hält die Zukunft so für euch bzw. uns so parat?

T.F.: Bei AC/DC kann man nur hoffen, dass sie nichts mehr machen. Wer will denn nach all den Jahren mit quasi stabiler Besetzung nun eine komplett andere Band sehen? Egal wie gut das ist oder wird, das ist einfach bedauerlich im Hinblick auf die ganze Bandgeschichte.
Manowar hingegen haben für mich mehrere Stufen: Die ersten vier Alben sind Göttergaben, die ersten sechs insgesamt sehr stark, Triumph Of Steel war trotzdem gut, Louder Than Hell war ok, ab Warriors Of The World wurde es im selben Muster immer eine Stufe bizarrer und schwächer. Man sollte eine Tour mit Ross machen und dann für immer verschwinden – leider sieht es konsequent nach dem Gegenteil davon aus.
Die Zukunft kann niemand vorhersagen – nicht einmal Doc Emmet Brown. Ich mache mir allerdings keine Sorgen und bleibe vehement in der Spur. Nach dem Album ist vor dem Album, wir werden Anfang 2017 jedenfalls die neuen Songs des Kings sichten und läuten dann euphorisch die nächste Runde ein!


J.P: Wo bist du denn aktuell noch aktiv bzw. was hast du noch für musikalische Eisen im Feuer? Oder konzentrierst du dich aktuell nur auf HAMMER KING?

T.F.: Die Legende besagt, dass der Hammer King ein eifersüchtiger Herrscher ist, der keine anderen Herrscher neben sich duldet. Eine Ausnahme macht er allerdings doch, er lässt mich mit sehr guten Freunden bei LORD VIGO spielen. Diese Epic-Doom-Band war eine vollkommen ungeplante Sache und läuft ebenfalls sehr gut an, wobei ich dort neben der reinen musikalischen Arbeit absolut nichts mache. Eine Fulltime-Band ist genug – und wenn es dann doch plötzlich zwei sind, dann muss ich eben wirtschaftlich sein.


J.P: Vielen Dank Patrick/Titan für deine Zeit und die interessanten Antworten im Zuge dieses Interview! Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft, die letzten Worte gehören natürlich dir.

T.F.: Ich danke Dir, Julian. Melde Dich, wenn Du zu einer Show kommen magst, dann trinken wir ein King's Brew zusammen. Danke für die Unterstützung und das sehr fundierte Interview! God bless the King, may the King bless you!


Julian

ETERNAL IDOL – The Unrevealed Secret

Band: Eternal Idol
Album: The Unrevealed Secret
Spielzeit: 60:28 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma:  Frontiers Records
Veröffentlichung: 02.12.2016
Homepage: www.facebook.com/eternalidolband/

Ein neues Projekt aus dem Hause Frontiers Records ist immer mit einem gewissen Makel behaftet da viele dieser Projekte nur für ein Album zusammengeholt werden und meistens dann wieder in der Versenkung verschwinden!
ETERNAL IDOL lassen da aber schon etwas aufhorchen, denn zum Einen haben wir es hier mit einer Band zu tun die eher dem Melodic/Symphonic Genre zuzuordnen ist, was für Frontiers schon etwas besonderes ist, zum anderen sind die beiden Hauptbeteiligten Ex RHAPSODY OF FIRE Sangesbarde Fabio Lione und die aufstrebende, italienische Sängerin Giorgia Colleluori. Dazu gibt es noch ein paar Mitglieder der Band HOLLOW HAZE.
Das Debütalbum „The Unrevealed Secret“, welches mir nun als Promo vorliegt, ist konzeptionell nur der erste Teil ein kleiner Reihe, wir können uns also auf weitere Alben aus dem Hause ETERNAL IDOL freuen.
Jetzt werfen wir aber erstmal einen Blick auf den Opener „Evil Tears“ des aktuellen Albums. Hier geht es gleich schwungvoll zur Sache und die Stimme von Sängerin Giorgia ertönt als erstes. Sie ist Gott Sei Dank sehr weit entfernt von jeder Opernarie sondern besitzt eine kraftvolle Rockröhre! Sänger Fabio kommt dann dazu und es entwickelt sich ein flotter Midtemposong der mit seinem Ohrwurmchorus direkt überzeugen kann. Erster Pluspunkt!
Und auch „Another Night Comes“, wo Fabio wesentlich mehr Gesangsanteile hat, kann ohne Umschweif direkt punkten. Hier ist man zwar etwas epischer als beim Opener unterwegs, qualitativ tut das definitiv aber keinen Abbruch!
Bevor es langweilig wird gibt es gleich weitere Bomben auf die Ohren, denn auch „Awake in Orion“, „Is the Answer Far From God?“ und „Sad Words Unveiled“ können ohne Probleme direkt punkten.
Einzig das sich dazwischen befindliche „Blinded“ kommt nicht so recht in die Gänge.
Der nächste Mördertrack erwartet uns dann mit „Halls of Sins“ hier ist die Anfangsmagie der Scheibe wieder komplett da und man kann wieder so richtig schön mitgehen.
Desweiteren können im letzten Teil der Scheibe noch „Feels Like i‘m Dying“ und „Stormy Days“ überzeugen, verschwiegen werden darf aber auch nicht das sich hier einige gute aber nicht an die Qualität der ersten Tracks anknüpfenden Songs eingeschlichen haben. Aber insgesamt müssen wir abschließend festhalten, das, nach dem verklingen des letzten Tons vom ebenfalls guten Abschlusstrack „Beyond“ wir es hier mit einem tollen Debütalbum zu tun haben welches Anhänger des Genre definitiv überzeugen sollte!

Anspieltipps:

Hier sollten euch “Evil Tears”, “Another Night Comes”, “Awake in Orion”, “Stormy Days“ sowie „Beyond“ direkt überzeugen.

Fazit :

Ja Mensch verdammt jetzt habe ich ja quasi mein Fazit schon im letzten Rezisatz gegeben! Aber ich wäre nicht ich, wenn ich hier nicht noch ein paar Zusatzworte finden würde : )
Hervorzuheben bei diesem tolle Album ist nämlich vor allem noch die Gesangsleistung der bislang unbekannten Giorgia die nun mit Sicherheit auf einigen Musikradaren aufgetaucht sein dürfte! Das Fabio ein ausgezeichneter Sänger ist weiß man ja eh schon.
Wäre die Qualität der Songs durchgehend so hoch wie zu Beginn der Scheibe wären wir hier ohne Probleme in den Toppunktebereich gekommen, so bleibt es aber immer noch bei einer glasklaren Empfehlung für die Zielgruppe!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Evil Tears
02. Another Night Comes
03. Awake in Orion
04. Is the Answer far from God?
05. Blinded
06. Sad Words Unveiled
07. Desidia
08. Hall of Sins
09. Feels Like I‘m Dying
10. A Song n the Wind
11. Stormy Days
12. Beyond

Julian

VANISHING POINT News

VANISHING POINT veröffentlichen Neuauflage von "Tangled In Dream" als 2-CD Special Edition!

"Tangled In Dream", das im Jahr 2000 veröffentlichte Album der australischen Melodic/Progressive Metal-Band VANISHING POINT, erscheint am 27. Januar 2017. Nachdem das Original-Album seit Jahren weder in CD-Form noch digital erhältlich war, bietet sich nun für viele Fans die Möglichkeit, eine Lücke in ihrer Sammlung zu schließen.

CD 1 enthält das reguläre Album, auf Disc 2 finden sich 10 Bonustracks, von denen 9 erstmals in CD-Format erhältlich sind.

Gitarist Chris Porcianko:
"This album has a special place in the hearts of many Vanishing Point fans, we didn’t know until the last few years the impact it made on old and new VP fans so with the good folk at AFM we decided to get this old chestnut out again. It wasn't available regularly for years, so we are very happy to not only re-release it, but also to add a bonus CD with 10 rare and unreleased tracks. Among these is "Samsara II", a brand new recording, which is a remake of "Samsara", with an updated arrangement and a more symphonic kind of touch to it which is reflective on how VP sounds these days . The re-issue of "Tangled In Dream" only marks the beginning of an exciting year 2017 for Vanishing Point, as we have completed the writing for our upcoming new studio album which will see the light of day in the second half of 2017. We are really looking forward to getting the new music out to you all in 2017 , more motivated than ever, excited to have "Tangled In Dream" re-released and we hope that this finally paves a way for some potential touring opportunities in the near future.”

CD I:
01. Surreal
02. Samsara
03. Closer Apart
04. Bring On The Rain
05. Never Walk Away
06. The Real You
07. Two Minds And One Soul
08. I Will Awake
09. Dancing With The Devil
10. Father (7 Years)
11. Tangled In Dream

CD II:
01. Samsara II
(newly recorded 2016 Version)
02. Separate Ways
(Journey Cover)
03. On The Turning Away
(Pink Floyd Cover)
04. The Endless Road
(Japan Bonus “Distant Is The Sun”)
05. Veil Of Deceit
(Japan Bonus “The Fourth Season”)
Live and Unplugged on PBS FM (2003):
06. The Real You
07. Dancing With The Devil
08. Inner Peace
09. Hollow
10. Vanishing Point

CRYSTAL VIPER News

CRYSTAL VIPER: Videoclip zur neuen Single "The Witch Is Back" online!

Die polnische Heavy Metal-Band CRYSTAL VIPER hat soeben mit "The Witch Is Back" den ersten Vorboten zum kommenden Album "Queen Of The Witches" (erscheint am 17.02.) losgelassen.
Das Video zum Song wurde von Grupa13 Production House (KREATOR, BEHEMOTH and AMON AMARTH) erstellt.

Nach fast vier Jahren Abwesenheit markiert "Queen Of The Witches" die Rückkehr der Truppe um Frontfrau Marta Gabriel. Produziert wurde es von Bart Gabriel (Cirith Ungol, Mythra, Sacred Steel), als Mixing-Engineer war erneut Mariusz Pietka (Jack Starr's Burning, Lonewolf, Mortician) tätig. Das "Queen Of The Witches" Coverartwork stammt vom legendären Andreas Marschall (Running Wild, Blind Guardian, Orden Ogan). Drei Gastauftritte haben CRYSTAL VIPER diesmal in petto: MANOWAR-Gründer Ross The Boss und Jeff Dunn (Mantas) von VENOM / VENOM INC. lasen die Saiten bei zwei der Songs glühen, als Duettpartner von Marta gibt sich zudem Steve Bettney (Sänger der NWoBHM-Kultband Saracen) die Ehre.
"Queen Of The Witches" erscheint als CD und Vinyl LP (Erstpressung: 500 Einheiten auf weißem vinyl). Beide Versionen beeinhalten verschiedene Bonustracks.

SACRED GATE – Countdown to Armageddon

Band: Sacred Gate
Album: Countdown to Armageddon
Spielzeit: 59:22 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Metal On Metal Records  
Veröffentlichung: 18.11.2016
Homepage: www.sacredgate.net

Die deutschen Heavy Metaller von SACRED GATE sind vielleicht nicht jedermann ein Begriff, leider kann man da sagen, denn bislang waren die bisherigen Outputs der Band wahre Undergroundperlen des Genre. Speziell die letzten beiden Alben „When Eternity Ends“ und „Tides of War“ machten nicht nur mir sehr viel Freude!
Umso überraschter und erschrocken war ich als die Band im April diesen Jahres ihre Auflösung bekannt gab, vor allem weil vorab zu hören war das man an einem neuen Album mit dem Titel „Countdown to Armageddon“ arbeitete. Gut die Auflösung war beschlossene Sache, aber das neue Album erblickte Gott Sei Dank doch noch das Licht der Welt und liegt mir nun vor! Neu auf dem Album zu hören ist der neue Sänger Ron Slaets. Das neue Album erscheint, wie auch schon die letzten Alben, beim Undergroundlabel Metal On Metal Records welches sich schon immer für eine gute Arbeit ausgezeichnet hat.
Horchen wir nun also man in den Abgesang dieser tollen Band rein, als Opener erwartet uns hier das Intro „The End Begins“ bevor es dann bei „Angel of Darkness“ das erste Mal so richtig in die Vollen geht. Der neue Sänger Ron ist etwas höher unterwegs wie sein Vorgänger was nicht jedem zusagen könnte, muss man sich definitiv erstmal dran gewöhnen. Der Song an sich kommt irgendwie nicht so richtig in Fahrt, kaum Melodic, nichts wirklich einprägsames, nein also da habe ich wirklich schon besseres von SACRED GATE gehört!
Das was man beim Vorgänger falsch gemacht hat, macht man nun bei „Legions of the North“ goldrichtig. Hier passt die Mischung aus Härte und Melodic wieder wie die Faust aufs Auge und so und nicht anders möchte ich die Jungs hören.
Und nun scheint man langsam in Fahrt zu kommen, denn auch die anschließenden „The Flames of War“, „Hell Riders“ und „Under the Normandy Sky machen definitiv absolut Laune und begeistern auf Anhieb. Na bitte es geht doch Jungs!
Der, dem Mittelteil abschließende Bandtrack „Sacred Gate“ ist dann die nächste metallische Ohrbombe die die Jungs auf uns abfeuern.
Der letzte Abschnitt der Scheibe wird dann ganz klar von „Mankind‘s Fall“ und dem Titeltrack „Countdown to Armageddon“ dominiert. Die anderen beiden Songs gehen dazu im Vergleich dann leider etwas unter.

Anspieltipps:

Hier solltet ihr euch auf jeden Fall “Legions of the North”, “The Flames of War”, “Hell Riders”, “Under the Normady Sky” sowie “Sacred Gate” genauer zu Gemüte führen.

Fazit :

Das neue SACRED GATE Album ist beileibe kein schlechtes geworden! Allerdings kann es sich mit dem Vorgänger nicht komplett messen. Dafür ist dann doch der ein oder andere zu gewöhnliche Song zu viel auf dem Album. Aber die Anspieltipps und vor allem der bärenstarke Mittelteil beweisen das es schade ist das die Jungs die Band zu Grabe getragen haben!
Daher heißt es nun schnell sein und für alle neugierig gewordenen, im tollen Labelshop findet man alle bisherigen dort erschienen Alben, natürlich auch das Neue, als Bundle zu kaufen und glaubt mir das lohnt sich definitiv!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The End Begins
02. Angel of Darkness
03. Legions of the North
04. The Flames of War
05. Hell Riders
06. Under the Normandy Sky
07. Sacred Gate
08. Mankind‘s Fall
09. The Oath of the Damned
10. Countdown to Armageddon
11. Made of Iron

Julian

METAL LAW – Hellrider

Band: Metal Law
Album: Hellrider
Spielzeit: 54:59 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Metal on Metal Records  
Veröffentlichung: 18.11.2016
Homepage: www.metallaw.de

Guck mal an, die deutschen traditionellen Metaller von METAL LAW bringen auch endlich mal neuen Stoff unter das Volk! Nach dem man 2013 das längst vergriffene zweite Album der Band „Lawbreaker“ von 2008 wiederveröffentlichte stellt die mir nun vorliegende dritte Scheibe „Hellrider“ das erste neue Werk seit 6 Jahren da!
Der einzig verbliebene Grüner Sänger/Gitarrist Karsten Degling hat hier eine komplett neue Mannschaft um sich gescharrt um 11 neue Songs ein zu zimmern plus einen älteren Song neu einzuspielen.
Und wer die Band schon kennt, weiß direkt was einem bei METAL LAW erwartet, nämlich guter 80iger Metal ganz im Stile von ACCEPT, RUNNING WILD, MANOWAR oder JUDAS PRIEST.
Also legt die Lederkutte an und schnürt die Nietenarmbänder fest, mit dem atmosphärischen Intro „Prelude“ beginnt die neue Platte. Danach ballert dann direkt „Masquerade“ aus den Boxen. Hier wird melodisch drauf los musiziert was das Zeug hält ohne vielleicht den ganz großen Eindruck zu hinterlassen, dazu ist das Stück einfach nicht eingängig genug.
Dies kann man von den anschließenden „Hellrider“ und „Thundergod“ absolut nicht behaupten die beiden Songs gehören mit Sicherheit zu dem besten Songmaterial was die Jungs hier auf dem neuen Album zu Stande bekommen haben! True und Heavy genug, melodisch auch und noch dazu eingängig, hier können beide Daumen absolut nach oben gehen. Hier weht ein Hauch von MANOWAR ständig mit!
Das folgende Einleitungsstück „This Dream“ können wir getrost überspringen da es nur „Lord of Evil“ einläutet. Dieses ist zwar auch ganz ordentlich gemacht, es fehlt aber irgendwie der Glanz der den zuvor genannten Tracks anhaftet. Solide Kost, mehr aber auch nicht.
Die zuvor schon angesprochene MANOWAR Dosis gibt es auch bei „Hellrider of Steel“ erneut um die Ohren und dies ist auch bei „In Metal we trust“ und „Power and Glory“ absolut der Fall. In Summe sind das auch die besten Tracks der zweiten Hälfte des Albums, denn die restlichen sind zwar auch keine Totalausfälle, aber eben nur gute Standardkost, die nicht besonders hervorstechen können.
Der abschließende Bonustrack „Crusaders of Light“ ist dann eine Neueinspielung eines alten Hits, der mich aber auch nicht komplett vom Hocker hauen kann.

Anspieltipps:

Hier sollten euch auf jeden Fall “Hellrider”, “Thundergod”, “Hellrider of Steel” sowie “Power and Glory” am Ehesten munden.

Fazit :

Bei ziemlich genau der Hälfte der Songs der Scheibe können wir mit einem Daumen nach oben werten, die restlichen Tracks sind zwar auch keine Totalausfälle, aber eben auch nur gute Standardkost. Von daher denke ich können wir gerade noch so von einer starken neuen METAL LAW Scheibe sprechen! True Metalheads kommen hier definitiv auf ihre Kosten, auch wenn man sich hier keinen Originalitätspreis verdient. Den Fans wird es egal sein! METAL LAW bleiben METAL LAW und das ist auch gut so!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Prelude
02. Masquerade
03. Hellrider
04. Thundergod
05. This Dream
06. Lord of Evil
07. Hellrider of Steel
08. The Liar
09. In Metal we trust
10. Power and Glory
11. Invader
12. Crusaders of Light (Bonus Track)

Julian

MERIDIAN – Breaking the Surface

meridian-breaking-the-surface-album-cover-2016Band: Meridian
Album: Breaking the Surface
Spielzeit: 38:55 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Mighty Music  
Veröffentlichung: 16.09.2016
Homepage: www.meridianband.dk

2013 warfen MERIDIAN ihr Debütalbum „Metallurgy“ auf den Markt was der Band einiges an Beachtung in der Szene einbrachte. Kein Wunder entstanden die Songs für das Album doch über einen sehr großen Zeitraum hinweg, was die Qualität erklärte. Nun ist man mit dem lang erwarteten zweiten Album „Breaking the Surface“ zurück aus der Bandpause und präsentiert sich stilistisch ähnlich unterwegs wie auf dem Debüt. Die Songs erstanden dieses Mal in einem weit aus kürzerem Zeitraum, teilweise sogar aus 20 minütigen Jams. Ob dies der Qualität geschadet hat oder ob man sich sogar verbessert hat, werden wir nun zusammen herausfinden. Ein erster, kleiner Anhaltspunkt darauf liefert der Opener „Rumours of War“. Klein deswegen weil das Ganze nur ein Intro geworden ist bei dem wir sanften Gitarrenklängen lauschen.
Gitarrenklänge erwarten uns dann auch beim ersten richtigen Track „Hero Forever“, allerdings sind die keineswegs sanft! Hier herrschen kraftvolle Riffs vor die dann mit dem Gesang sehr gut unterstützt werden. Der Mitdtemposong wird dann noch zusätzlich durch den ordentlichen Chorus aufgewertet, so das wir hier relativ schnell unseren ersten Anspieltipp verbuchen können.
Apropos Anspieltipp, unter dieselbe Kategorie fällt dann auch das anschließende „Bricks to the Wall“. Hier geht es knackig und kraftvoll zur Sache ohne das man die Melodic vernachlässigt. Toller Track!
Und da auch „City of Holy War“ direkt überzeugen kann, können wir die erste Hälfte der Scheibe als sehr gelungen abstempeln.
Der zweite Teil der Scheibe ist dann aber leider nicht mehr ganz so gut gelungen wie Hälfte Nummer Eins. Am Ehesten können hier noch „Pure Celebration“ und „Enigma Coding“ überzeugen. Der Rest ist zwar gute Metalstandardkost, die man aber anderswo auch schon zigtausend Mal ähnlich gehört hat.

Anspieltipps:

Hier werdet ihr auf jeden Fall direkt mit “Hero Forever”, “Bricks to the Wall”, “City of Holy War” sowie “Enigma Coding

Fazit :

Nach dem verklingen des letzten Tons der neuen Scheibe der Jungs MERIDIAN muss man sich die Frage stellen wo der Weg der Band hingehen wird? Das Debüt war sehr ordentlich, das Album Nummer Zwei ist für mich nicht ganz so kompakt und überzeugend ausgefallen, dafür ist die zweite Hälfte der Scheibe einfach eher zu durchschnittlich geworden.
Trotz allem können wir hier eine solide Leistung bescheinigen, ob das aber reicht um sich auf Dauer zu etablieren wird man sehen, die Zeit und auch das nächste Album werden es zeigen!

WERTUNG:

65

 

 

Trackliste:

01. Rumours of War
02. Hero Forever
03. Bricks to the Wall
04. City of Holy War
05. Pure Celebration
06. The Bravest Face
07. Enigma Coding
08. The Meaningless Wrong

Julian