ART NATION – Liberation

Band: Art Nation
Album: Liberation
Spielzeit: 47:03 min
Stilrichtung: Melodic Rock / Hardrock
Plattenfirma: Sony Music / Gain
Veröffentlichung: 28.04.2017
Homepage: www.artnationswe.com

Mit dem 2015 veröffentlichten Debütalbum "Revolution" konnte die aus Schweden stammende Combo ART NATION um Frontmann Alexander Strandell bereits einigen Staub in der Melodic Rock Szene aufwirbeln. War der Erstling noch stark im AOR verwurzelt, so legen ART NATION mit dem jetzt vorliegenden Nachfolgewerk "Liberation" noch einige Brikets nach bzw an Härte zu. Damit dürfte die Scheibe allen Fans von Eclipse, Dynazty oder auch H.e.a.t. extrem gut reinlaufen und sollte unbedingt angetestet werden.

Kommen wir jetzt aber zum wichtigsten, den Songs! Der Opener "Ghost Town" geht gleich voll auf die Zwölf und kann mit einem sehr eingängigen Refrain aufwarten. Das ist Melodic Hardrock vom allerfeinsten. "Maniac" ist ein Stampfer mit toller Melodie und lädt sofort zum Mitgrooven ein. Gute Laune Pur! Nach dem Hardrocker "The Real Me" nehmen ART NATION Tempo raus und präsentieren sich mit dem
AOR-lastigen "Kiss Up & Kick Down" und der Gänsehaut Ballade "When Stars Align" von Ihrer eingängigen Seite. In einer gerechten Welt sollten diese Songs im Radio laufen und die Charts im Sturm erobern.

Die weiteren Titel wie "One Nation", "A Thousand Charades", die mit einem keltischen Touch ausgestattete Ballade "Take Me Home" oder das geniale "I´m Alive" mit dezenter Def Leppard Schlagseite fallen Qualitativ keinen Deut ab.

Ich lehne mich Definitiv nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte das ART NATION, dass nächste große Ding aus Schweden sind. Hammergeil, was die Jungs hier abliefern. Daher gibt es nur noch eins, was ich allen Rockmusik begeisterten Hörern mit auf den Weg geben kann: "KAUFEN"!!!!!

WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. Ghost Town
02. Maniac
03. The Real Me
04. Kiss Up & Kick Down
05. When Stars Align
06. One Nation
07. A Tousand Charades
08. Take Me Home
09. I´m Alive
10. Paralyzed
11. What Do You Want

Heiko Füchsel

 

ROCKETT LOVE – Grab the Rocket

Band: Rockett Love
Album: Grab The Rocket
Spielzeit: 46:42 min
Stilrichtung: Melodic Rock / Hardrock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 28.04.2017
Homepage: www.facebook.com/rockettlovesyou

ROCKETT LOVE sind eine Newcomer Band aus Schweden, die 2015 gegründet wurde. Die Gruppe besteht aus Sänger Daniel Samuelson, den beiden Gitarristen Stefan Westerlund und Gustav Eklund, am Bass findet sich Dennis Vestman und hinter dem Schlagzeug sitzt Fredrik Ahlin.

Erstes Aufsehen konnten ROCKETT LOVE mit dem gleichnamigen Titel erregen, denn der Song landete irgendwie bei US Produzent Beau Hill, der begeistert war und sich des Stückes gerne annehmen wollte. Falls bei dem Namen jetzt einige ins Grübeln geraten, Beau Hill saß in den Achtzigern bei Bands wie Ratt, Alice Cooper, Winger, Warrant oder auch Streets hinter dem Mischpult. Der Titel tauchte schließlich 2016 auf vielen Plattformen im Internet auf und markiert so etwas wie den offiziellen Startschuß in Sachen ROCKETT LOVE im aktuellen Line Up.
Soundtechnisch bewegen sich ROCKETT LOVE im Bereich von Bands wie Harem Scarem, Steelhouse Lane oder auch Winger ohne deswegen altbacken nach den 80er Jahren zu klingen, denn alle Songs verfügen über genügend Flexibilität und einen Modernen Touch. Stücke, wie das bereits erwähnte "Rocket Love", der gute Laune Rocker "What Ever You Say", das extrem eingängige "Rev It Up" oder das flott nach vorne gehende "Fall On Your Knees laufen wirklich gut rein und laden immer wieder zum mitgrooven ein.
ROCKETT LOVE ist mit "Grab Your Rocket" ein erstklassiger Start geglückt und zeigt sehr eindrucksvoll, dass die Band das Potenzial für weitere Großtaten besitzt, aber bis dahin wird erstmal dieses Album mit Sicherheit noch ein paar Mal im Player rotieren.

WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. Never Surrender
02. One Of These Days
03. Rocket Love
04. What Ever You Say
05. We Will Be Heroes
06. Rev It Up
07. Shining Light
08. Love And Money
09. Line Of Sight
10. Fall On Your Knees
11. Heart Of Stone

Heiko Füchsel

BAI BANG – Rock of Life

Band: Bai Bang
Album: Rock Of Life
Spielzeit: 39:03 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 28.04.2017
Homepage: www.baibang.se

Nichts Neues aus dem Hause BAI BANG lautet die Devise, mit dem die schwedische Band um Frontmann Diddi Kastenholt, auch auf Ihrem inzwischen achten Langdreher namens "Rock Of Life" musikalisch zu Werke geht. Diese Aussage ist in keinster Weise Negativ gemeint, denn das Songmaterial weiß wirklich zu gefallen und die Fans wissen genau was Sie erwartet. Das bedeutet es gibt auch weiterhin Partytauglichen Melodic Hardrock mit teilweise deutlichem AOR Einschlag.

Der Opener "Crazy Night" bestätigt das gleich eindrucksvoll. In dieselbe Kerbe schlagen das folgende "Hey Hey You" und das mit extremen Hitpotential ausgestattete "Heart And Soul", welches meine Lauscher Tagelang aufs Heftigste mit dem Ohrwurm Virus infiziert hat. Typisch schwedischer AOR mit großartigen Melodien, den die im Ikea und Knäckebrot Ländle ansässigen Musiker anscheinend alle mit der Muttermilch aufgesogen haben. Anders lassen sich die fantastischen Veröffentlichungen der letzten Jahrzehnte eigentlich nicht erklären.

Mit weiteren Songs dieses Kalibers wie dem mit Def Leppard Touch versehenen Melodic Rock Stampfer "Stop Messin` Around", der Acoustic Ballade "Only The Best Die Young" die als Vollstrom Version bereits auf dem 2009 veröffentlichten Longplayer "Are You Ready zuhören war, das eingängige "Smoking Hot", welches gut auf eins der letzten Alben der ebenfalls aus Schweden stammenden H.e.a.t gepasst hätte, können BAI BANG das Level locker hoch halten.

Die das Album abschließenden drei Tracks namens "Runaway" welches mit dreckig harten Riffs eröffnet wird und einen leichten Warrant bzw Guns `n´ Roses Touch besitzt, der Gute Laune Track "Gimme All Your Love" und das wirklich genial umgesetzte Electric Light Orchestra Cover "Telephone Line" runden diesen Silberling perfekt ab. Die Fans von BAI BANG sowie alle Freunde des gepflegten Melodic Rocks kommen hier voll auf Ihre Kosten und sollten sich daher den Longplayer Defintiv ins Regal stellen.

WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. Crazy Night
02. Hey Hey You
03. Heart And Soul
04. Rock Of Life
05. Stop Messin` Around
06. Only The Best Die Young
07. Smoking Hot
08. Gonna Rock You
09. Runaway
10. Gimme All Your Love
11. Telephone Line (E.L.O Cover)

Heiko Füchsel

CUSTARD News

CUSTARD „A Realm Of Tales" – Cover, Tracklist, Veröffentlichungsdatum: 19. Mai 2017

Am 19. Mai 2017 wird das brandneue Album „A Realm Of Tales"  von der deutschen Power Band CUSTARD auf CD veröffentlicht. Der Vorverkauf beginnt am 05. Mai 2017.

CUSTARD waren schon immer das Sahnehäubchen des Teutonen-Stahls und übertreffen mit ihrem sechsten und aktuellen Album ihre letzten Werke bei weitem. Das über 'Pure Steel' erscheinende Album namens ´A Realm of Tales´ lässt dabei nicht nur alle Facetten des klassischen Heavy Metal prächtig erstrahlen, sondern wuchert fast verschwenderisch mit old-school Riffing und melodischen Sphären. Von jedem Element einfach ein wenig "mehr" und heraus kommt feinster Edelstahl wie er nicht alle Tage anzutreffen ist.

Für die entsprechende Power in den Songs garantiert das sturmerprobte Fundament aus Chris Klapper und Markus Berghammer, sowie dem erfahrenen Gitarren-Doppel Stefan Absorber und Carsten Reichart. Angeführt von Sänger Olli Strasser zünden ausgefallene Ideen bei den lyrischen Themen und kleine Verzierungen, sogar Folk-Einflüsse, machen dieses Meisterwerk zur Pflichtveranstaltung für den Anhänger von HELLOWEEN bis JUDAS PRIEST. Meisterliche Geschichten erzählen in 2017 allein die Germanen von CUSTARD.

TRACKLIST:
1. Icy Stare
2. Queen of Snow
3. The Pied Piper
4. Arabian Nights
5. Snow White
6. Snow Away (Intro)
7. The Little Match Girl
8. Daughter of the Sea
9. Witch Hunter
10. Sign of Evil
11. Bluebeard
12. Forged in Fantasy
Total Playing Time: 55:21 min

LINE-UP:
Oliver Strasser – vocals
Carsten „Oscar“ Reichart – guitars
Markus Berghammer – bass
Chris Klapper – drums
Stefan Absorber – guitars

LIVE:
08.04.2017 Köln
29.04.2017 Releaseparty Oer Erkenschwick

www.custard.de

OLD SEASON News

OLD SEASON „Beyond The Black" – Cover, Tracklist, Veröffentlichungsdatum: 19. Mai 2017

Am 19. Mai 2017 wird das brandneue Album „Beyond The Black"  der Irischen Metal Band OLD SEASON auf CD veröffentlicht. Der Vorverkauf beginnt am 05. Mai 2017.

OLD SEASON aus Irland gibt es bereits seit 2003 und nach einem guten Debutalbum (Archaic Creation) 2009, folgt schlappe acht Jahre später der Nachfolger „Beyond The Black“ auf Pure Steel Records!

Für Fans von echtem melodischen Heavy Metal mit ganz leichten NWoBHM-Einflüssen sind OLD SEASON eine absolute Empfehlung.

Die Songs gehen dabei über die 5-Minuten-Grenze, werden aber durch die tollen Arrangements und frischen Ideen nie langweilig! Anspieltipps: "Scavenger" und "Words from beyond".

Wer hier süchtig geworden ist, kann gleich die 11-Minuten-Hymne "Nevermore" einlegen. Hammer!

TRACKLIST:
1. A New Dawn
2. Scavenger
3. Chosen
4. Elegy
5. The Journeyman
6. Rivers of Cepha
7. Words From Beyond…
8. The Void
9. Nevermore
Total Playing Time: 62:11 min

Coverartwork:
Markus Vesper

LINE-UP:
John Bonham – vocals
Jimmy Blanchfield – guitars
Jimmy Kiernan – guitars
Dave Copley – bass
Anto Walsh – drums
Dermod Smyth – keyboards, piano

www.oldseason.com/

GALDERIA News

GALDERIA kündigen neues Album an

Die französischen Power Metaller GALDERIA verstärken fortan das Roster von Massacre Records!

GALDERIA – bestehend aus Sänger/Gitarrist Seb, Leadgitarrist Tom, Bassist Bob, Drummer J.C und Julien am Keyboard – haben seit ihrer Gründung im Herbst 2006 bereits einige Demos, eine EP und ein Album veröffentlicht.

Alle, die melodischen und bombastischen Metal mit einem Augenmerk auf chorgewaltige Harmonien und Arrangements mögen, werden sich an der Band nicht satt hören können!

Die Band hat von jeher ihre Musik dazu genutzt, das allgemeine Gefühl der Einheit und der Bewusstseinssteigerung in den Fokus zu rücken; diese Philosophie wurde von Seb mit der Begriff "The Universality" (Die Universalität) bedacht, welches auch der Titel des Debütalbums der Band ist, das 2012 erschien.

Nun ist die Zeit für GALDERIA gekommen, ein neues Album zu veröffentlichen: "Return Of The Cosmic Men" wird am 21. Juli 2017 bei Massacre Records erscheinen!

Weitere Albumdetails werden demnächst enthüllt.

VESCERA – Beyond the Fight

Band: Vescera
Album: Beyond the Fight
Spielzeit: 37:26 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Pure Steel Records
Veröffentlichung: 07.04.2017
Homepage: www.facebook.com/michael.vescera.1

2008 erschien das erste Soloalbum von Sänger Michael VESCERA. Dies wurde noch mit unzähligen Gastmusikern eingespielt. Nun ist der stimmgewaltige Fronter zurück und präsentiert mit einer festen Mannschaft, bestehend aus den ehemaligen NITEHAWKS Musikern Mike Petrone (Gitarre), Frank Leone (Bass) und Fabio Alessandrini (Schlagzeug) das neue Album „Beyond the Fight“.
Geboten wird auf diesem feinster Melodic Metal US amerikanischer Prägung der die Fans dieses Genre bestimmt zufriedenstellen wird!
Als Opener gibt es „Blackout in Paradise“ auf die Ohren welches kraftvoll und melodisch aus den Boxen tönt. Michael‘s dominantes und außergewöhnliches Organ erklingt und schon merkt man der Gute hat nichts von seiner Klasse verloren. Auch der Song selbst ist feinster US Metal mit treibenden Riffs und einen tollen Chorus der bestens als Opener geeignet ist.
Mit „In the Night“ und „Stand and Fight“ folgen dann zwei Nummern die zwar auch ganz in Ordnung sind, aber nicht ganz an die Klasse des Openers anknüpfen können.
Dies macht wiederum der nächste Song „Dynamite“ definitiv! Ein flotter Groover der sich vor allem durch den Chorus in den Gehörgängen festsetzt und begeisert!
Als Nächstes wandert dann „Vendetta“ auf unsere Hitliste bevor „Troubled Man“ den letzten Abschnitt der etwas kurz geratenen Scheibe einläutet.
Hier kann das abschließende „Suite 95“ noch am Ehesten überzeugen.

Anspieltipps:

Hier solltet ihr euch auf jeden Fall “Blackout in Paradise”, “Dynamite”, “Vendetta” sowie “Suite 95” zu Gemüte führen.

Fazit :

Michael VESCERA weiß natürlich was er macht! Sein neues Soloalbum ist auf jeden Fall insgesamt sehr ordentlich und stark ausgefallen, allerdings muss man hier ganz klar die mickrige Spielzeit und die doch recht schwankende Songqualität bemängeln.
Ein paar mehr Song im Fahrwasser der Anspieltipps und ein paar Minuten mehr Spielzeit hätten dem Album und der Benotung definitiv nicht geschadet!
Trotzdem ein ordentliches, neues VESCERA Album!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Blackout in Paradise
02. In the Night
03. Stand and Fight
04. Dynamite
05. Looking for Trouble
06. Vendetta
07. Troubled Man
08. Never Letting Go
09. Suite 95

Julian

SUNLESS SKY – Doppelgänger

Band: Sunless Sky
Album: Doppelgänger
Spielzeit: 45:24 min
Stilrichtung: US Metal
Plattenfirma: Pure Steel Records  
Veröffentlichung: 07.04.2017
Homepage: www.sunlesssky.com

Die US Power Metaller von SUNLESS SKY kommen nach ihrem Debütalbum „Firebreather“ von 2014 nun mit ihrem zweiten Album „Doppelgänger“ um die Ecke! Darauf wird erneut der Sound des Debüts bis aufs äußerste zelebriert und über allem thront der eindringliche Gesang von Fronter Juan Ricardo der auch bei der Band WRETCH aktiv ist.
Mal schauen ob die Jungs die Schwachstellen des letzten Albums ausbügeln konnten und nun so richtig durchstarten?
Der erste Versuch in diese Richtung ist der Opener „Starfall“. Dieser kommt druckvoll und melodisch aus den Boxen gedonnert und über allen thront der schon angesprochene Gesang von Juan Ricardo. Als Einstieg ist die Nummer wirklich bestens geeignet.
Der Titeltrack „Doppelgänger“ folgt als nächstes und präsentiert sich ähnlich schnell und melodisch, vielleicht noch einen Ticken besser als der Opener. Auf jeden Fall wandert er direkt auf unsere Hitliste.
Danach wird es bei „Kingdom of Sky“, „Stone Gods“ und „Lake of Lost Souls“ wobei der letztere Track hier ganz klar als Sieger vom Platz geht. Hier stimmt einfach die Mischung aus Heavyness und Melodic perfekt.
Und auch „Netherworld“ im Anschluss schiebt sich direkt in die Gehörgänge und auf die Hitliste.
So kann es bitte gerne weitergehen, die Band kommt anscheinend langsam in Schwung!
Mit „Adrenaline Junkie“ im Anschluss kann man aber leider nicht wirklich an die Vorgängerqualität anknüpfen, besser ist da schon „Inside the Monster“ und auch das Abschlussdoppel „Heroin“ und „Black Symphony“ kann begeistern.
Zum Ende hin also doch noch versöhnliche Töne, nachdem man gerade in der ersten Hälfte doch einiges liegen gelassen hat.

Anspieltipps:

Mit “Doppelgänger”, “Lake of Lost Souls”, “Netherworld”, sowie “Heroin” solltet ihr hier am Ehesten klar kommen.

Fazit :

Mein letzter Rezisatz drückt das Gehörte eigentlich gut aus, man hat gerade nochmal die Kurve bekommen! Das Album macht es einen insgesamt nicht wirklich leicht, hat man doch gerade im ersten und im Mittelteil einige Standardsongs zu überstehen.
Ein paar starke Tracks haben es dann doch noch aufs Album geschafft, insgesamt kommt man von der Qualität her aber nicht ganz an das Debütalbum ran!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Starfall
02. Doppelgänger
03. Kingdom of Sky
04. Stone Gods
05. Lake of Lost Souls
06. Netherworld
07. Adrenaline Junkie
08. Inside the Monster
09. Heroin
10. Black Symphony

Julian

JOTNAR – Connected/Condemned

Band: Jotnar
Album: Connected/Condemned
Spielzeit: 59:28 min
Stilrichtung: Melodic Death Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 21.04.2017
Homepage:  www.jotnar.com 

2017 ist endlich soweit. Die bereits Ende 2008 gegründete Band JOTNAR bringt ihr Debütalbum „Connected/Condemned“ raus. Lange lange lange mussten die Fans warten, aber es hat sich absolut gelohnt. Das Sahnestückchen ist für ein Debüt erstaunlich erstklassig und einzigartig geworden, die Produktion feinste Schweizer Schokoloade. Gemischt von Sacha Laskow in den Perfect Filth Studios in Kanada und gemastert von Jens Bogren in den Fascination Street Studios in Schweden ist das Teil eine echt runde Sache mit nur ganz wenigen unbedeutenden Kanten geworden. 
In Teilen wird man an IN FLAMES erinnert, als sie noch gut waren und für ihre Musik brannten („I, the paradox“) und  doch übertrumpfen JOTNAR ihre Vorbilder locker mit knalligem Melodic Death Metal und beinharten Riffs, die einen nicht zur Ruhe kommen lassen. Schon der Titeltrack „Connected/Condemned”, der anfangs harmlos und nett daherkommt, enttäuscht nicht und ballert einem nach kurzem Intro die ersten harten Sounds um die Ohren und zeigt sein wahres metallisches Gesicht. Auch die Zusammenarbeit mit Björn „Speed“ Strid von Soilwork im Song „Broken Esteem“ und Jennie Nord  von Ultimate Fate bei „The Portrait“ fügen sich nahtlos ein und verleihen dem Debüt das gewisse Etwas, das die Scheibe von so vielen einfallslosen und mit dem Gestank des Mainstream behafteten Melodic Death Metal Alben unterscheidet. D vergleichsweise langsame Track „The Portrait“ rundet die ganze Sache ab und gibt dem Gesamtwerk einen absolut würdigen  Abschluss.
JOTNAR verbinden Old School Elemente mit modernen Melodic Death Metal Arrangements und erfrischen dabei mit neuen Ansätzen. In den Songs „Starved of Guidance“, „Missing Shadows“ oder auch „The loneliness Legacy“ hört man die Verbindung von alt und neu so fließend wie Ying und Yang am deutlichsten raus. Füße still halten ist nicht, der ganze Körper will sich schütteln und zur Musik der Jungs aus Spanien abzappeln und alles rauslassen, was an Energie aufzutreiben ist. Am liebsten vor einer Bühne, denn dort sind sie eine Naturgewalt, deren Fangemeinde mit jedem Gig noch wächst. Die Spanier haben mittlerweile auch schon etliche erfolgreiche Shows mit bekannten Bands wie KORN,AMON AMARTH, MACHINE HEAD, SABATON oder AT THE GATES gespielt. 
Nachdem Sänger Misael Montesdeoca die Band aus persönlichen Gründen verlassen hatte, übernahm Mario Infantes seinen Platz. Infantes fügte dem bisherigen Sound der Band eine völlig neue Dimension hinzu und endlich konnten die Aufnahmen für das Debütalbum starten. Und was für ein Album das geworden ist. JOTNAR haben ihren eigenen Sound und verbinden ihr Metall ohne jegliche Schweißnaht in kraftvolle und alles zermalmende Gitarrenriffs mit geschmeidigen Melodien, wahnsinnige Growls mit eingängigen Refrains. Die ausgewogene Mischung aus heftigen und aggressiven Rhythmen und doch so ausgeprägten Melodien machen aus JOTNAR definitiv eine Band, mit der auch weiterhin zu rechnen ist. Zum Glück für Alle, die auf geil gemachten, astreinen Melodic Death Metal stehen.

Einzig das Nelly Furtado Cover „Say it right“ entzieht sich mir völlig, den tieferen Sinn dahinter suche ich noch immer vergebens. Es ist ganz nett gemeint, aber das Lied hätte sich die Band sparen können, hier gibt es definitiv bessere Sachen, in denen JOTNAR ihre Akzente setzen kann. Zudem besteht die Gefahr, dass das Album mit knapp 60 Minuten Spielzeit auf die Dauer etwas an Schwung verliert. Aber dennoch kann ich es jedem Fan des Genres nur empfehlen, die Band kann endlich ihren Weg gehen und in der aktuellen Besetzung wird noch weitere großartige Musik auf uns zukommen! Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Album. 


WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Connected/Condemned
02. Remaining Still
03. Missing Shadows
04. Broken Esteem (Feat. Björn "Speed" Strid)
05. Suicidal Angel
06. Live Together Die Alone
07. Starved Of Guidance
08. I, The Paradox
09. The Sentence
10. Invisible Trace
11. The Loneliness Legacy
12. Say It Right (Nelly Furtado Cover)
13. Envy World
14. The Portrait (Feat. Jennie Nord)

Tanja