5TH AVENUE – Last Greetings from the Peeting Zoo

5thavenueBand: 5Th Avenue
Album: Last Greetings From The Petting Zoo
Spielzeit: 57:01 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Keiler Records
Veröffentlichung: 09.09.2016
Homepage:  www.5thavenue-hamburg.de

Die bereits 1989 gegründete Hamburger Band 5TH AVENUE waren eine der ersten Combos, die 1990 schon in Wacken gespielt haben. 1994 ging es in die USA um in den berühmten Goodnight L.A. Studios  das Debütalbum einzuspielen. Allerdings erblickte bis auf eine Single Veröffentlichung keiner der Titel das Licht der Welt. Zwei Jahre später lösten sich 5TH AVENUE schließlich auf.

Zum 25 Jährigen Jubiläum der Gründung traten die Jungs 2014 wieder in Erscheinung und spielten eine Show in Wacken, womit sich der Kreis wieder schließt. Getreu dem Motto "Was lange währt, wird gut" erscheint jetzt mit "Last Greetings From The Petting Zoo" nach 27 Jahren das Debüt von 5TH AVENUE.   
Mit dem grandiosen AOR Knaller "Rough Affair" gelingt den Hamburgern ein perfekter Start, der sich locker mit Meilensteinen von Bands wie Casanova, Journey oder Foreigner messen lassen kann. Zwischen drin gibt es auch immer wieder Ausflüge in die Ära von Bands wie Rainbow, denn auch die berühmte Hammond Orgel kommt bei Songs wie "Easier Said Than Done" oder "Remedy" zum Einsatz, was den Longplayer sehr abwechslungsreich gestaltet. Als weitere Highlights möchte ich das relaxte, mit einem Westcoast Touch ausgestatte "Mrs Strong" und den genialen AOR Schunkler "Oceans" nennen.
Mit "Last Greetings From The Petting Zoo" ist 5TH AVENUE ein tolles Album mit 80er Jahre Flair gelungen, was überhaupt nicht altbacken klingt. Ich hoffe, es dauert bis zum nächsten Album nicht wieder solange und die Jungs beehren uns schnellstmöglich mit einem weiteren Longplayer dieser Güteklasse.   

                                                                                                                                                     
WERTUNG:

9

 

 

Tracklist

01. Rough Affair
02. Civilized In Harmony
03. Easier Said Than Done
04. Remedy
05. Mrs Strong
06. Love …Hate
07. Legend Of A Postman
08. Oceans
09. Save The Day
10. Satellite
11. Insane
12. Destiny

Heiko Füchsel

HARDBONE – Tailor Made

hardbone-tailor-made-cover-300dpi-7x7Band: Hardbone
Album: Tailor Made
Spielzeit: 39:12 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Remedy Records
Veröffentlichung: 28.10.2016
Homepage: www.hardbone.net

Wenn man von 110% Hard Rock aus deutschem Lande ala AC/DC spricht dann muss man auf jeden Fall die Jungs von HARDBONE nennen. Zusammen mit den Newcomern von BLACK BLITZ bilden sie mit Sicherheit die legitimen deutschen Nachfolger der großen Rock Überväter.
Nach den ersten drei Alben „Dirty ‚n‘ Young“, „This i Rock ‚n‘ Roll“ und „Bone Hard“ ist man nun mit dem neusten Werk „Tailor Made“ zurück.
Neu ist aber nicht nur das Album, nein auch die Rythmusfraktion ist komplett neu und glänzt mit neuem Personal.
Also dann auf geht‘s in eine gepflegte Runde Hard Rock!
Schon mit dem Opener „No Man‘s Land“ geht der Fuß direkt in Wippstellung, denn rotzige Vocals ganz im Stile von Brian Johnson erfreuen unser Ohr und der Song geht richtig gut in die Gehörgänge! Dafür verantwortlich ist natürlich auch der Chorus der, so wie er sein muss, kurz und knackig ist.
Über das ebenfalls absolut überzeugende „No Man‘s Land“ geht es dann zum Titeltrack „Tailor Made Woman“ der mehr im Midtempo und Blues Rhythmus angesiedelt trotzdem ordentlich Schwung in unsere Knochen bringt.
Der nächste Song der einen so richtig schön in Mark und Bein übergeht ist „Cannonball“, dazwischen haben wir Standard Hard Rock Kost die nicht weh tut aber auch nicht besonders auffällt. Dieser kleine Lapsus wird aber mit dem schon angesprochenen Song mehr als ausgeglichen.
Auffallen tun da im weiteren Verlauf wieder eher „When it Comes Down to it“ und das stampfende „Barfly“. Gerade letzteres ist dermaßen erdig und mit einem ordentlichen Touch Blues versehen, das es eine wahre Freude ist den Jungs zu zuhören.
Das schnelle „Tear it up“ beschließt dann ein tolles neues Hard Rock Manifest der Jungs von HARDBONE.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall sind hier “No Man’s Land”, “It’s a Man Thing”, “Tailor Made Woman”, “Cannonball” sowie “Barfly” zu nennen.

Fazit :

Rocken können sie die Jungs von HARDBONE! Das beweisen sie auch wieder hier auf ihrem neuesten Output! Klar einen Originalitätspreis bekommt die Band dafür nicht, aber das will der geneigte Fan hier auch gar nicht. Er will einfach gute, eingängige Hard Rock Mucke ala AC/DC und das bekommt man hier definitiv und in voller Breitseite. Die Spielzeit könnte vielleicht etwas länger sein, aber auch die ist ja irgendwie typisch für das Genre.
Auch wenn nicht alle Songs hier komplett überzeugen können, insgesamt ist das Ganze eine starke Vorstellung!

WERTUNG:

7

 

 

Trackliste:

01. No Man’s Land
02. It‘s a Man Thing
03. Tailor Made Woman
04. Blood from Hell
05. What‘s Going On
06. Cannonball
07. When it comes down to it
08. We‘re all gonna die
09. Barfly
10. Tear it up

Julian

TYKETTO – Reach

tyketto-reachBand: Tyketto
Album: Reach
Spielzeit: 57:39 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 14.10.2016
Homepage: www.facebook.com/TykettoTheOfficial/

Das 1991 veröffentlichte Debütalbum "Don´t Come Easy" der US Band TYKETTO gilt als Meilenstein des Melodic Rock und findet auch bei mir noch regelmäßig den Weg in den CD Player. Zwei weitere Alben folgten, aber die konnten dieses Level nicht mehr halten.

Nachdem die Band in der Versenkung verschwand und nur Sänger Danny Vaughn mit einigen Soloalben auf sich aufmerksam machte, kam die 2012er Reunion Scheibe "Dig In Deep" doch ziemlich überraschend, allerdings war der Silberling ziemlich durchwachsen. Auf dem jetzt vorliegenden Nachfolger namens "Reach" ist auch nicht alles Gold was glänzt, aber trotzdem ist er deutlich stärker ausgefallen und schürt die Hoffnung das eventuell in den nächsten Jahren noch mit weiteren Großtaten von TYKETTO zu rechnen ist.

Der Opener und gleichzeitige Titelsong ist eine typische 80er Jahre Hymne, die dem Debüt schon sehr nahe kommt. Genau der Stoff, den die Melodic Rock Fans von TYKETTO erwarten und hören wollen. In die gleiche Kerbe schlägt das Album abschließende "The Run", welches mit einem tollen Refrain überzeugt.
Doch leider gibt es immer wieder Ausreißer wie "Big Money" oder "Kick Like A Mule" die mit ihrer Aerosmith Schlagseite eher den Siebzigern zuzuordnen sind, dazu nicht über die typischen TYKETTO Melodien verfügen und somit kann die CD leider nicht über die gesamte Länge überzeugen. Allerdings verfügt das Songmaterial von "Reach" über weitere Perlen, wie dem grandiosen "Circle The Wagons", einem typischen AOR Song, der in den 80er die Charts gestürmt hätte. Des Weiteren gibt es selbstredend auch die typischen Power Balladen wie "Scream" oder "Letting Go" die deutlich besser sind, als alles was der Herr Bon Jovi, in dem Sektor so in den letzten Jahren veröffentlicht hat. Ganz großes Kino.

Da die positiven Seiten deutlich überwiegen, sollten die Melodic Rock Fans dies Album trotzdem unbedingt antesten. Wenn Tyketto beim nächsten Langdreher noch ein bisserl mehr Augenmerk auf Melodien legen, sollte einer vollen Punktzahl nichts mehr im Wege stehen.


WERTUNG:

7,5

 

 

Tracklist

01. Reach
02. Big Money
03. Kick Like A Mule
04. Circle The Wagons
05. I Need It Now
06. Tearing Down The Sky
07. Letting It Go
08. The Fastest Man Alive
09. Remember My Name
10. Sparks Will Fly
11. Scream
12. The Run

Heiko Füchsel

HERMAN FRANK News

HERMAN FRANK mit Videopremiere "Ballhog Zone"!

Am 18. November ist es soweit: Mit "The Devil Rides Out" erscheint das neue (dritte) Album von HERMAN FRANK.
In Form der neuen Single (mitsamt Video) zum Song "Ballhog Zone" gibt es einen ersten Vorgeschmack.

HERMAN FRANK Line-Up:

• Rick Altzi (Masterplan, At Vance) – vocals
• Herman Frank (ex-Accept, Victory) – guitar
• Michael Müller (Jaded Heart)- bass
• André Hilgers (ex-Rage) – drums

SONATA ARCTICA – The Ninth Hour

sonata-arctica-the-ninth-hour-artworkBand: Sonata Arctica
Album: The Ninth Hour
Spielzeit: 62:07 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast Records 
Veröffentlichung: 07.10.2016
Homepage: www.sonataarctica.info

Nachdem ich mit dem letzten Album „Pariah‘s Child“ auch mal auf die Power Metaller von SONATA ARCTICA aufmerksam wurde, war es für mich natürlich klar das ich auch das neue Werk „The Ninth Hour“ unter die Lupe nehmen muss!
Findige und kundige Fans werden bei dem Albumtitel direkt an die „neunte Stunde“ denken, die Stunde an der laut christlichem Glauben Jesus gekreuzigt wurde. Und in der Tat referenziert das Album darauf. Die Menschheit braucht aktuell keine Bibel mehr, um zu wissen, dass sie kurz vor der „neunten Stunde“ steht, der Tageszeit, zu der Jesus am Kreuz starb. Die Zeit ist gekommen, um zu bereuen und Buße zu tun, doch nicht im religiösen Sinne, sondern in einem komplett realitätsnahen Kontext. Mit der totalen atomaren Zerstörung in greifbarer Nähe, fataler Umweltverschmutzung an der Tagesordnung und der Nachlässigkeit, die der Mensch im Umgang mit der Natur an den Tag legt, ist es kein Wunder, dass selbst den gutgelaunten Melodic Metal Finnen von SONATA ARCTICA langsam mulmig zumute wird. Und obwohl ihr Sound weiterhin von flitzenden Gitarrensoli, breiten Keyboardteppichen und Tony Kakkos unverwechselbarer Stimme geprägt ist, schimmert doch ein düsterer Weltschmerz durch ihr mittlerweile neuntes Studioalbum „The Ninth Hour“.
Dies sind die markigen Worte meiner vorliegenden Promoinfo. Und nun wollen wir uns dem neuen Album der 17 jährigen Bandgeschichte mal widmen, welches übrigens im April 2016 aufgenommen und eingespielt wurde.
Zu Beginn begrüßt uns „Closer to an Animal“. Und direkt muss ich mich wundern, ja die Nummer geht in Ordnung und ist auch eingängig, aber irgendwie kommt das Ganze doch sehr handzahm um die Ecke…da habe ich schon wesentlich bessere Opener vor der Nase gehabt!
Das anschließende „Life“ ist dann schon von einem ganz andere Kaliber, auch wenn es hier erneut eher midtempomäßig zugeht. Hier kann man schön mitgehen und den einfachen Chorus wunderbar mit trällern.
Und auch „Fairytale“ kann absolut punkten, hier drückt man auch endlich mal etwas aufs Gaspedal was die Band ja früher so ausgezeichnet hat. Definitiv eine weitere Perle der SONATA ARCTICA Spielkunst!
Sehr schön und überzeugend wenn auch vollkommen anders weil ruhiger ist auch das anschließende „We are what we are“. Hier kann natürlich Tony Kakkos mit seiner Stimme absolut punkten.
Mit dem Mittelteil bestehend aus „Till Death‘s done us apart“ und „Among the Shooting Stars“, kann man nicht komplett überzeugen, irgendwie plätschern die Nummern nur so vor sich hin ohne großartigen Höhepunkt. Besser macht man es dann mit dem, endlich mal zügig, knackigen „Rise a Night“. Eine wahre Wohltat nach den ganzen Midtempotracks zuvor!
Das abwechslungreiche „Fly, Navigate, Communicate“ indem es zumindestens im Refrain wieder zackiger zur Sache geht kann dann ebenfalls noch voll überzeugen.
Der überlange zweite Teil von „White Pearl, Black Oceans“ dürfte ziemliche Vorfreude bei so manchen Fan geschürt haben, ist doch der erste Teil ein wahrer Bandklassiker. Leider kann auch dieser Track wieder nicht vollständig überzeugen, irgendwie ist das Ganze auch sehr blutleer.
Abschließend gibt es dann noch mit „On Faultline“ ein Outro was auch nicht so richtig zu einem erstklassigen Gesamtfazit beitragen kann. 

Anspieltipps:

Hier tönen “Life”, “Fairytal”, “We are what we are”, “Rise a Night” sowie “ Fly, Navigate, Communicate” am Besten.

Fazit :

So begeistert ich doch vom letzten Album “Pariah’s Child” war so enttäuscht bin ich dann doch vom neuen Werk von SONTA ARCTICA. Die Songs kommen größtenteils nie wirklich in Fahrt und zu oft bewegt man sich hier im langsamen Balladen oder Midtempobereich! Atmosphäre und ruhige Momente also ja, Abwechslung und Geschwindigkeit nein.
Natürlich gibt es auch hier wieder einige starke Songs, die Anspieltipps beweisen das ja, aber insgesamt ist der ruhige Songanteil der auch ziemlich blutleer und nicht sehr auffallend daherkommt dann doch zu viel.
Daher leider nur eine solide Bewertung und man sollte als Fan die Scheibe auf jeden Fall vorher erstmal anchecken ob man mit der musikalischen Ausrichtung hier klar kommt!

WERTUNG:

6,5

 

 

Trackliste:

01. Closer to an Animal
02. Life
03. Fairytale
04. We are what we are
05. Till Death‘s done us apart
06. Among the Shooting Stars
07. Rise a Night
08. Fly, Navigate, Communicate
09. Candle Lawns
10. White Pearl, Black Oceans Part II – By the Grace of the Ocean
11. On the Faultline

Julian

AETERNITAS – House of Usher

aeternitas_houseofusher_cover_mascd0956Band: Aeternitas
Album: House of Usher
Spielzeit: 57:20 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Massacre Records 
Veröffentlichung: 21.10.2016
Homepage: www.aeternitas.info

AETERNITAS wurde 1999 von Anja und Alexander Hunzinger gegründet
und veröffentlichten im August 2000 ihr erstes, viel gelobtes
Konzeptalbum "requiem", das sich durch die Vielzahl der eingesetzten
Stilmittel von Klassik bis Metal, sowie den lateinischen Texten,
auszeichnete. Und diesen Stil in einem Mix mit Gothic und Symphonic Elementen behielten sich eigentlich bis heute bei.
Ab 2012 feilte man nun an dem mir nun vorliegenden neuen Konzeptalbum „House of User“ das auf der berühmten Kurzgeschichte "Der Untergang des Hauses Usher" von Edgar Allan Poe basiert. In den neuen Songs entwickelten AETERNITAS einen modernen Symphonic Metal mit bombastischen Orchesterarrangements,
groovenden Rockparts und dem starken, eingängigen Gesang von Alma
Mathar und Oliver Bandmann.
Als Opener des neuen Albums tönt uns „Le Coeur“ entgegen. Düster und stimmungsvoll leitet diese Intro uns in die Platte und das Konzept ein.
Mit dem Titelsong „House of Usher“ geht es dann direkt in die Vollen. Symphonisch bahnt sich die Nummer direkt zu Beginn schon einen Weg. Der sanfte Gesang von Alma wechselt sich wunderbar mit dem kraftvollen Organ von Oliver ab und der Chorus ist dann wunderbar mit singbar. Als Opener und Dosenöffner ist die Nummer also perfekt geeignet!
„The Prophecy“ im Anschluss weiß dann ebenfalls zu gefallen auch wenn es vielleicht nicht ganz so zwingend wie der Opener ist. 
Leider können dann das harte „Roderick“, welches größtenteils von Oliver gesungen wird, die Ballade „Madeline“ und auch „Fear“ nicht vollends überzeugen. Letzteres ist zwar ganz ok, fällt im Vergleich zu den ersten Songs aber doch qualitativ ab.
Erst mit der Halbballade „The Haunted Palace“ wird das Ganze wieder besser und hiermit hat man auch direkt einen weiteren Anspieltipp parat.
Das moderne „Tears“ kann wieder nicht ganz überzeugen, das klassisch symphonische „Buried Alive“ dann wieder etwas mehr und mit dem extrem eingängigen „Can you hear the Demons“ hat man einen absoluten Ohrwurm und Perle des Genre geschaffen.
Ein ganz schönes Auf und Ab qualitativ bisher, mal schauen was uns im letzten Abschnitt der Platte so erwartet?
Mit „The Fall“ im Anschluss auf jeden Fall mal direkt den nächsten Anspieltipp, so viel ist sicher, die Nummer ist zwar komplett anders als die vorherige Perlen kann aber ebenfalls auf ganzer Linie punkten.
„Falling Star“ ist dann ganz ok, die letzten beiden Nummern „Open your Eyes“ und das abschließende „Ethelred“ schwanken dann zwischen mittelmäßig und gut hin und her.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall solltet ihr euch “House of Usher”, “Haunted Palace”, “Can you hear the Demons” sowie “The Fall” besonders zu Gemüte führen.

Fazit :

Eins ist mal klar, das neue AETERNITAS Album krankt an der Menge an Tracks und dazu dann noch das dort einige eher mittelmäßige Nummern dabei sind! Die Anspieltipps beweisen ja das es die Band durchaus drauf hat starke Songs zu schreiben. Wäre das Ganze dann noch etwas komprimierter mit 10 oder 11 Tracks dann würden wir hier von einem anderen Gesamteindruck sprechen. Manchmal ist weniger halt doch mehr.
So ist es eine solide Leistung geworden, nicht mehr aber auch nicht weniger!

WERTUNG:

6,5

 

 

Trackliste:

01. Le Coeur
02. House of Usher
03. The Prophecy
04. Roderick
05. Madeline
06. Fear
07. Forbidden Love
08. The Haunted Palace
09. Tears
10. Buried Alive
11. Can you hear the Demons
12. The Fall
13. Falling Star
14. Open your Eyes
15. Ethelred

Julian

BURNING POINT News

BURNING POINT stellen "Master Them All" vor!

Mit "Master Them All" präsentieren die finischen Power Metal-Veteranen BURNING POINT die erste Single aus ihrem am 25.11. erscheinenden neuen Opus "The Blaze" – dem ersten ausschließlich aus neuen Kompositionen bestehenden Album seit Sängerin Nitte Valo (ex-Battle Beast) Teil der Band ist.

ANGELS OR KINGS – Go Ask the Moon

angels_or_kings_-_gatmBand: Angels Or Kings
Album: Go Ask The Moon
Spielzeit: 52:28 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 28.Oktober 2016
Homepage:  www.angelsorkings.com

Zwei Jahre nach dem Debütalbum "Kings Of Nowhere" meldet sich die bereits in den 1980er Jahren gegründete britische Melodic Rock Truppe ANGELS OR KINGS mit Ihrem neuen Longplayer "Go Ask The Moon" zurück. Sänger Baz Jackson erinnert mit seiner Stimme mehr als einmal, an Harem Scarem Frontmann Harry Hess und überzeugt, aber nicht nur deshalb auf ganzer Linie, denn auch das Songmaterial weiß mit schönen Melodien und einer guten Produktion zu begeistern.

Melodic Rock Pur mit leichtem AOR Einschlag heißt das Motto dieser Scheibe und Songs wie "The Night´s Don´t Count", "When The Heart Is Wrong", der AOR Kuschler "On The Corner Of Love And Lost" oder die phantastische Gänsehaut Ballade "Heartbreak Railroad Company" eignen sich perfekt als Gute Laune Soundtrack für alle Freunde der gepflegt melodischen Rock Unterhaltung. Mit dem zweiten Album wissen ANGELS OR KINGS zu begeistern und ich hoffe dass uns die Engländer in zwei Jahren ein weiteres Album dieser Güteklasse vorlegen.
                                                                                                                                                                  
WERTUNG:

8

 

 

Trackliste

01. No More Faith To Lose
02. Ancient Fires
03. No Alibi
04. The Nights Don´t Count
05. When The Heart Is Wrong
06. You Better Pray
07. Breathe
08. Waiting For The Thunder
09. On The Corner Of Love And Lost
10. Heartbreak Railroad Company
11. Go Ask The Moon

Heiko Füchsel

SCARLET AURA – Falling Sky

cover-scarlet-aura_falling-skyBand: Scarlet Aura
Album: Falling Sky
Spielzeit: 47:61 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Pure Rock Records
Veröffentlichung: 07.10.2016
Homepage: www.scarletaura.net

Mit SCARLET AURA können Pure Rock Records einen der heißesten aktuellen Melodic Acts präsentieren. Die Band gewann vergangenes Jahr den Wettbewerb
“The Road To Kavarna”, stand bereits mit PRETTY MAIDS, SABATON, GOTTHARD, HELLOWEEN, ACCEPT sowie MANOWAR auf den Bühnen, die die Welt bedeuten, und hat in den letzten zwei Jahre geradezu unzählige Headliner-Positionen auf Festivals in Osteuropa.
Nun wollen SCARLET AURA, die von der Sängern Aura Danciulescu angeführt werden, der gesamten Welt ihre Klasse zeigen und haben daher ein Album mit dem Titel "Falling Sky" aufgenommen. Und dieses Debütalbum wird durch „Immortal in your Eyes“ eröffnet. Mächtige Gitarrenriffs erwarten uns direkt zu Beginn und mit treibenden Drums nimmt der Song dann Fahrt auf. Die Stimme von Fronterin Aura erinnert mich in den tieferen Passagen direkt extrem an die gute DORO und das ist hier absolut als Kompliment zu sehen! Ansonsten hat der Song einen einprägsamen Chorus der das Ganze absolut eingängig und zu einem perfekt gelungenen Opener macht.
Und auch mit Song Nummer Zwo „Colour Blind“ macht die Band keine Gefangenen sondern führt die Linie des Openers, hier etwas schneller im Midtempobereich angesiedelt, konsequent weiter.
Etwas mehr Abwechslung und wieder mehr Eingängigkeit kommt dann beim anschließenden, in den Strophen halb nach einer Ballade klingenden, „You‘re not alone“ auf. Hier hat die Band zielsicher wieder ein kleine Rockperle am Start!
Auch im nun folgenden Mittelteil geht die qualitativ hochwertige Fahrt durchs Rock Genre munter weiter. Egal ob es etwas ruhiger mit „My own Nightmare“, „Silent Tears“, abwechslungsreich und etwas radiotauglicher mit „Chasing white horses“ oder klassisch rockend mit „Shamaniac Eye“ zu geht. Alles sind tolle Rocknummern die sich absolut hören lassen können!
Einzig das dazwischen liegende „Falling Sky“ was irgendwie nicht überzeugen kann, schmälert das Gehörte hier etwas.
Mit „Fortune Teller“ und  vor allem das geile „Riding like the Wind“ im Anschluss hat man dann zwei weitere Perlen im Gepäck, bevor dann die etwas handzahmere Version fürs Radio von „Silent Tears“ die Scheibe beschließt, die jetzt nicht unbedingt noch hätte sein müssen.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall solltet ihr euch “Immortal in your Eyes”, “You’re not alone”, “Silent Tears”, “Fortune Teller” sowie “Riding like the Wind” genauer zu Gemüte führen.

Fazit :

Keine Frage die Vorschusslorbeeren mit denen SCARLET AURA angepriesen wurden waren absolut berechtigt! Auf ihrem Debütalbum haben sie ein tolles Rockpaket für alle Female Fronted Rock Fans geschnürt und wenn man wie mit Sängerin Aura einen kleinen DORO Klone an seiner Seite weiß, dann kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen.
Tolles Debütalbum der Band auf dem beim nächsten Mal absolut aufgebaut werden kann, denn ich glaube man ist noch lange nicht am Ende der Leistungsfähigkeit angekommen. Lasst euch die Scheibe nicht entgehen liebe Rockfreunde!

WERTUNG:

7,5

 

 

Trackliste:

01. Immortal in your Eyes
02. Colour Blind
03. You‘re not alone
04. My own Nightmare
05. Chasing White Horses
06. Falling Sky
07. Silent Tears
08. Shamanic Eye
09. Fortune Teller
10. Riding like the Wind
11. Silent Tears (Radio Edit)

Julian

POLTERGEIST – Back to Haunt

cover-poltergeist_back-to-haunt-highBand: Poltergeist
Album: Back to Haunt
Spielzeit: 52:42 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Pure Steel Records  
Veröffentlichung: 21.10.2016
Homepage: www.facebook.com/poltergeist.official

Eines der sensationellsten Comebacks der letzten Jahre dürfte für Freunde des technischen Thrashs Metal sicherlich die Rückkehr der Schweizer POLTERGEIST gewesen sein.
Mit Alben wie „Depression“ (1989) und „Nothing Lasts Forever“ (1993) haben die Mannen um Mainman V.O. Pulver (Gitarre) und André Grieder (Vocals) Klassiker
des Genres vorgelegt, die noch heute als Referenzwerke herangezogen werden.
Nun kehren sie 22 Jahre nach der Auflösung mit ihrem lang erwarteten, vierten Studioalbum zurück, das über Pure Steel Records nun veröffentlicht wird.
Technischer Thrash Metal mit melodischen Vocals, anspruchsvollem Songwriting und einer fetten Produktion ziehen sich konsequent durch die zehn neuen Tracks und sollten den Genrefans auf jeden Fall schmecken.
Direkt mit dem Titelstück „Back to Haunt“ wird das Album eröffnet und es geht gleich flott und druckvoll zur Sache. Hier kann man gleich schön die Matte kreisen lassen und der knackige Chorus dürfte bei den nächsten Liveshows schnell aus hundert Kehlen erklingen! Ein guter, rundum gelungener Opener.
Leider kann gegen diesen Opener das anschließende „Gone and Forgotten“ nicht wirklich anstinken, besser kommen da schon „Patterns in the Sky“ und auch „And so it has begun“ aus den Boxen. Der eine schnell und eingängig, der andere eher etwas stampfend, atmosphärischer aber nicht mindernd eingängiger. Sehr gut, es geht doch Jungs!
Was man sich aber beim absolut einfallslosen und runtergebretterten „When the Ships arrive“ gedacht hat weiß ich nicht, das Ding reißt einen auf jeden Fall nicht wirklich mit, und auch „The Pillars of Creation“ wirkt etwas blutleer und zahnlos.
Ab geht’s in den letzten Abschnitt der Scheibe der von „Faith is Gone“ auch leider eher mittelmäßig eröffnet wird und mit dem überlangen „Beyond the Realms of Time“ beschlossen wird. Dazwischen gibt es leider erneut nur mittelmäßige Standardkost zu hören, die auf Dauer nicht komplett überzeugen kann.

Anspieltipps:

Hier lege ich euch dieses Mal “Back to Haunt”, “Patterns in the Sky”, “And so it has begun” sowie “Beyond the Realms of Time” ans Herz.

Fazit :

Merkwürdig! Für eine Thrash Metal Band machen POLTERGEIST in den langsameren Midtempostücken eine doch sehr gute Figur. Insgesamt ist dann aber zu wenig richtig packendes dabei um sich hier großartig von andere Genre Bands bzw. deren Veröffentlichungen abzusetzen. Eher eine durchschnittliche Scheibe halt.

WERTUNG:

55

 

 

Trackliste:

01. Back to Haunt
02. Gone and Forgotten
03. Patterns in the Sky
04. And so it has begun
05. When the Ships arrive
06. The Pillars of Creation
07. Faith is gone
08. Flee from Today
09. Shell Beach
10. Beyond the Realms of Time

Julian