ZIX – Tides of the Final War

cover-zix_tides-of-the-final-warBand: ZIX
Album: Tides of the Final War
Spielzeit: 42:44 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Pure Steel Records  
Veröffentlichung: 28.10.2016
Homepage: www.facebook.com/zixband

Die beste Heavy Metal-Band aus dem Libanon heißt ZIX. Das sind die markigen Worte aus dem mir vorliegenden Promosheet. Vielleicht sollte man es etwas abwandeln und sagen die einzige Heavy Metal Band aus dem Libanon sind ZIX! Denn das dieser Tage erscheinende Album „Tides of the Final“ ist das Debüt der Truppe. Das Debutalbum der Band wurde in den Vegas View Studios, Nevada, vom
Produzenten Steve Thompson (METALLICA, ANTHRAX, GUNS´N´ROSES etc.)
abgemischt. Und so präsentieren sie auf ihrem Debüt für alle True-Metaller brandneue Metal Hymnen mit unglaublichem Frauengesang.
Allein der Song „Metal Strike“ ist eine wild brennende Fackel im Kampf gegen die
Unterdrückung aller Headbanger im Nahen Osten, der mit Gastbeiträgen von Tony
Martin (BLACK SABBATH), Blaze Bayley (IRON MAIDEN), Paul Di'Anno (IRON MAIDEN), Ross The Boss (Ex MANOWAR, DEATH DEALER) und vielen anderen bekannten Namen bestückt ist. Das klingt doch schon mal nicht schlecht.
Widmen wir uns also mal dem Opener „Buyer of Souls“ um heraus zu finden wie gut das Debüt wirklich ist. Nach einer instrumentalen Anlaufphase entfaltet sich der schnelle Midtemposong in voller Blüte. Getragen von den klassischen female Vocals und dem Heavy/US Metalmix wird dem geneigten Hörer direkt gezeigt wo der Weg in den nächsten 42 Minuten hingeht.
Als Nächstes folgt dann das schon angesprochene „Metal Strike“ welches nicht nur aufgrund seiner ganzen, tollen Gastbeiträge direkt in die Blutbahn geht und qualitativ wesentlich hochwertiger ist als der Opener!
Dies kann man auch direkt beim anschließenden Titelstück „Tides of the Final War“ festhalten. Mutet der Beginn noch sehr orientalisch beeinflusst an, entwickelt sich dann eine epische Metalnummer die auf ganzer Linie überzeugen kann.
Auch im weiteren Verlauf gibt es diese langsameren, epischeren Nummern die der Band sehr gut zu Gesicht stehen. Beispiele hierfür sind  „Dark Days of Babylon“, „Thousand Wars at Sea“ oder das abschließende „The Warwhore“.
Aber auch das klassische „Heavens Eyes“ und „Night of Evil“, welche sich dazwischen platzieren, laufen recht satt aus den Boxen und gefallen auf Anhieb.
So bleibt abschließend eine solide bis starke Leistung auf dem Debütalbum von ZIX.

Anspieltipps:

Hier tönen definitiv “Metal Strike”, “Tides of the Final War”, “Dark Days of Babylon”, sowie “Heavens Eyes” am besten.

Fazit :

Die Kritikpunkte gleich vorweg, die Produktion hat leider zu wenig Bums und wirkt auch manchmal etwas schwammig. Auch der Gesang ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache. Ansonsten kann man hier aber von einem gelungenen Debütalbum sprechen, welches zwar noch Luft nach oben hat, aber wo die positiven Eindrücke definitiv überwiegen.
Insgesamt macht das dann wie schon gesagt eine solide Leistung auf der Mann und Frau definitiv aufbauen kann!

WERTUNG:

65

 

 

Trackliste:

01. Buyer of Souls
02. Metal Strike
03. Tides of the Final War
04. Shadow of a Dying Sun
05. Crucible
06. Dark Days of Babylon
07. Heavens Eyes
08. Thousand Wars at Sea
09. Night of Evil
10. The Warwhore

Julian

FREEDOM CALL – Master of Light

freedom-call_master-of-light_smaragd_1500x1500pxBand: Freedom Call
Album: Master Of Light
Spielzeit: 50:07 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Steamhammer/SPV  
Veröffentlichung: 11.11.2016
Homepage: www.freedom-call.net

Die gut geölte Maschine der deutschen Melodic Metaller von FREEDOM CALL läuft seit ein paar Jahren auf Hochtouren! Das beweisen die letzten starken Albumveröffentlichungen. Nun kommt mit Album Nummer 13 eins in die Läden dessen Albumtitel „Master of Light“ treffender nicht sein könnte für die Band. Denn immerhin gelten sie als einer der am fröhlichsten schillerndsten deutschen Bands des Metals. Happy Melodic Metal ist das Stichwort und entweder man liebt die Truppe rund um die Gründungsmitglieder Chris Bay und Ilker Ersin oder man hasst sie! Das wird sich wohl auch mit dem neusten Output nicht ändern.
Das Album entstand unter dem Eindruck der erfolgreichen Tour zur Vorgängerscheibe  „Beyond“ Mastermind Chris Bay meint dazu „Wir sind von den Shows mit einer dermaßen großen Power  zurückgekehrt,  dass  wir  die  neuen  Songs  innerhalb  weniger  Monate komponiert und aufgenommen haben.“
Erneut liegt die größte Stärke von FREEDOM CALL in ihrer Rasanz und enormen Dynamik, ihren großartigen Melodien und hymnischen Refrains, Tendenz steigend: „In Punkto Chöre haben wir diesmal sogar noch einen Zacken draufgelegt“, erklärt wiederum Bay.
Na also, klingt doch nach einer tollen Platte für die FC Fans. Der Opener „Metal is for Everyone“ bietet auf jeden Fall schon mal Happy Metal in Reinkultur! Auch wenn wir hier in der Mitte einen interessanten Break haben, der das Ganze schwermetallisch und stellenweise schon progressiv wirken lässt. Der Happy Metal regiert hier nach wie vor und das ist auch gut so!
Das folgende, schon aus dem Internet bekannte, „Hammer of the Gods“ ist dann FREEDOM CALL pur das wird direkt mit den zu Beginn ertönenden Riffs klar. Ein klasse Chorus den man sofort mitsingen kann und flotte Melodien bilden hier die Grundlage für ein wahres Melodic Metal Feuerwerk.
Bevor wir den Titelsong „Masters of Light“ haben, der stampfend und episch aus den Boxen kommt, folgt mit „A World Beyond“ ein Bindegliedtrack der zwar nicht so stark überzeugen kann wie die bisherigen Nummern, aber gut in die Songreihenfolge und Struktur passt.
Weiter geht die qualitativ hochwertige Fahrt im Mittelteil der Scheibe mit dem Nackenbrecher „King Rise and Fall“, der Halbballade „Cradle of Angels“, dem „Crystal Empire“ Gedächtnissong „Emerald Skies“ sowie dem klassischen „Hail the Legend“. Hier kommt jeder Fan der Band auf seine Kosten und die Jungs zeigen hier auch ab und an ihre schwermetallische, ernstere Seite weit ab vom Happy Metal, die ihnen ebenfalls bestens zu Gesicht steht!
Der letzte Abschnitt wird dann von „Ghost Ballet“ eröffnet welches irgendwie sofort Erinnerungen an eine Party mit swingvollem Tanz weckt. Der Trackt reißt definitiv mit, auch wenn hier die Keyboards sehr stark im Vordergrund stehen, was nicht jedermanns Geschmack sein wird.
Über die klassischen FREEDOM CALL Hymnen „Rock the Nation“ und „Riders in the Sky“, die ebenfalls erstklassig tönen, geht es zum vielleicht poppigsten und kommerziellsten Song der letzten Scheiben, dem abschließenden „High Up“. Und hier finden die Hater der Band wieder alle Elemente für die sie Jungs so verteufeln und der Die Hard Fan alles was er so liebt…Happy Metal in absoluter Perfektion welches so nur FREEDOM CALL hinbekommen!


Anspieltipps:

Die gesamte Platte ist mal wieder sehr stark, greift hin wo ihr wollt alles ist hier absolut empfehlenswert!

Fazit :

Wie schon gesagt findet man auch auf dem neusten Album der Jungs von FREEDOM CALL wieder die typischen Happy Metal Lieder die jedem Altfan sofort die Freudentränen ins Gesicht treiben sollten. Aber man hat auch hörbar an der Härteschraube gedreht und bricht auch das Ein oder Andere Mal aus dem gewohnten Umfeld aus und lugt in die schwermetallisch/progressive Schiene rein.
Das macht das Album sehr abwechslungsreich und bestens hörbar, so das wir hier erneut eine Note im höchsten Bereich vergeben können und müssen!

WERTUNG:

9

 

 

Trackliste:

01. Metal is for Everyone
02. Hammer of the Gods
03. A World Beyond
04. Masters of Light
05. Kings Rise and Fall
06. Cradle of Angels
07. Emerald Skies
08. Hail the Legend
09. Ghost Ballet
10. Rock the Nation
11. Riders in the Sky
12. High Up

Julian

DARK SUN – Chronicles of Aravan

dark-sun-aravanBand: Dark Sun
Album: Chronicles of Aravan
Spielzeit: 57:08 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma:  FC Metal
Veröffentlichung: 28.10.2016
Homepage: www.darksunweb.com

Die spanischen Power Metaller von DARK SUN haben seit ihrer Gründung 2002 schon 5 Alben unter das Volk gebracht. Das letzte „Chronicles of Aravan“ wird jetzt in englischer Sprache erneut veröffentlicht, denn bislang zockten die Jungs in ihrer Muttersprache die Songs runter. Vermutlich möchte man damit die Bekanntheit außerhalb Spaniens steigern, denn dort ist die Truppe noch recht unbekannt.
Dies wird sich ja nun für uns zumindestens ändern.
Fans solcher Bands wie HELLOWEEN, BLIND GUARDIAN, STRATOVARIUS, EDGUY oder RHAPSODY OF FIRE sollte die nun folgende Besprechung auf jeden Fall schmecken.
Als Opener hat man das etwas komplex und bombastische „The Battle“ gewählt. Hier kommen sicherlich gleich die RHAPSODY OF FIRE Querverweise voll zum tragen, aber insgesamt ist die Nummer wie gesagt als Opener nicht gerade geeignet, auch wenn wir hier natürlich nicht von einem schlechten Track reden!
Wesentlich besser weil kompakter und eingängiger macht man es dann bei „The Legacy“. Hier werden die Power/Melodic Metalfans auf jeden Fall ihre wahre Freude dran haben. So viel ist direkt klar!
Auch die anschließenden „Dragon Heart“, „Beyond the Gates of Hell“ und „For the Gods“ gehören in diese Kategorie. Hier bekommt der geneigte Fan was er erwartet und wird vollkommen zufriedengestellt.
Man hat sein Pulver aber längst noch nicht verschossen, das beweisen die anschließenden Songs „For the Gods“, „The Red Dwelling“, „Fighthing as One“ sowie „My Last Sunrise“ im Anschluss die mal mehr mal weniger zünden.
Bleiben noch mit „Fragile“ und „Broken Dreams“ die beiden letzten Nummern. Bei „Fragile“ ertönt als Gastbeitrag die Stimme von Ralf Scheepers (PRIMAL FEAR) und bei „Broken Dreams“ gibt sich Peavy Wagner (RAGE) die Ehre. Zu empfehlen sind hier ganz klar beide Nummern, ein sehr starker Abschluss einen Standard Power Metal Album ohne großartige Überraschungen.

Anspieltipps:

Zum antesten sind hier auf jeden Fall “The Legacy”, “Beyond the Gates of Hell”, “Fragile” sowie “Broken Dreams” zu empfehlen.

Fazit :

Die Neuauflage des letzten Albums von DARK SUN hat sich auf jeden Fall gelohnt! Denn der geneigte Power Metalanhänger findet hier eigentlich genau das was er sucht, wenn auch keine wirklichen Innovationen oder Neues. Und genau das ist dann auch der größte Kritikpunkt hier. Irgendwie hat man alles schon ähnlich so schon mal gehört und teilweise ist die Songplatzierung auch etwas hörerschwerend.
Trotz allem haben wir eine starke Leistung die mit der entsprechenden Note gewürdigt wird.

WERTUNG:

7

 

 

Trackliste:

01. The Battle
02. The Legacy
03. Dragon Heart
04. Beyond the Gates of Hell
05. For the Gods
06. See the Light
07. The Red Dwelling
08. Fighting as One
09. My last Sunrise
10. Fragile
11. Broken Dreams

Julian

NIGHTMARE News

NIGHTMARE: Neue Single und Video!

nm_ds_c_1500x1500NIGHTMARE veröffentlichen als zweite Single und Video den Song "Serpentine", von ihrem neuen Albu "Dead Sun", welches am 25.11. erscheinen wird.
Als Special Guest am Mikrofon tritt Kelly Sundown Carpenter (Ex-Beyond Twilight, Ex-Firewind, Adagio) im Duett mit Maggy Luyten in Erscheinung
Regie führte Mehdi Khadouj/Evolution Prod.

 

NIVA – Atmospherical

niva-coverBand: Niva
Album: Atmospherical
Spielzeit: 41:49 min
Stilrichtung: Melodic Rock / Melodic Metal
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 28.10.2016
Homepage:  www.niva.se

War das letztjährige Album "Relievin Rain" noch ziemlich Düster, so findet der ehemalige Lion`s Share Frontmann TONY NIVA auf seinem inzwischen sechsten Longplayer "Atmospherical" wieder zurück zu seinen Stärken, die aus der perfekten Mischung aus Melodien und Härte bestehen. Insgesamt erinnert mich das Material an Bands wie TNT oder Pretty Maids, die ebenfalls diese perfekte Melange aus AOR, Hardrock und Melodic Metal herstellen können.

Durch die herausragende Stimme von TONY NIVA bekommt "Atmospherical" aber einen ganz eigenen Touch, wodurch man ein deutliches Alleinstellungsmerkmal erreicht und sich somit wieder von den oben genannten Combos abgrenzt. Mit dem grandiosen Opener "Dressed To Kill", einer Stadion Hymne vom allerfeinsten, gelingt NIVA ein erstklassiger Start, denn die Nummer bleibt sofort in den Gehörgängen hängen. Das folgende "Deja Vu" ist das erste AOR Highlight des Silberlings. Die Gitarrenarbeit und der Refrain sind einfach brilliant. "Spirit Of The Night" ist ein Doublebass Nackenbrecher, der sich trotz seiner Härte ganz wunderbar in das Gesamtbild des Albums einfügt. Das Toto-esque "Evil Rose" hätte auf "Isolation", meinem Lieblingsalbum von Toto aus dem Jahr 1984, eine ganz hervorragende Figur abgegeben. Des Weiteren möchte ich euch noch "Raise Your Voice" ans Herz legen, welches in den Strophen mit AOR a la Journey daher kommt, um im Refrain zum Heavy Track zu mutieren. "The Mountain" ist die AOR Übernummer des Longplayers, die in den 80er die Charts im Sturm erobert hätte. Einfach bärenstark was TONY NIVA und seine Mitstreiter hier abgeliefert haben.

Fans der oben genannten Bands sollten hier unbedingt zuschlagen und sich mit "Atmospherical" eines der stärksten Alben, die in diesem Genre veröffentlicht wurden, ins Regal stellen.

WERTUNG:

9

 

 

Tracklist

01. Dressed To Kill
02. Deja Vu
03. Spirit Of The Night
04. Forbidden Lover
05. I´m On A Roll
06. Evil Rose
07. Raise Your Voice
08. The Mountain
09. Play Our Songs
10. Wall Of Bricks

Heiko Füchsel

SKY OF FOREVER – Sky of Forever

sky-of-forever-coverBand: Sky Of Forever
Album: Sky Of Forever
Spielzeit: 36:41 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Mighty Music
Veröffentlichung: 14.10.2016
Homepage: www.skyofforever.com

Hinter der finnischen Band SKY OF FOREVER, verbergen sich keine Neulinge, sind doch mit Gitarrist Roni Seppänen (Tracedawn) und Drummer Rolf Pilve (Stratovarius) bereits erfahrene Musiker mit an Bord. Wer jetzt allerdings damit die musikalische Ausrichtung vermutet, erlebt allerdings eine faustdicke Überraschung, denn die Jungs haben sich dem gemäßigten AOR der achtziger Jahre verschrieben.

Wer sich mit der skandinavischen Musikszene auskennt, ist allerdings nicht wirklich überrascht, denn AOR und Melodic Rock haben dort eine lange Tradition und sind da wirklich angesagt, was zahlreiche erstklassige Veröffentlichungen in den letzten 30 Jahren dokumentieren.

Die klare, gefühlvolle und zumeist weiche Stimme von Sänger Lauri Hannola passt hervorragend zum Bandsound und lässt Vergleiche mit Journey oder Survivor zu, wobei SKY OF FOREVER deutlich seichter, mit mehr Pop Schlagseite zu Werke gehen. Songs wie "Vagabond", mit dem fast keltischen Enya Touch, oder die das Album abschließende Ballade "Under Everlasting Sun" wissen durchaus zu Gefallen, allerdings ist das Debüt eine Spur zu ruhig, sodass sich doch sehr schnell Langeweile breit macht, da leider auch nicht alle Melodien greifen und hängen bleiben.

Da das Potenzial für Melodien vorhanden ist, hoffe ich das SKY OF FOREVER beim Songwriting für das nächste Album, eine Schippe mehr Wucht und Härte mit dazupacken um so für mehr Abwechslung zusorgen. So jedenfalls versinkt die Scheibe leider im Mittelmaß.   


WERTUNG:

5

 

 

Tracklist

01. Carry On
02. One Of These Days
03. Wild Heart
04. Tomorrow
05. Vagabond
06. Summer Rain
07. Divine
08. Sky Of Forever
09. Under Everlasting Sun

Heiko Füchsel

CIVIL WAR – The Last Full Measure

civil-war-coverBand: Civil War
Album: The Last Full Measure
Spielzeit: 56:41 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Napalm Records  
Veröffentlichung: 04.11.2016
Homepage: www.civilwar.se

Die Jungs von CIVIL WAR sind ganz schön fleißig! In kaum vier Jahren erscheint nun schon das dritte Werk „The Last Full Measure“ und wird auf die hungrigen Fans losgelassen. Dieses Mal haben sich die Mannen um ASTRAL DOORS Sänger Patrik Johansson erneut einigen historischen Themen gewidmet, aber nach wie vor frönen sie einem völlig anderen Stil als SABATON, dessen Ex Mitglieder hier ja nach wie vor ebenfalls mit an Bord sind.
Dieses Mal hat man sich aber auch ein paar musikalische Überraschungen einfallen lassen, so viel sei schon mal verraten! Mal schauen ob das neue Album genauso eine Qualität hat und so zündet wie seine beide Vorgänger, denn die waren aller erste Sahne!
Als Opener fungiert das schon aus dem Internet und vorab veröffentlichte „Road to Victory“. Dieser Song hätte auf jeden Fall auch auf eine der beiden bärenstarken Vorgänger stehen können, denn er führt den musikalischen Weg 1 A weiter.
In eine ähnliche Kerbe schlägt dann auch „Deliverance“ wo mir die Band aber irgendwie zu sehr auf Nummer sicher geht. So ganz kann die Nummer trotz des tollen Chorus nicht ganz überzeugen.
Wesentlich besser, weil auch etwas abwechslungsreicher tönt da schon „Savannah“ wo auch Sänger Patrik mal ein paar andere Tonlagen von sich zeigt. Hier gehen also beide Daumen wieder ganz klar nach oben!
Im Anschluss haben wir dann „Tombstone“ welches aufgrund seines Schunkelrythmus doch sehr sehr gewöhnungsbedürftig ist! Klar der Chorus ist schön metallisch und ballert richtig fett durch die Boxen aber insgesamt kann mich die Nummer nicht überzeugen, ein bisschen zu abgespact ist das Ganze finde ich, auch wenn hier ganz klar die Vielseitigkeit der Truppe sehr schön gezeigt wird.
„America“ im Anschluss ist dann auch wieder etwas zu gewöhnlich, wesentlich besser kommt dann das epische „A Tale that should never be told“ aus den Boxen. Der Track ist mit Sicherheit einer der Besten des ganzen Album.
In der Folge wechseln sich ordentliche Tracks mit gewöhnlicher Standardmetalkost ab, die richtigen Perlen sind hier mit „Gladiator“ und dem Titeltrack „The Last Full Measure“ schnell ausgemacht.
Das heißt jetzt nicht das die anderen Songs schlecht sind, aber an die genannten Übersongs kommen sie leider zu keiner Zeit ran.
Mit dem epischen „Aftermath“ findet ein CIVIL WAR Werk seinen Abschluss welches den Vergleich mit den Vorgängern leider nicht ganz stand halten kann.

Anspieltipps:

Hier sind auf jeden Fall “Road to Victory”, “Savannah”, “A Tale that should never be told”, “Gladiator” und “The Last Full Measure” die besten Tracks.

Fazit :

CIVIL WAR bieten auf ihrem neuen Album auf jeden Fall den Fans das was sie von der Band erwarten. Man hat auch ein paar experimentelle und neue Sachen mit eingebaut die aber leider nicht komplett überzeugen können.
So bleibt abschließend festzuhalten das die Band mit ihrem neuen Output auf jeden Fall die Fans zufrieden stellen werden, wenn man aber die Vorgängeralben als Vergleich nimmt muss man leider feststellen das diese doch insgesamt stärker waren. Vielleicht ging man hier auch mit zu hohen Erwartungen ins Rennen.
Eine Kaufempfehlung für die Anhänger gibt es aber natürlich trotzdem!

WERTUNG:

8

 

 

Trackliste:

01. Road to Victory
02. Deliverance
03. Savannah
04. Tombstone
05. America
06. A Tale that should never be told
07. Gangs of New York
08. Gladiator
09. People of the Abyss
10. The Last Full Measure
11. Strike Hard Strike Sure
12. Aftermath

Julian

HAMMERFALL – Built to Last

hammerfall-coverBand: Hammerfall
Album: Built to Last
Spielzeit: 47:29 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Napalm Records  
Veröffentlichung: 04.11.2016
Homepage: www.hammerfall.net

Mit dem letzten Album „(r)Evolution“ der schwedischen Retter des Metals HAMMERFALL ging es zurück zu den Wurzeln der Band, die den Fans absolut gemundet hat. Nun steht uns das neue Album „Built to Last“ ins Haus und erneut wird hier vorab davon gesprochen das es hier zurück in die Anfangstagen der Band geht und man mit allem aufwarten kann was die Truppe bislang ausgemacht hat, hochmelodische und rasante Hymnen, bissige Leads, Refrains zum Fäuste-in-die-Luft recken und Joacim Cans erstklassiger Gesang. Eins ist aber dieser Tage neu, nach etlichen Jahren beim Branchenriesen Nuclear Blast ist man nun beim aufstrebenden Label Napalm Records unter Vertrag. Mit Sicherheit nicht die schlechteste Entscheidung der Schweden!
Aber kommen wir nun zum neuen Diskus, welches von „Bring It“ stilecht eröffnet wird. Direkt mit den ersten Riffs merkt man das man in einem HAMMERFALL Song gelandet ist. Die Nummer geht ganz klar erneut zu den Roots der Band und überzeugt direkt auf ganzer Linie.
Dies kann man dann auch direkt auch bei den nächsten Songs „Hammer High“ und „The Sacred Vow“ so stehen lassen. Hier wird gewohnt starke HAMMERFALL Kost geliefert die weit entfernt ist von den letzten Experimenten und in den Anfangstagen der Band auch hätten aufgenommen werden können.
Direkt in der Mitte der Scheibe befindet sich mit „Twilight Princess“ eine tolle Ballade ganz im Stile von „The Fallen One“. Auch diese Songs haben die Jungs also auch im Alter nicht verlernt!
Apropos Alter, Sänger Joacim Cans merkt man dieses überhaupt nicht an, er liefert eine bockstarke Gesangsperformance ab so als hätten wir noch das Jahr 1999.
Und die Qualität bleibt auch im weiteren Verlauf hoch, egal ob es klassisch, schnelle Midtempotracks ala „Stormbreaker“ und „The Star of Home“, stampfende Metalhymnen wie der Titeltrack „Bulid to Last“ oder der epische Abschlusstrack „Second to None“ sind, alles ist hier wunderbar hörbar. Den einzigen Vorwurf den man den Jungs hier vielleicht machen kann ist, das man einfach auf Nummer sicher geht und keine großen Überraschungen parat hat. Aber auch die sichere Nummer muss man erstmal so gut beherrschen wie es hier getan wird!

Anspieltipps:

Schlechtes Material findet ihr hier nicht, alles ist absolut hörbar und als Anspieltipp verwendbar.

Fazit :

Nachdem man ja schon mit dem letzten Album „(r)Evolution“ wieder richtig ordentlich unterwegs war, legt man mit dem neuen Werk nochmal etwas an Qualität zu. Die Songs sitzen perfekt und man merkt das sie eine lange Zeit der Reife hinter sich haben.
Wie schon angesprochen, den einzigen Vorwurf den man der Band vielleicht machen kann ist, das man insgesamt einfach zu sehr auf Nummer sicher geht. Das ändert aber natürlich nichts an der Qualität der Songs!
Alte wie neue Fans können hier auf jeden Fall ohne Nachzudenken zugreifen!

WERTUNG:

9

 

 

Trackliste:

01. Bring It
02. Hammer High
03. The Sacred Vow
04. Dethrone and Defy
05. Twilight Princess
06. Strombreaker
07. Build to Last
08. The Star of Home
09. New Breed
10. Second to None


Julian

SKYLINER – Condition Black

skyliner_-_condition_black_-_coverBand: Skyliner
Album: Condition Black
Spielzeit: 60:52 min
Stilrichtung: US Power Metal
Plattenfirma: Limb Music  
Veröffentlichung: 21.10.2016
Homepage: www.skylinermusic.com

Vor zwei Jahren kamen die Amerikaner SKYLINER mit ihrem Debütalbum „Outsiders“ um die Ecke. Darauf geboten wurde uns eine Mixtur aus Power und Prog Metal US metallischer Prägung die durchaus direkt überzeugen konnte.
Nun hat man das neue, zweite Album „Condition Black“ fertig und zeigt sich auf diesem nochmal eine Spur experimenteller und vielseitiger. Zum Beispiel finden wir hier Growls und Thrash Metal Parts die sich mit der bereits bekannten Power/Prog Metal Mischung vereinen.
Personell ist übrigens alles beim alten geblieben, ob die Qualitätsnadel auch wieder so nach oben ausschlägt wie beim Debütalbum werden wir nun zusammen herausfinden.
Als Opener fungiert das überlange Intro „Tidal“ welches atmosphärisch in die Platte einleitet.
Der Titeltrack „Condition Black“ liefert dann noch den gewohnten Sound den man vom Vorgängeralbum schon gewohnt ist und überzeugt direkt auf ganzer Linie. Hier werden aber schon die ersten härtetechnischen Änderungen offensichtlich.
Richtig schön klassisch und ohne großartige Experimente ist dann auch das anschließende „Too Many Voices“ welches ebenfalls komplett überzeugen kann.
Bevor jetzt die zweite Hälfte bestehend aus der Songzusammenstellung „A Divine Triumverate“ ansteht haben wir mit „Cages we Create“ noch eine etwas langsamere, gefühlvollere Nummer die auch auf jeden Fall zu Gefallen weiß.
Nun folgt dann wie schon angesprochene eine Songzusammenstellung, die zusammen eine Art Einheit bilden und konzeptionell verbunden sind.
Und irgendwie gibt es für die Jungs hier kein Halten mehr! Stilistisch zockt man sich quer durch den Gemüsegarten, keine Grenzen mehr, egal ob es Death, Power, Thrash oder Rock ist. Das macht das Ganze sehr schwer fassbar und hörbar wie ich finde. Progressive Fans dürften hier mit Sicherheit dran gefallen finden, mir ist das Ganze aber zu wüst und ohne roten Faden. Dazu sinkt die Qualität der Songs auch ziemlich ab.
Einzig der Abschlusssong „Your Hand in Mine“ kann stellenweise noch gefallen, der Rest fällt leider unten durch, sorry Jungs!

Anspieltipps:

Hier tönen “Condtion Black”, “Too Many Voices”, “Cages we Create” sowie “Your Hand in Mine” definitiv am Besten.

Fazit :

Tja schade, die neue Scheibe von SKYLINER hat gerade im ersten Teil einige starke Tracks zu bieten, mit ihrem konzeptionellen Gesamtwerk im zweiten Abschnitt hat sich die Truppe aber keinen Gefallen getan! Hier wirkt alles nur wüste zusammengeschustert ohne richtiges Konzept dahinter.
Prog Fans dürften wie schon gesagt hier ihre wahre Freude dran haben, für den Otto Normalo Power Metaller ist das Ganze aber nichts!
Somit gibt es dann auch nur insgesamt eine durchschnittliche Bewertung.

WERTUNG:

 5

 

 

Trackliste:

01. Tidal
02. Condition Black
03. Too Many Voices
04. No World Order
05. Cages we Create
06. Starseeker
07. Interlude I: The Firmament
08. As Above, So Below
09. Interlude II: The Dance of Bliss
10. The Morbid Architect
11. Your Hand in Mine

Julian