DIABULUS IN MUSICA – Dirge for the Archons

Band: Diabulus In Musica
Album: Dirge For The Archons
Spielzeit: 53:54 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 18.11.2016
Homepage: www.diabulusinmusica.com

Mit "Dirge For The Archons" präsentiert uns die spanische Symphonic Metal DIABULUS IN MUSICA Ihren vierten Langdreher. Für alle die die Band noch nicht kennen hier noch ein paar Infos. Gegründet wurde die Band 2006 in Pamplona von der Sängerin Zuberoa Aznárez, dem Keyboarder Gorka Elso und Bassist Jorge Arca. 2010 erschien mit "Secrets" das Debütalbum, dem bis Heute noch die Scheiben "The Wanderer" (2012) und "Argia" (2014) folgten.

War "Argia" schon ein erstklassiges Symphonic Metal Scheibchen, welches mit Operngesang, dem männlichen Gegenpart und einigen tollen Songs überzeugte, so ist es DIABULUS IN MUSICA mit "Dirge For The Archons" wirklich gelungen noch eine Schippe draufzulegen. Natürlich kann man den symphonischen Female Fronted Metal nicht neu erfinden, aber DIABULUS IN MUSICA verwenden alle Elemente die diese Musikrichtung braucht und auszeichnet.

Der Opener "Earthly Illusion" knallt nach einem kurzen Intro hart, druckvoll, ja fast ruppig aus den Lautsprechern. Ein ganz klares Zeichen, das die Combo auch am oberen Härtegrad unheimlich gute Songs schreiben kann. Weitere Highlights sind "Invisible", das sehr atmosphärische "Ring Around Dark Fairies Carousel", die getragene Ballade "A Speck In The Universe" und die Hammernummer "The Voice Of Your Dreams", in der es viele Tempowechsel, Orchester und gigantische Chöre zu hören gibt. Der Titel ist Gänsehaut pur und hat ein süchtig machendes Ohrwurm Potenzial.

Nach diesem erneut starken Werk von DIABULUS IN MUSICA kann ich nicht verstehen, wieso die Truppe immer noch nicht mit Nightwish, Epica oder Within Temptation in einem Atemzug genannt wird. Verdient hätten Sie es allemal. Die Symphonic Metal Fans können hier bedenkenlos zugreifen und alle anderen Metal Anhänger sollten hier unbedingt ein Ohr, am besten beide, riskieren.                                                                                                                                       

WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. Battle Of Atlantis (Intro)
02. Earthly Illusion
03. Marble Embrace
04. Invisible
05. Crimson Gale
06. Ring Around Dark Fairies Carousel
07. A Speck In The Universe
08. Hiding From You
09. The Voice Of Your Dreams
10. The Hawk´s Lament
11. Bane
12. The River Of Loss
13. Zauria

Heiko Füchsel

SPITEFUEL – Sleeping with Wolves

Band: Spitefuel
Album: Sleeping With Wolves
Spielzeit: 13:04 min
Stilrichtung: Heavy Metal / Hardrock
Plattenfirma: MDD
Veröffentlichung: 2.12.2016
Homepage: www.spitefuel.bandcamp.com

SPITEFUEL sind die Nachfolgeband der Heilbronner Truppe Strangelet und setzten mit Ihrer EP "Sleeping With Wolves" ein erstes Ausrufezeichen, was für das im Frühjahr 2017 erscheinende Debütalbum "Second To None" weitere Großtaten erwarten lässt.

Der Titelsong "Sleeping With Wolves" ist ein melodischer Hardrocker der allerersten Güteklasse und macht einfach Lust auf mehr. Das folgende "Never Surrender" ist ein Groove Monster und war das erste Lebenszeichen von SPITEFUEL und wurde für die EP nochmals Neu aufgenommen.

Der dritte und letzte Track der EP ist eine Orchestrale Instrumental Version des Titelsongs, die eine fast Filmmusikartige Stimmung erzeugt. Davon eine lange Version mit Gesang und Nightwish und Konsorten können einpacken.
Gänsehaut pur!


WERTUNG:

 


Tracklist

01. Sleeping With Wolves
02. Never Surrender
03. Sleeping With Wolves (Orchestral Version)


Heiko Füchsel

MAGNUM – The Valley of Tears

Band: Magnum
Album: The Valley Of Tears
Spielzeit: 47:34 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Steamhammer / SPV
Veröffentlichung: 06.01.2017
Homepage: www.magnumonline.co.uk

Inwiefern ein Balladen Album von MAGNUM für die Fans Sinn macht, muss wahrscheinlich jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich empfinde es als Mogelpackung, wenn grade solche grandiosen Songs, wie "Les Morts Dansant", "The Last Dance", "Need A Lot Of Love" und "Must Have Been Love" der erfolgreichen Klassiker Alben "On A Storyteller´s Night" (1985), "Vigilante" (1986) und dem erfolgreichsten MAGNUM Langdreher "Wings Of Heaven" (1988) keinerlei Beachtung finden.

Natürlich sind auch die anderen Balladen, alles andere als schlecht, denn MAGNUM stehen einfach für Qualität, allerdings sieht eine gelungene Werkschau, die ja die verschiedenen Schaffensphasen der britischen Band um Sänger Bob Catley und Gitarrist Tony Clarkin abdecken soll, anders aus.

Neueinsteigern in Sachen MAGNUM empfehle ich daher die drei oben bereits genannten MAGNUM Klassiker, denn da bekommt man neben einigen Gänsehaut Balladen auch die meisten Rock Klassiker der Band, die immer wieder den Weg in die Playlisten der Live Konzerte von MAGNUM finden.

                                                                                                                                                               

WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. Dream About You (Remastered)
02. Back In Your Arms Again (New Version)
03. The Valley Of Tears (Remastered)
04. Broken Wheel (New Version)
05. A Face In The Crowd (Remastered)
06. Your Dreams Won´t Die (Remastered)
07. Lonely Night (Acoustic Version)
08. The Last Frontier (Remastered)
09. Putting Things In Place (Remastered)
10. When The World Comes Down (Live Version)

Heiko Füchsel

APOLLO – Waterdevils

Band: Apollo
Album: Waterdevils
Spielzeit: 52:53 min
Stilrichtung: Classic Rock / Hard Rock
Plattenfirma: Escape Music
Veröffentlichung: 18.11.2016
Homepage: www.de-de.facebook.com/ApolloPapathanasio/

Der aus Schweden stammende frühere Firewind Frontmann Apollo Papathanasio, jetzt bei den Spiritual Beggars aktiv, veröffentlicht mit "Waterdevils" dieser Tage seine erste Soloscheibe. Das Songmaterial auf "Waterdevils" ist im klassischen Hardrock der 70er und frühen 80er Jahre beheimatet, was man ganz klar am immer wieder durchschimmernden typischen Sound der Hammond Orgel festmachen kann. Somit dürften Fans von Deep Purple, Rainbow und den frühen Whitesnake hier durchaus auf Ihre Kosten kommen.

Die kräftige Stimme von APOLLO passt hervorragend zu den Songs. Wie variabel er als Sänger ist zeigt die Vielfältigkeit des Longplayers, denn zwischen kernigen Hardrockern wie dem Opener "Revolution For The Brave" oder dem flotten "Liberate Yourself gibt es mit dem fast popigen "Power" und dem relaxt ums Eck kommenden "Fallen Endlessly" einige Farbtupfer aus dem AOR und Melodic Rock Sektor. Das fast funkig aus den Boxen schallende "I Need Rock N Roll" fügt sich ebenfalls hervorragend in den Gesamt Kontext ein.

Mit "Stop", einer Coversion vom 1987er PHENOMENA Album "Dreamrunner" hat er sich aus meiner Sicht, allerdings keinen Gefallen getan, denn durch den leicht metallischen Anstrich, hat er der Nummer jeden Charme des Originals genommen. Das ist daher auch mein einziger Kritikpunkt, da sonst alles sehr stimmig auf "Waterdevils" ist.  


WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. Revolution For The Brave
02. Liberate Yourself
03. Buried In A Flame
04. Safe And Sound
05. Fallen Endlessly
06. Crossing The Lines
07. Power
08. Rise Up
09. I Need Rock N Roll
10. Chasing Shadows
11. Through The Fire
12. Stop (Phenomena Cover)

Heiko Füchsel

DARK SARAH – The Puzzle

Band: Dark Sarah
Album: The Puzzle
Spielzeit: 48:19 Min
Stilrichtung: Cinematic / Theatrical Metal
Plattenfirma: Inner Wound
Veröffentlichung: 18.11.2016
Homepage: www.darksarah.com  

Für Ihre Soloalben hat sich die ehemalige Amberian Dawn Frontfrau Heidi Parviainen, die Geschichte der jungen Frau namens Sarah ausgedacht, die gegen Ihr dunkles Ich (Dark Sarah) kämpft. War das erste Album "Behind The Black Veil", welches 2015 das Licht der Welt erblickte, noch deutlich eingängiger, denn es ging mehr in Richtung Musical meets Disney Sountrack, geschickt vermengt mit Metal Elementen, so ist der zweite Silberling von DARK SARAH deutlich härter ausgefallen.

Was die finnische Sängerin und Ihre Mitstreiter abliefern ist aller Ehren wert und zielt natürlich, da man den symphonischen Metal mit Opernartigen Frauengesang nicht neu erfinden kann, ganz klar auf die Zielgruppe Nightwish, Within Temptation, Epica und wie sie alle heißen. Allerdings hat DARK SARAH durch den immer wieder durchschimmernden Musical Touch, aus meiner Sicht doch einen Punkt, wodurch sie sich von den eben genannten Bands etwas abgrenzen.

Die Produktion ist glasklar, fast klinisch, aber extrem passend zu dem Songmaterial und der hohen Stimme von DARK SARAH. Wie es inzwischen ja bei vielen Veröffentlichungen im Konzeptbereich üblich ist, gibt es neben Heidi Parviainen auch noch weitere Stimmen zu hören. In "Dance With The Dragon" bekommt der geneigte Hörer ein bombastisch dramatisches Duett mit Juha Pekka Leppäluoto, welches mich sehr an die Phantom der Oper Aufnahme mit Anna Maria Kaufmann und Peter Hofmann Anfang der 1990er Jahre erinnert. Gänsehaut bis zum Abwinken! Grandioser Titel!

Das eingängige "Rain", in dem DARK SARAH Unterstützung von Xandria Sängerin Manuela Kraller erhält ist ein weiteres Highlight dieses Silberlings. Als letztes sei noch der Auftritt von Delain Frontfrau Charlotte Wessels erwähnt, die im fast trashigen "Aquarium" mit zum Mikro greift.

Alle Fans dieser Stilrichtung sollten hier Definitiv zugreifen!


WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. Breath
02. Island In The Mist
03. Little Men
04. Ash Grove
05. For The Birds
06. Deep And Deeper
07. Dance With The Dragon
08. Cliffhanger
09. Aquarium
10. Rain

Heiko Füchsel

WHITE WIDDOW – Silhouette

Band: White Widdow
Album: Silhouette
Spielzeit: 57:39 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 14.10.2016
Homepage: www.facebook.com/whitewiddowaor

WHITE WIDDOW, die australische Band um die beiden Brüder Jules (Vocals) und Xavier Millis (Keyboards) machen auf Ihrem vierten Longplayer "Silhouette" da weiter, wo Sie vor knapp zwei Jahren mit dem Vorgänger "Crossfire" aufgehört haben. Die Jungs frönen Ihrer Lust nach dem klassischen AOR und Melodic Rock der 80er Jahre, wie ihn damals Bands wie Journey, Foreigner, Loverboy oder auch Survivor unters Volk gebracht haben.

Das heißt, dass der geneigte Zuhörer hier massenhaft Arena Rock, mit großartigen Chorgesang und grandiosen Melodien, präsentiert bekommt. Der Sound ist zwar eindeutig Keyboardlastig, aber er wird nicht damit zugekleistert, so dass die Gitarren immer noch zum Zuge kommen und Gitarrist Enzo Almanzi mit einigen tollen Soli glänzen kann.

Songs wie der Opener "Stranded", das flotte "Surrender My Heart", der Melodic Rocker "Smile For The Camera" oder die Keyboard Granate "Waited" erobern die Gehörgänge im Sturm und versetzen einen in das goldene Zeitalter dieser Musikrichtung. Besonders hervorheben möchte ich den AOR Kuschler "Last Chance For Love" der in den Achtzigern die Charts gestürmt hätte und den alle Radio Stationen rauf und runter gespielt hätten. Knaller Song eines tollen AOR Albums.

Für die angesprochene Zielgruppe ist das neue WHITE WIDDOW Album, ohne Zweifel ein Fest und sollte daher auf jedem Einkaufszettel für die nächste CD Shopping Tour vermerkt sein.

WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. Stranded
02. Surrender My Heart
03. Living For The Night
04. Last Chance For Love
05. Wild At Heart
06. Damage Is Done
07. Game Of Love
08. Smile For The Camera
09. Waited
10. Sleeping With The Enemy

Heiko Füchsel

NIGHT RANGER – 35 Years and a Night in Chicago

Band: Night Ranger
Album: 35 Years And A Night In Chicago
Spielzeit: 97:52 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 2.12.2016
Homepage: www.nightranger.com
 
Zum 35 Jährigen Bandjubiläum kredenzen uns NIGHT RANGER ein Live Paket, welches in CD und DVD Form erhältlich ist. Die amerikanische Melodic Rock Legende hat das Konzert im berühmten House Of Blues in Chicago im Mai 2016 mitgeschnitten und zeigt einen wirklich repräsentativen Querschnitt Ihrer Karriere.

Alle Hits wie "When You Close Your Eyes", "Rock In America", The Secret Of My Success" oder die beiden Oberballaden "Sister Christian" und "Sentimental Street" sind natürlich dabei und zeigen einmal mehr, welch grandiose Live Band NIGHT RANGER sind. Das die beiden Sänger Jack Blades und Kelly Keagy schon über 60 Jahre alt sind hört man zu keiner Sekunde und in dieser Verfassung zählt die Band aufgrund Ihrer Energie und Spielfreude noch lange nicht zum alten Eisen.

Da NIGHT RANGER in unseren Breitengraden nur selten unterwegs sind, sollten alle Anhänger hier bei der CD oder der DVD, die aufgrund der besonderen Theater Atmosphäre des House Of Blues ein besonderes Schmankerl ist, unbedingt zugreifen.

Mit dem neuen Song "Day And Night" gibt es sogar bereits einen Ausblick auf das im März 2017 erscheinende neue Studio Album "Don´t Let Up", worauf ich mich nach den letzten beiden ziemlich starken Longplayern "Somewhere In California" (2011) und "High Road" (2014) schon sehr freue.

WERTUNG:

 

 

Tracklist

CD 1:
01. Intro
02. Touch Of Madness
03. Sing Me Away
04. Four In The Morning
05. Growin' Up In California
06. Rumors In The Air
07. The Secret Of My Success
08. Sentimental Street
09. High Road
10. Eddie´s Comin´ Out Tonight

CD 2:
01. Goodbye
02. Day & Night
03. Night Ranger
04. When You Close Your Eyes
05. Don't Tell Me You Love Me
06. Penny
07. Sister Christian
08. Rock In America

Heiko Füchsel

TAKEN – Taken

Band: Taken
Album: Taken
Spielzeit: 65:57 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 18.10.2016
Homepage: www.takenmetal.com

Die Rezi zum Debütalbum der Jungs von TAKEN ist einem Streifzug durch die Weiten des Inets von mir geschuldet. Ich wurde auf die Band aufmerksam und schwupps gab es den Kontakt und mit ihm dann die Promo des selbst betitelten Debütalbums.
Die Band entstand aus der Asche der Band DREAM WALKER und gründete sich Ende 2012. Seit Ende 2014 war das Debüt in der Produktion von daher können wir auf jeden Fall von einem langen Reifeprozess reden. Stilistisch bietet die Band stark Keyboard geprägten Melodic Metal der am Ehesten mit HELLOWEEN verglichen werden kann, inklusive dem sehr gewöhnungsbedürftigen hohen Gesang.
Als Opener wird „Tales of Glory“ aufgefahren und wie schon angesprochen wird sich hier jeder Fan von schnellem Keyboard gestützten Melodic Metal direkt zu Hause fühlen! Der Gesang ist zwar sehr gewöhnungsbedürftig weil sehr hoch, passt damit aber natürlich wie die Faust aufs Auge zum Stil!
Ohne Rücksicht auf Verluste ballern uns die Jungs dann mit „Modern Messiah“ und „Wormy Brains“ direkt die nächsten Genreohrbomben auf die Ohren. Alles zwar nicht sehr innovativ, aber gut gemacht ist es auf jeden Fall!
Das erste Mal etwas Geschwindigkeit zurückgenommen wird bei „On the Road Again“, bevor es dann beim überlangen „Afterlife“ richtig ruhig wird und uns eine tolle Halbballade erwartet.
Am Besten tönen die Jungs aber definitiv wenn sie sich schnell und melodisch wie bei den ersten Tracks bewegen und in diese Kerbe schlagen dann wieder zu 100 % „Forgotten Realms“ und „Under the Skies of Asia“.
Im letzten Teil der Scheibe lässt man dann aber doch etwas nach und verliert qualitativ an Boden. „The Last Deadly Deeds“ kommt nicht wirklich in die Gänge „The Seven Seas“ ist nur ein Zwischenstück und auch „Distant Shores“ kann nicht komplett überzeugen! Einzig der überlange und abwechslungsreiche Abschlusssong „The Slaughter of the Last Cursed kann hier begeistern. Hier muss man also abschließend definitiv Federn lassen.

Anspieltipps:

Hier könnten euch am Ehesten “Tales of Glory”, “Modern Messiah”, “Wormy Brains” sowie “The Slaughter of the Last Cursed” begeistern.

Fazit :

Die erste Hälfte des Debütalbums ist eine richtig starke Packung für alle Fans von Keyboard unterstützten Melodic Metal der Marke HELLOWEEN. Danach geht den Jungs aber leider doch ziemlich die Puste aus und man merkt einfach das man vom Songwriting her doch noch etwas zulegen muss!
Wo man aber absolut nicht meckern kann ist die Produktion, die ist für eine Eigenproduktion wirklich sehr gut gelungen.
Ich denke eine solide Leistung inklusive Benotung können wir aber trotzdem abschließend vergeben!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Tales of Glory
02. Modern Messiah
03. Wormy Brains
04. On the Road Again
05. Afterlife
06. Forgotten Realms
07. Under the Skies of Asia
08. The Last Deadly Deeds
09. The Seven Seas
10. Distant Shores
11. The Slaughter of the Last Cursed

Julian

SIRENIA – Dim Days of Dolor

Band: Sirenia
Album: Dim Days of Dolor
Spielzeit: 50:40 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Napalm Records  
Veröffentlichung: 11.11.2016
Homepage: www.sirenia.no

Mastermind Morten Veland und seine Band SIRENIA warten mit einem neuem melancholischen Album auf! Der Nachfolger vom 2015er Werk „The Seventh Lifepath“ heißt „Dim Days of Dolor“ und leider gibt es schon wieder eine neue Sängerin zu vermelden. Denn die Spanierin Ailyn musste die Band wohl aufgrund privater Probleme verlassen und nun hat man mit Emmanuelle Zoldan eine neue Dame hinter dem Mikro, die aber gar nicht so neu ist! Denn die Gute war bislang für viele Backing Vocals verantwortlich und dürfte keine große Anlaufprobleme haben.
Schauen wir nun mal wie sich der neue Gesang auf die Mucke der Band auswirkt und lauschen direkt mal den Klängen des Openers „Goddess of the Sea“. Unverkennbar SIRENIA tönt uns hier direkt entgegen, der Gesang von Emmanuelle ist kraftvoll und zart zugleich und sie bewegt sich wie auch schon ihre Vorgängerin im Opernbereich. Der Song ans sich ist ein ordentlicher Opener der direkt Lust auf mehr macht!
Und dieser Hunger auf mehr wird direkt mit dem genialen Titeltrack „Dim Days of Dolor“ und dem ebenfalls sehr eingängigen „Treasure n Treason“ gestillt! Das dazwischen liegende „The 12th Hour“ kann aber irgendwie nicht komplett überzeugen, zu viel Death Metaleinflüsse für meinen Geschmack.
Sehr interessant und mit Sci Fi Cinematic Einflüssen beginnt „Cloud Nine“ welches dann mit knochentrockenen und kraftvollen Riffs definitiv den Staub aus euren Boxen ballern wird! Dazu kommt noch ein ohrenfreundlicher Refrain der schnell kleben bleibt.
Bei „Veil of Winter“ gibt es dann männlichen Gesang zu hören der sich wunderbar mit dem weiblichen Gesang von Emmanuelle abwechselt und ergänzt.
Die nächsten beiden Nummern „Ashes to Ashes“ und „Elusive Sun“ fischen dann aber leider in zu gewöhnlichen Standardfahrwasser um richtig zu überzeugen, ganz im Gegensatz dazu steht „Playing with Fire“ welches sofort zündet und auch auf unsere Hitliste gehört! Mit der ruhigen Ballade „Aeon‘s Embrace“ wird dann ein SIRENIA Album beschlossen welches mit Sicherheit neue wie alte Fans begeistern wird.

Anspieltipps:

Am Besten tönen hier definitiv “Goddess of the Sea”, “Dim Days of Dolor”, “Treasure n Treason”, “Cloud Nine” und “Playing with Fire“.

Fazit :

Ganz klar der Sängerinwechsel hat SIRENIA absolut nicht geschadet! Wie immer wird hier melancholische Symphonic Metalkost geboten die jedem bisherigen Fan auf jeden Fall munden sollte.
Insgesamt haben wir ein rundherum gelungenes neues Album welches auf jeden Fall den Kauf der Genrefreunde wert ist und absolut zu empfehlen ist!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Goddess of the Sea
02. Dim Days of Dolor
03. The 12th Hour
04. Treasure n Treason
05. Cloud Nine
06. Veil of Winter
07. Ashes to Ashes
08. Elusive Sun
09. Playing with Fire
10. Aeon‘s Embrace

Julian