THE UNITY Interview

Michael Ehre und Henjo Richter sind zwei ganz alte Hasen des deutschen Melodic Metal Geschäfts. Kaum verwunderlich das sich die Beiden nun auch mal zusammen gefunden haben um mit THE UNITY eine neue Band zu gründen. Die restliche Mannschaft besteht aus den Mitgliedern von Michaels anderer Spielwiese LOVE.MIGHT.KILL um die es merklich still geworden ist. Grund genug mich erneut ein wenig mit Bandgründer und Schlagzeuger Michael Ehre zu unterhalten.

J.P: Hallo Michael, vielen Dank das du mir ein paar Fragen zu eurer neuen Band THE UNITY und zu eurem Debütalbum beantwortest. 

Für die Leute die euch noch nicht so kennen, stell dich und die Band vielleicht doch kurz mal vor, gib uns einen kurzen Rückblick auf die Bandhistory.

 

M.E: Als ich 2012 fest bei GAMMA RAY eingestiegen bin, haben Henjo und ich schnell gemerkt, daß wir die gleichen musikalischen Roots haben und beschlossen, eigene Songs aufzunehmen. Uns war klar, daß die Ideen, die uns so vorschwebten nicht wirklich zu Gamma Ray passen würden, also „mussten“ wir was Eigenes auf die Beine stellen. Als wir diese Idee immer mehr vertieften, kam uns die Idee meine Kollegen von LMK zu fragen, ob sie nicht Bock hätten, dabei zu sein. Anschließend haben wir alle Ideen ausgetauscht und in Form gebracht. Das Ergebnis ist jetzt auf unserem Debütalbum zu hören.

J.P: Bevor wir näher auf euer neues Album eingehen, gilt es noch kurz die Personalie zu klären bzw. die Vergangenheit etwas aufzuarbeiten. Deine andere Band LOVE.MIGHT.KILL scheint inaktiv zu sein, gibt es sie überhaupt noch? Noch dazu da ja eigentlich fast die gesamte restliche Band aus ehemaligen LMK Mitgliedern besteht, außer Gitarrist Christian Stöver sind alle mit an Bord. Also wie steht es in Sachen LMK und was ist mit Christian passiert?

Ich denke nicht nur ich interessieren mich sehr für diese Antwort 🙂 

M.E: Wir haben 2012 das zweite LMK-Album „2 Big 2 Fail“ veröffentlicht. Im Anschluss daran bin ich fest bei GAMMA RAY eingestiegen, mit denen ich fast drei Jahre am Stück viel unterwegs war. Das bedingte, daß wir mit LMK nicht allzuviel machen konnten. Darüber hinaus hat uns dann Christian verlassen müssen, weil er sich ausschließlich auf seinen „richtigen“ Job konzentrieren musste und wollte. Er ist Lehrer und hat zu dem Zeitpunkt die Leitung einer Schule übernommen, was man nicht mal eben nebenbei erledigt. Weil er uns nicht im Wege stehen wollte, hat er seinen Platz geräumt. Als Henjo und ich wie gesagt planten, eine Spielwiese neben Gamma Ray zu eröffnen, war es nur allzu logisch, meine verbliebenen Freunde von LMK zu fragen, ob sie nicht Bock hätten mitzumachen.

J.P:  Personalie Nummer Zwo ist natürlich Bandmitgründer Henjo Richter! Der Gute ist ja sonst nur bei GAMMA RAY aktiv und man kann sich gar nicht vorstellen das er auch mal etwas anderes macht. Wie kam es denn nun dazu, bzw. wie konntest du Henjo überzeugen mit dir zusammen THE UNITY zu gründen?

M.E: Naja, im Prinzip lief´s so ab, wie ich bereits gesagt habe. Unsere gemeinsame Vorliebe für Bands wie Whitesnake, Rainbow, Black Sabbath und DIO hat uns zusammengebracht, hahaha…da diese Idee von uns ausging musste ich ihn auch nicht davon überzeugen.

J.P:  Euer Debüt Album ist euch ja hervorragend gelungen, wie lief denn der Aufnahmeprozess ab? Von wann bis wann ist denn das Album entstanden? 

M.E: Wir haben insgesamt bestimmt 2,5 Jahre an dem Album gearbeitet. Es ging mit dem Austausch von Ideen los. Da wir alle in der Band schreiben kannst Du Dir sicher vorstellen, daß wir schnell aus einem riesigen Pool schöpfen konnten, an dem wir dann weitergarbeitet haben. Es konnte z.B. sein, daß ein cooles Gitarrenriff als Ausgangspunkt für einen Song gedient hat oder eine Gesangsmelodie. Es kam auch vor, daß ein Song schon in Demoform so geil war, daß wir kaum noch dran arbeiten mussten. Nachdem wir die Songs alle in Demoform hatten, haben wir sie aufgenommen. Ab und zu haben wir dann trotzdem noch weitere Veränderungen vorgenommen, wir haben uns sowieso alles in allem bewusst sehr viel Zeit gelassen und uns nicht unter Druck gesetzt. Wir wollten das Optimum liefern, egal wie lange es dauert.

J.P: Wer zeichnet sich für die tolle, druckvolle Produktion verantwortlich?

M.E: Wir alle! Alle waren in die Entstehung des Albums eingebunden. Das ist zwar mitunter ein anstrengender Prozess, weil sehchs Leute auch sechs verschiedene Meinungen haben können, aber das Ergebnis war es wert. 

J.P: In dem Zusammenhang, gibt es ein gewisses Konzept beim Album, also eine Art roter Faden der sich durch die Songs zieht?

M.E: Nein, gibt es nicht. Das hätte den Prozess noch einmal schwieriger gestaltet. Uns war nur bei den Texten wichtig, daß sie ein aktuellen Bezug haben. 

J.P: Gehen wir mal auf ein paar Songs von „The Unity“ ein. Für mich sind “Rise and Fall ”, “No more Lies”, “Always just You ” und “The Wishing Well” die hervorstechenden Songs um mal nur rein paar zu nennen. Willst du uns über diese ein bisschen was erzählen? Hast du eigentlich auch irgendwelche Favoriten auf dem Album? 

M.E: Es ist für mich persönlich immer schwer, einzelne Songs aus einem Album, an dem ich beteiligt bin, herauszuheben. Ich bin unmittelbar an der Entstehung der Songs beteiligt und auch mit verantwortlich dafür, daß sie so sind wie sie nun einmal sind. Das wiederum bedeutet, daß sie auch so geworden sind, wie ich sie gerne hätte, deshalb mag ich jeden einzelnen Track und habe keine Favoriten. Was mir an diesem Album so gefällt ist, daß wir es geschafft haben, eine gewisse Bandbreite zu liefern, trotzdem klingt alles wie aus einem Guss. „The Wishing Well“ ist übrigens eine Covernummer. Sie stammt von Stefans ehemaliger Band CROSSROADS und wurde bereits auf deren Album „The Wild One“ 1991 veröffentlicht. Ich war immer ein großer Fan dieser Band, weshalb ich besonders stolz darauf bin, daß wir von ihnen ein Track auf dem Album haben. 

J.P: Teilweise tönen die Songs, ein wenig nach deiner alten Band LMK, was ja aufgrund der fast gleichen, handelnden Personen nicht verwunderlich ist. Trotzdem finde ich klingt das Ganze doch wesentlich heavier! Würdest du mir das zustimmen?  Oder was glaubst du sind die größten Unterschiede?

M.E: Du hast prinzipiell Recht. Würde ich genauso so sehen. Wir haben zu LMK-Zeiten ja schon nicht mit unseren Vorbildern hinter´m Berg gehalten, hahaha. THE UNITY sind sicherlich ein wenig heavier, trotzdem war uns immer wichtig mit guten Melodien zu punkten, wie eben damals auch. Wir haben aber definitiv nicht bewusst entschieden, daß THE UNITY eine härtere Version von LMK werden sollen. Das hat sich einfach so entwickelt.

J.P: Habt ihr vielleicht auf Songideen von LMK zurückgegriffen oder sind hier alles komplett neue Songs zu hören? Wer schreibt eigentlich bei euch die Songs?

M.E: Wir schreiben alle, der eine mehr, der andere weniger, hahaha…Im Prinzip sind auf dem Album, bis auf „The Wishing Well“ nur neue Songs gelandet. Die Ideen, die als Grundlage dienten waren aber zum Teil schon älter. Das Mainriff von „Rise And Fall“ z.B. lag schon länger auf meinem Rechner und hätte auch auf dem letzten GAMMA RAY-Album landen können, doch leider ist uns während der Produktion des „Empire Of The Undead“-Albums unser Studio abgebrannt, wodurch leider auch das Riff keine Verwendung mehr gefunden hat.

J.P: Noch eine persönliche Frage zu dir. Du bist ja unter anderem auch noch bei der Band STARCHILD aktiv? Dort ist seit geraumer Zeit ein neues Album angekündigt auf das denke ich nicht nur ich sehnsüchtigst warte! Kannst/darfst du uns hier vielleicht ein, zwei Sachen dazu verraten?

M.E: Kann ich leider nicht, weil ich nicht mehr bei STARCHILD bin. Durch meine Aktivitäten mit GAMMA RAY und THE UNITY war einfach keine Zeit mehr, um mich angemessen STARCHILD widmen zu können. Soweit ich weiß arbeitet Sandro aber gerade mit Hochdruck an einem neuen Album und hat auch schon eine neue Mannschaft zusammen.

J.P: Michael wie geht es denn jetzt genau bei THE UNITY weiter? Eine Tour ist doch bestimmt schon in Planung, oder?

M.E: Ja, wir werden genau eine Woche nach der VÖ unseres Albums mit SINNER auf Tour gehen, im Anschluss daran spielen wir eine eigene CD-Release-Show in der Nordenham Jahnhalle und anschließend geht’s zum Metalfest nach Tschechien und zum Bang Your Head-Festival nach Balingen. Dabei soll und wird es in diesem Jahr aber nicht bleiben. Wir arbeiten gerade mit Hochdruck an weiteren Optionen für dieses Jahr. Ich denke, daß es erst richtig losgeht, sovald die CD erschienen ist. Die Booker müssen erst einmal richtig auf uns aufmerksam werden…

J.P: Vielen Dank Michael für deine Zeit und die interessanten Antworten im Zuge dieses Interview! Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft, die letzten Worte gehören natürlich dir. 

M.E: Ich danke Dir für das Interview! Wir können die Veröffentlichung unseres Albums kaum erwarten und hoffen, möglichst bald Euch alle auf Tour begrüßen zu dürfen!

Julian

THE UNITY – The Unity

Band: The Unity
Album: The Unity
Spielzeit: 58:41 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Steamhammer/SPV
Veröffentlichung: 05.05.2017
Homepage: www.facebook.de/unityrocksofficial/

Wenn sich zwei Metalveteranen wie Gitarrist Henjo Richter (GAMMA RAY) und Schlagzeuger Michael Ehre (FIREWIND, UNISONIC, GAMMA RAY) zusammen tun kann dabei nur absolute Qualitästware des Melodic Metals herauskommen. Dafür muss man denke ich kein Hellseher sein!
Die beiden scharen fast die kompletten restlichen Mitglieder von Ehre‘s anderer Spielwiese LOVE.MIGHT.KILL zusammen und präsentieren uns in dieser Besetzung das selbstbetitelte Debütalbum der neuen Formation THE UNITY!
Was das nun für LMK heißt, bzw. warum die Gründung der neuen Band überhaupt notwendig war das wissen wohl nur die Götter und wird vielleicht in meinem anstehenden Interview beantwortet ; )
Wie auch immer, musikalisch darf man sich auf eine Leckerbissen des Melodic Metals einstellen, welches von der Band auch selbst produziert wurde.
Als Opener begegnet uns das, schon vorab im Internet zu bestaunende, „Rise and Fall“. Und hier geht es direkt mächtig zur Sache würde ich sagen, die Gitarrenriffs ballern einen nur so um die Ohren und unter allem liegt ein kraftvoller Bass und Drumgroove. Der Gesang von Fronter Gianba ist wie auch schon zu LMK Zeiten erste Sahne und die Nummer macht insgesamt aufgrund des schmissigen Chorus absolut Lust auf mehr!
Dieses Mehr wird dann gleich mit den nächsten, etwas langsameren Ohrbomben „No more Lies“ und „God of Temptation“ befriedigt. Zu ersteren Song ist vor kurzem übrigens auch ein tolles Video veröffentlicht worden.
Nach dem etwas „zu gewöhnlichen“ „Firesign“ ist dann der Mittelteil mit „Always just you“, „Close to Crazy“ und „The Wishing Well“ wieder absolut höchstklassig besetzt und begeistert jeden Melodic Metalfan direkt auf Anhieb!
Danach geht es in den letzten Abschnitt der Platte wo mit Sicherheit das groovige und abwechslungsreiche „Redeemer“ sowie das abschließende „Never Forget“ die auffallendsten Tracks sind.
Abschließen kann man nur festhalten, THE UNITY haben ein mehr als beachtliches Debütalbum hingelegt, das gibt es nichts dran zu rütteln!

Anspieltipps:

Keine Ausfälle hier zu vermelden, ein wenig hervorstechen tun aber “Rise and Fall”, “No more Lies”, “God of Temptation”, “Always just you”, sowie “The Wishing Well”.

Fazit :

Eigentlich war mir ja schon vorher klar das bei dem Debütalbum der neuen Formation THE UNITY kein Schund rauskommen kann ! Dafür haben die beteiligten Musiker viel zu viel Erfahrung. Man kann eigentlich hier nur festhalten, das die Scheibe ein Fest für jeden Melodic Metalliebhaber sein dürfte und definitiv in jeden Plattenschrank der angesprochenen Zielgruppe gehört!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Rise and Fall
02. No more Lies
03. God of Temptation
04. Firesign
05. Always just you
06. Close to Crazy
07. The Wishing Well
08. Edens Fall
09. Redeemer
10. Super Distortion
11. Killer Instinct
12. Never Forget

Julian

CRYONIC TEMPLE – Into the Glorious Battle

Band: Cryonic Temple
Album: Into the Glorious Battle
Spielzeit: 63:29 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Scarlet Records  
Veröffentlichung: 21.04.2017
Homepage: www.facebook.com/CryonicTemple

1996 gründete sich die schwedische Heavy/Power Metalband CRYONIC TEMPLE. Bis heute brachte man es auf 4 Alben, das Letzte mit dem Namen „Immortal“ erschien im Jahre 2008 bei Metal Heaven.
Nun knapp 9 Jahre später, ist man endlich zurück mit neuem Stoff! Zum ersten Mal versucht man sich an einem Konzeptalbum mit dem Namen „Into the Glorious Battle“ über eine Alien Invasion.
Im Vergleich zum letzten Album sind zwei Sachen neu. Man ist nicht mehr so düster unterwegs und hat mit Mattias Lilja einen neuen Sänger im Gepäck.
Schauen wir doch mal wie der neue Sound so klingt und horchen geschwind mal in den Introopener „The Beginning of a New Era“ rein. Cinematic like geht es hier zur Sache und die Geschichte wird wunderbar eingeleitet, so muss das bei einem Konzeptalbum sein!
„Man of a Thousand Faces“ im Anschluss hat man vorab schon zu hören bekommen und ich muss sagen, die Nummer ist bestens als Opener geeignet und man verzeichnet damit direkt den ersten Anspieltipp der Scheibe.
Auch das anschließende „ All the Kingsmen“, was ebenfalls schon vorab veröffentlicht worden, ist wahrlich nicht von schlechten Eltern und kann vollauf überzeugen!
„Prepare for War“ im Anschluss ist zwar auch ganz ordentlich und absolut keine Niete, kann aber nicht ganz an die beiden bärenstarken Vorgänger anknüpfen. Apropos anknüpfen, der neue Sänger Mattias kann auch nicht an die eher mittelmäßige Gesangsleistung seines Vorgänger anknüpfen…sondern er übertrifft sie bei weitem! Ein echtes Goldkehlchen der Gute und wesentlich besser passend zum neuen, musikalischen Stil der Band!
Und nun kommt ein Mördermittelteil der mit „Heroes of the Day“, „Mighty Eagle“, „Into the Glory Battle“ und „Mean Streak“ vier absolute Ohrbomben bereithält die einem so schnell nicht mehr aus der Rübe gehen, das verspreche ich euch!
Der letzte Abschnitt der Scheibe wird dann erneut stark mit „Can‘t stop the Heat“ eingeleitet und auch bei den nächsten und letzten Nummern sind nicht wirklich schlechte Song anzutreffen. Die Glanzpunkte sind hier mit Sicherheit noch die gefühlvolle Ballade „The War is useless“ und das abschließende epische „Freedom“!

Anspieltipps:

Alles ist hier ziemlich gut gelungen, die Tracks die aber auch daraus etwas hervorstechen sind “Man of A Thousand Faces”, “All the Kingsmen”, “Heroes of the Day”, “Mighty Eagle” und “Into the Glory Battle”.

Fazit :

Also mit ihrem neuen Album rennen CRYONIC TEMPLE bei mir offene Türen ein! Die Truppe klingt absolut runderneuert, frisch und haben mit ihrem neuen Sänger einen absoluten Glücksgriff gemacht!
Der Großteil der Songs lässt einen sofort nach dem ersten Hören nicht mehr los und das Album hat noch eine hohe Spielzeit, so muss das sein liebe Melodic Metalheads! Ab mit euch und sofort zum nächsten Plattendealers eures Vertrauens und dieses tolle, neue Album abgreifen! Ihr werdet es definitiv nicht bereuen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Beginning of a New Era
02. Man of A Thousand Faces
03. All the Kingsmen
04. Prepare for War
05. Heroes of the Day
06. Mighty Eagle
07. Into the Glory Battle
08. The Speech
09. Mean Streak
10. Can‘t stop the Heat
11. Flying over Snowy Fields
12. The War is useless
13. Heavy Burden
14. Freedom

Julian

WOLFPAKK – Wolves Reign

Band: Wolfpakk
Album: Wolves Reign
Spielzeit: 57:01 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: AFM Records  
Veröffentlichung: 28.04.2017
Homepage: www.wolfpakk.net/index.php/en/media-en

Nun steht uns also bereits das vierte Album des Bandprojektes WOLFPAKK ins Haus! Erneut haben die beiden Masterminds Mark Sweeney (Ex CRYSTAL BALL) und Michael Voss (MAD MAX) viele Gastmusiker um sich geschart um mit ihnen zusammen erneut 11 Songs auf CD zu bannen.
Wie immer ist die Besetzungsliste sehr lang, daher hier mal nur die bekanntesten. Biff Byford (SAXON), Ronnie Atkins (PRETTY MAIDS), Michael Vescera (VESCERA), Tony Harnell (TNT), Oliver Hartmann (AVANTASIA), Jioti Parcharidis (VICTORY), Steve Grimmett (GRIM REAPER), Pasi Rantanen (THUNDERSTONE), Claus Lessmann (BONFIRE), Volker Krawczak (AXEL RUDI PELL), Michael Müller (HERMAN FRANK) und Alex Holzwarth (AVANTASIA) bereichern den Gastmusikercast. Übrigens unter der oberen Webadresse findet ihr eine genaue Aufstellung wer wo was gesungen oder gespielt hat. Toller Service!
Zusammen mit dem Hauptsängern Mark Sweeney und Michael Voss geht es nun also wieder in die Vollen, als erstes tönt uns auf dem neuen Diskus „Falling“ mit Claus Lessmann am Mikro entgegen. Dieser ist ein flotter Midtempotrack der natürlich von den beiden begnadeten Sängern absolut dominiert wird. Und irgendwie klingt das Ganze dann doch nach BONFIRE, vor allem im Chorus, da kann ich mir echt nicht helfen. Nicht schlecht das Ganze, der große Ohrburner ist es aber noch nicht wirklich.
„Run all Night“ mit Michael Vescera am Mikro reißt dann auch nicht gerade Bäume aus und bietet „nur“ solide Standardkost.
So jetzt wird es aber mal Zeit für den ersten richtigen Hit, oder? Und dieser kommt jetzt mit dem schon zuvor veröffentlichten „Blood Brothers“ wo Biff Byford zu hören ist. Der Track ist eine epische Nummer die vor allem von Biff seinen Stempel aufgedrückt aufbekommt! Der Mann wird einfach immer besser, je älter er wird. So wie guter Wein!
Beim anschließenden „Wolves Reign“ haben wir es erneut mit einer absoluten Ohrbombe zu tun, die Nummer gräbt sich mit ihrem Groove (den übrigens ARP Tieftöner Volker Krawczak zaubert) und dem tollen Chorus tief in die Gehörgänge! Hier ist übrigens Stammfronter Mark Sweeney besser gesanglich aufgelegt als der Gast Tony Harnell.
Und nachdem etwas wieder zu sehr nach Standard tönenden „No Remorse“ kommt mit „Inside the Animal Mind“ der nächste Burner aus den Boxen geballert. Und das ist dieses Mal durchaus wörtlich zu verstehen, denn die Nummer verströmt eine Aggressivität und eine Rotz das es eine wahre Freude ist! Noch geiler ist das diese Nummer Jioti Parcharidis singt, der einfach ein begnadetes Organ hat und um den es leider aufgrund einer Erkrankung ziemlich ruhig geworden ist.
„Spirit of the Hawk“ mit Steve Grimmett am Mikro, Gute und schnelle Genesung übrigens an dieser Stelle!!, ist dann ebenfalls nicht von schlechten Eltern und überzeugt auf Anhieb, die nächsten absoluten Perlen warten dann aber wieder mit „The 10 Commandments“ mit Pasi Rantanen am Mikro und „Mother Earth“ mit Ronnie Atkins als Sänger. Hier wird wieder ganz dick aufgefahren!
Die letzten beiden Nummern können dann an die sehr starken Vorgänger leider zu keiner Zeit anknüpfen.

Anspieltipps:

Hier solltet ihr euch “Blood Brothers”, “Wolves Reign”, “Inside the Animal Mind”, “The 10 Commandments” sowie “Mother Earth” direkt anhören.

Fazit :

Schwierig, schwierig dieses Mal! Bislang haben mich WOLFPAKK bei jedem Album richtig schön aus den Socken gehauen. Dieses Mal muss ich sagen sind mir ein paar zu viele “Standard” Songs auf dem neuen Album gelandet so das ich hier nicht ganz in den Topbereich benoten kann.
Leider muss ich sagen, denn ich schätze Mastermind Mark sehr! Vielleicht ist das auch etwas meckern auf hohem Niveau, ist aber auch kein Wunder bei DEM Vorgänger.
Aber die Hits die hier wieder versammelt sind, inklusive der erneut tollen Gastsänger zeigen die Band von ihrer absoluten besten Seite und jeder Fan des bisherigen Alben wird hier seine wahre Freude dran haben und die Kaufempfehlung gibt es natürlich trotzdem verdient!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Falling
02. Run All Night
03. Blood Brothers
04. Wolves Reign
05. No Remorse
06. Inside the Animal Mind
07. Spirit of the Hawk
08. The 10 Commandments
09. Mother Earth
10. Tomorrowland
11. I‘m onto you

Julian

GUMOMANIACS News

Zum 10-jährigen Band Jubiläum gibt es die neue Doppel-LP „By Endurance We Conquer – Demons & Damnation" auf die Ohren! Das gute Stück ist fertig produziert und muss nur noch gepresst und veröffentlicht werden. Um die Finanzierung zu ermöglichen, ging vor zwei Tagen unser Crowdfunding online.

Näheres dazu findet ihr unter:

Facebook Seite: www.facebook.com/gumomaniacs
Crowdfunding Seite: www.startnext.com/gumomaniacs
Dort findet man auch schon den ersten Song zum Streamen und zwei Videobotschaften mit haufenweise Hörmaterial im Hintergrund.

Also habt ein Herz für deutschen Thrash Metal hört rein und unterstützt die Band!

 

AXEL RUDI PELL – The Ballads V

Band: Axel Rudi Pell
Album: The Ballads V
Spielzeit: 73:11 min
Stilrichtung: Melodic Metal/ Balladen
Plattenfirma: Steamhammer/SPV
Veröffentlichung: 21.04.2017
Homepage: www.axel-rudi-pell.de

Aus meiner Verehrung zu dem blonden, deutschen Gitarristen AXEL RUDI PELL habe ich ja nie ein Geheimnis gemacht und seit kurzem prangt auch ein Symbol der Band auf meiner Haut, von daher kann man schon festhalten JA ich bin ein bekennender Fan : )
Da war es natürlich klar das ich mir auch die neuste, fünfte Auflage seiner „The Ballads“ Reihe genauer anschaue!
Erneut gibt es auf diesem speziellen Silberling die Balladen der letzten Studioalben zu hören und auch ein paar neue Songs.
Da hätten wir zum Beispiel, übrigens zum ersten Mal in der Bandgeschichte, ein Duett mit einer Sängerin. Es handelt sich hierbei um niemand geringeren als um 80iger Ikone BONNIE TYLER! Dazu gibt es noch eine Coverversion eines Popsongs von Ed Sheeran.
Genug Kaufanreiz wie ich finde, horchen wir daher mal direkt in das BONNIE TYLER Duett „Love‘s Holding On“ als Opener rein. Typisch eine Pell Ballade das hört man direkt bei den ersten Tönen des Songs. Frau Tyler ist ebenfalls noch bestens bei Stimme, auch wenn sie nicht mehr ganz die Kraft hat wie früher, aber das ist ja auch normal, die Gute ist schließlich keine 30 mehr! ARP Fronter Johnny zeigt hier erneut warum er zu einen der Besten seines Faches gehört, einfach eine Ohrenweide der Mann!
Das ED SHEERAN Cover „I see Fire“direkt im Anschluss ist dann eine tolle Version geworden, welches mit den Klavierklängen noch besser und noch emotionaler rüber kommt wie ich finde, besser als das Original meiner Meinung nach.
Und dann folgt noch mit „On the Edge of our Time“ eine neue ARP Ballade die es echt in sich hat! Ich finde es  ist mit einer der besten ruhigeren Stücke die Axel in den letzten Jahren geschrieben hat. Geiler Song der eine wahnsinnige Emotion und Epic rüber bringt!
Danach folgen dann die schon bekannten Stücke der letzten Scheiben, die ich denke ich mal nicht nochmal extra ansprechen muss.
Kurz vor Schluss gibt es dann nochmal zwei Liveversion von bekannten ARP Balladensongs, als Abschluss ist dann eine überlange „Mistreated“ Version mit den Gästen Doogie White und Tony Carey an der Reihe uns zu verzaubern.

Anspieltipps:

Entfallen aufgrund des Best Of Charakters logischerweise!

Fazit :

Auch die neue Auflage der Balladen Scheiben von AXEL RUDI PELL begeistert von vorne bis hinten! Grund hierfür sind aber nicht die bereits bekannten Songs, sondern die neuen Songs plus die Liveversionen die einfach alle absolut ihre Daseinsberechtigung haben und jedem Fan direkt die Freudentränen in die Augen treiben sollten! Hier besteht absolut Kaufpflicht für die Anhängerschaft der Band und des Balladengenre!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Love’s Holding On (neuer Song mit Bonnie Tyler)
02. I see Fire (neuer Song, Ed Sheeran Cover)
03. On the Edge of our Time (neuer Song)
04. Hey, Hey my my
05. Lived our Lives before
06. When Truth hurts
07. Forever Free
08. Lost in Love
09. The Line (unervöffentlicht, Live)
10. Mistreated (Live)

Julian

ALESTORM News

ALESTORM – Premiere First Video From Upcoming Album!

The metal pirates lead by Captain Christopher Bowes have now unleashed a first and official video from their upcoming album 'No Grave But The Sea', and could not have chosen a better song title to celebrate a pirate's life and tunes than after the band name 'Alestorm'! Check it out here!

EVERTALE News

Neues Album – neuer Drummer – bevorstehende Tour!

Die deutschen Power-Metal-Helden EVERTALE stecken gerade mitten in den Arbeiten zum neuen Album, welches den Titel „The Great Brotherwar" tragen wird. Das Album soll in der zweiten Jahreshälfte 2017 via NoiseArt Reords veröffentlicht werden.

Die Band legt nun aber eine kleine Pause ein und startet morgen (22.04.) zusammen mit ELVENKING, FINSERFORST und FIRTAN die "Your Heros Are Dead-Tour" durch Mitteleuropa (D, CH, NL, BE).

Nachdem 2016 mit vielen Verlusten ein schweres Jahr für alle Musikfans war, ist das Motto der Your Heroes Are Dead Tour heute so aktuell wie kaum. Aus diesem Grund wollen die Bands dem geneigten Hörer die Trübsal mit einer gehörigen Portion Metal ausblasen:

21.04.2017 – Ragnarök Festival, Lichtenfels
22.04.2017 – Helvete, Oberhausen
23.04.2017 – Dynamo, Eindhoven, NL
24.04.2017 – De Vernichte Geest, Roeselaar,BE
25.04.2017 – z7, Pratteln, CH
26.04.2017 – Live Music Hall, Möhrlenbach
27.04.2017 – Blackland, Berlin
29.04.2017 – Full Metal Ship, Hamburg

Dies werden außerdem die ersten Shows des neuen EVERTALE-Drummers Wombo (FINSTERFORST) sein, der ab sofort die Nachfolge von Tyronne Silve am Schlagzeug antritt.

Die Band sagt dazu:
"Wir freuen uns wahnsinnig auf die Tour zusammen mit unseren Freunden von ELVENKING, FINSTERFORST und FIRTAN. Außerdem müssen wir Euch mitteilen, dass Tyronne Silve nicht mehr zum Line Up von Evertale gehört und dürfen in demselben Zuge unseren neuen Drummer Wombo (Finsterforst) vorstellen, der unser Line-Up ab sofort wieder vervollständigt.
Und – das lange Warten hat ein Ende – freuen wir uns euch unser neues Album, das den Titel „The Great Brotherwar" tragen wird, anzukündigen. Dieses wird in der zweiten Jahreshälfte 2017 erscheinen."  

Mehr Infos gibt es in Kürze!
www.evertale.eu

PRIME CREATION – Prime Creation

Band: Prime Creation
Album: Prime Creation
Spielzeit: 33:15 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Mighty Music  
Veröffentlichung: 28.04.2017
Homepage: www.primecreationband.com

Die schwedische Metalband PRIME CREATION entstand 2015 aus der Asche der Band MORIFADE und wurde von deren Ex Mitgliedern Robin Arnell sowie Mathias Kamijo  (Gitarre), Henrik Weimedal (Bass) und Kim Arnell (Schlagzeug) gegründet.
Man suchte sich mit Esa Englund einen neuen Sänger und war ready to rock!
Nun steht uns das selbstbetitelte Debütalbum ins Haus auf dem man den guten, alten Sound von MORIFADE mit moderneren Einflüssen kreuzt.
Erstes Zeugnis darüber liefert uns der Opener „Year of Crossness“. Dieser beginnt mit einem kurzem Hörspieleteil bevor die kräftigen Drums und die knackigen Riffs das Kommando übernehmen. Sänger Esa Englund klingt für mich sehr nach dem Sänger der Band NOCTURNAL RITES, kennt die noch jemand? Geile Band die seit langem von der Bildfläche verschwunden ist…aber zurück zum hier und jetzt!
Esa hat auf jeden Fall ein Mörderorgan der jede Stilart bestens drauf hat und auch der Song an sich kann direkt mit seinem Chorus begeistern und bleibt sofort hängen.
Der Beginn ist also schon mal mehr als gelungen, als nächstes schickt sich „War is coming“ an dies zu toppen. Und das schafft die Nummer aber so was von! Hart aber melodisch bahnt sich der Song seinen Weg durch unsere Gehörgänge und setzt sich ebenfalls direkt fest.
Nach dem Standardtrack „ Born in Fear“ der nicht großartig auffällt, kann man mit „27“ wieder seinen Siegeszug fortsetzen und spielend an die ersten Ohrbomben anknüpfen.
Im Mittelteil kann dann am Ehesten „In the Red“ überzeugen bevor es dann schon in das Schlussdrittel geht, da wir es hier leider nur mit 8 Songs zu tun haben.
Hier können dann sowohl „Scream“ als auch das abschließende „Crown of Creation“ begeistern und somit wird eine zwar zu kurze aber sehr ordentliche Debütplatte stark abgeschlossen.

Anspieltipps:

Hier solltet ihr euch auf jeden Fall “Year of Crossness”, “War is coming”, “27”, “In the Red” sowie “Crown of Creation” reinziehen.

Fazit :

Die Band MORIFADE war mit ihren Veröffentlichungen nur mäßig erfolgreich zu schwankend war deren Songqualität. PRIME CREATION aber fahren hier beim Debütalbum man ganz fett auf und haben dazu noch den wesentlich besseren Sänger! Was der Junge für Töne raus haut ist wirklich aller Ehren wert.
Das Einzige was hier so richtig zu bemängeln ist, ist die lachhafte Spielzeit von etwas über 30 Minuten was heutzutage ja nix mehr ist. Da hätten es ruhig noch zwei, drei mehr Songs sein können!
Ansonsten kann ich dieses tolle Debütalbum aber jedem Fan vom schwedischen Melodic Metal wärmstens ans Herz legen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Year of Crossness
02. War is coming
03. Born in Fear
04. 27
05. In the Red
06. Friend of Trash
07. Scream
08. Crown of Creation

Julian