MASTERCASTLE – Wine of Heaven

Band: Mastercastle
Album: Wine of Heaven
Spielzeit: 41:23 min
Stilrichtung: Neo Classic Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 19.05.2017
Homepage: www.facebook.com/mastercastleband

Das letzte Album „Enfer“ der italienischen neoklassischen Metalband MASTERCASTLE liegt nun auch schon gut 3 Jahre zurück. Zeit für neuen Stoff aus deren Hause!
Das neue Album trägt den Titel „Wine of Heaven“ und handelt von einem Konzept über den Wein als Inspirationsquelle und Quelle des Lebens. Na denn Prost würde ich mal sagen ; )
Nein, ganz so weit sind wir natürlich noch nicht, zuvor horchen wir erstmal in das neue Album, welches mit dem Stück „Drink of Me“ (passend 😉 ) beginnt, rein. Es geht sehr keyboardlastig los und hier werden mit den typischen Neo Classic Strukturen eine ordentliche Basis gelegt. Vielleicht etwas zu poppig, aber ansonsten kann sich die Nummer ohne Probleme direkt in die Gehörgänge bohren. Ein ordentlicher Auftakt der daher sofort auf die Hitliste wandert.
Auch die nächsten Songs „Wine of Heaven“, „Hot as Blood“ und auch „Shine on me“ gehen gut ins Ohr, leider schleicht sich hier so langsam das ständige weichgespülte Gefühl ein…mit knallharten Metal hat das irgendwie nicht mehr wirklich was zu tun! Gute Songs sind es zwar trotzdem, aber nun ja…auf dem letzten Album war definitiv mehr Biss vorhanden!
Danach flacht die Qualitätskurve zusätzlich zum ganzen weichgespülten auch noch ab, richtig begeistern kann nur noch „Enlightement“ der Rest ist doch eher Standardware die man anderswo schon zig tausend Mal und größtenteils besser gehört hat.

Anspieltipps:

“Drink of Me”, “Wine of Heaven”, “Shine on me” sowie “Enlightement“ sollten hier euch am Ehesten zusagen.

Fazit :

Also das letzte Album von MASTERCASTLE hat definitiv einen ganz großen Vorteil im Vergleich zur aktuellen Scheibe….wesentlich mehr Druck und Heavyness!!
Hier hat sich die Band definitiv keine Gefallen getan mit dem weichgespülten Tracks! Das klingt irgendwie nicht mehr wirklich nach Metal, sondern viel zu sehr nach Pop in meinen Augen. Vielleicht wäre ein Weinchen hier doch nicht so verkehrt gewesen…
Sorry Leute, aber mehr als etwas für Genrefanatiker ist das Ganze hier definitiv nicht geworden!

WERTUNG:

 

 

 

Trackliste:

01. Drink of Me
02. Space of Variations
03. Wine of Heaven
04. Hot as Blood
05. Shine on me
06. Black Tree‘s Heart
07. Enlightement
08. Castle in the Sky
09. Making Love

Julian

HAREM SCAREM – United

Band: Harem Scarem
Album: United
Spielzeit: 45:12 Min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 12.05.2017
Homepage: www.haremscarem.net

Die Melodic Rock Gemeinde wird dieser Tage erfreut aufatmen, denn nach 3 Jahren erscheint mit "United" ein neues Lebenszeichen der kanadischen Hardrock Legende HAREM SCAREM und wie man es von Ihnen gewohnt ist, liefern die Jungs um Sänger Harry Hess einen erstklassigen, vor grandiosen Hooklines, strotzenden Longplayer ab.
Der Titel des Albums ist Programm, denn das 11 Tracks starke Werk, zeigt erneut eine Bockstarke Leistung des gesamten Teams und präsentiert uns Melodic Rock der Extraklasse der aber auch moderne Elemente beinhaltet.
Stücke wie der als Opener fungierende Titelsong oder die erste Video bzw Singleauskoppelung "Sinking Ship" verfügen trotz aller Melodiösität über genügend harter Riffs, für die Gitarrist Pete Lesperance über die gesammte Spielzeit immer wieder sorgt. Natürlich gibt es, wie es sich für eine anspruchsvolle Melodic Rock Veröffentlichung gehört, auch zwei wunderschöne Balladen. "One Of Life´s Mysteries" erinnert von seinem opulentem Aufbau dezent an Queen und erzeugt mehr als einmal eine Gänsehaut. Das ist ganz großes Kino! Der zweite Kuschelrocker hört auf den Namen "Bite The Bullet" und überzeugt durch die dichte Atmosphäre die er ausstrahlt.
Weitere Highlights sind das supereingängige "Here Today Gone Tomorrow", das mit einer grandiosen Melodie ausgestatte und locker aus der Hüfte groovende "Things I Know" oder der mit einer Journey Schlagseite aufwartende AOR Smasher "Heaven And Earth".
Es ist schier unglaublich mit welcher Selbstverständlichkeit HAREM SCAREM es verstehen, seit Ihrem 1991 erschienenen Debütalbums, gigantische Melodien und Songs förmlich aus dem Ärmel zu schütteln. Nach mehrmaligem Hören des hier vorliegenden neuen Silberlings kann ich nur hoffen, dass die Truppe noch viele, viele Jahre so weitermacht.


WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. United
02. Here Today Gone Tomorrow
03. Gravity
04. Sinking Ship
05. One Of Life´s Mysteries
06. No Regrets
07. Bite The Bullet
08. Things I Know
09. The Sky Is Falling
10. Heaven And Earth
11. Indestructible

Heiko Füchsel

DRAGONY – Lords of the Hunt

Band: Dragony
Album: Lords of the Hunt
Spielzeit: 41:19 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Limb Music  
Veröffentlichung: 07.04.2017
Homepage: www.dragony.net

Das letzte Lebenszeichen der Melodic Power Metaller von DRAGONY war ihr Album „Shadowplay“ aus dem Jahre 2015 und dieses bot, wie auch schon das Debütalbum „Legends“ aus dem Jahre 2011, feinsten Melodic Power Metal welches zu Recht Topbenotungen bei uns abstaubten!
Nun sind die Mannen rund um Fronter Siegfried Samer zurück und zwar mit einer EP mit dem Namen „Lords of the Hunt“. Diese Extended EP (41 Min.) beinhaltet Großes, Rares und Verlorenes. Neben zwei brandneuen Songs mit den Titeln „Lords Of The Hunt“ und „Call Of The Wild“ finden sich noch neue  Re-Recordings der beliebtesten Songs des Debüts, bisher nur als Bonustracks  veröffentlichte Songs sowie Demo-Raritäten und auch die beiden bisher von der  Band produzierten Videoclips zu „Burning  Skies“ und zum David-Hasselhoff-Cover „True  Survivor“.
Ziemlich viel Stoff also, werfen wir daher direkt mal eine Blick auf einen neuen Song, den Opener und Titeltrack „Lords of the Hunt“. Im ersten Moment dachte ich, ich wäre in einem GLORYHAMMER Song gelandet, aber nein es sind DRAGONY die hier gleich mal zeigen das sie den qualitativ hochwertigen Weg des letzten Albums direkt weiter bestreiten wollen!
Dies gelingt ihnen dann auch mit dem anschließenden, ebenfalls neuen ,„Call of the Wild“ zu 100 % bevor mit „The Longest Night“, „Alcador“ und „Sparta“ drei neu aufgenommen Tracks des Debütalbums zu hören bekommen, die damals schon erste Sahne waren und nun etwas druckvoller und runder noch besser zur Geltung kommen.
Interessant ist das CHESNEY HAWKES Pop Cover „The One and Only“ im Anschluss welches vermutlich nicht nur mich in die gute, alte Zeit zurück katapultiert hat, wo wir vor dem Kassettenrekorder diese Art Mucke konsumiert haben. Ein toller Zeitsprung!
Als Abschluss gibt es dann noch eine Karaoke Version des Titelstück „Shadowrunners“ vom letzten Album so wie ein Demo eines früheren Stückes.

Anspieltipps:

Kurz und knapp, es gibt keine großartigen Ausfälle zu vermelden!

Fazit :

Auf jeden Fall ist diese EP eine gute Überbrückung bis zum neuen DRAGONY Album! Die neuen Stücke zu Beginn zeigen das man immer noch absolut hochwertig unterwegs ist und auch die anderen, neu aufgenommen Songs haben nichts von ihrer Klasse verloren.
Über die Karaoke und die Demoversion kann man zwar geteilter Meinung sein, ansonsten gibt es hier aber nichts negatives zu berichten!
Diese EP sollte jeder DRAGONY Fan im Schrank stehen haben!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Lords of the Hunt
02. Call of the Wild
03. The Longest Night (Re Recording)
04. Alcador (Re Recording)
05. Sparta
06. The One and Only
07. Shadowrunners (Karaoke Version)
08. Wings of the Night (Demo 2008)

Julian

SEVEN KINGDOMS – Decennium

Band: Seven Kingdoms
Album: Decennium
Spielzeit: 51:42 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 05.05.2017
Homepage: www.facebook.com/SevenKingdomsOfficial

Was? Das letzte SEVEN KINGDOMS Album „The Fire is Mine“ ist nun schon fast 5 Jahre her? Wie die Zeit vergeht! Aber in der Zwischenzeit hat sich einiges getan bei den amerikanischen Power Metallern rund um Frontfrau Sabrina Valentine denn man war ordentlich Live aktiv, mit Napalm Records hat man ein neues Label gefunden und hat das neue Album „Decennium“ mit Hilfe einer Kickstarter Kampagne eingespielt.
Dies erscheint zum 10 jährigen Bandjubiläum und wird uns wohl erneut auf eine frische Reise durchs female fronted Power Metalgenre mitnehmen.
Als Opener fungiert das schon vorab im Internet veröffentlichte „Stargazer“ welches sehr druckvoll aus den Boxen tönt und aufgrund seiner Melodic wunderbar und direkt im Gehörgang kleben bleibt!
Auch das anschließende, krachende „Undying“ findet sich sehr schnell auf unserer Hitliste wieder, hier kann man schön die lange Matte kreisen lassen und richtig mitgehen.
Im Mittelteil gibt es dann auch keine wirklich schlechten Songs zu hören, wobei hier nur eine Nummer etwas hervorsticht und das ist „Kingslayer“. Der Rest geht doch ziemlich an einem vorbei!
Besser und daher ebenfalls direkt eingängig tönen dann wieder „The Faceless Hero“ und vor allem „Neverending“ im Anschluss. Hier zeigt die Band ihr volles Potential und man begeistert auf Anhieb.
Leider sind die letzten beiden Songs dann wieder nicht so gut gelungen, so das es dann insgesamt doch ganz schön auf und ab ging von der Qualität her, ähnlich wie schon auf dem letzten Album.

Anspieltipps:

“Stargazer”, “Undying”, “The Faceless Hero” sowie “Neverending” solltet ihr euch hier auf jeden Fall direkt reinziehen.

Fazit :

Insgesamt kann man hier mit Sicherheit von einer starken Leistung sprechen, trotz des Auf und Ab in der Qualität. Für eine Empfehlung und die dementsprechende Benotung reicht es aber dieses Mal nicht ganz, denn das neue Album krankt dann doch, wie auch schon das letzte Werk, erneut an der Tatsache das erneut zu wenig hängen bleibt!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Stargazer
02. Undying
03. In the Walls
04. The Tale of Deathface Ginny
05. Castles in the Snow
06. Kingslayer
07. The Faceless Hero
08. Neverending
09. Hollow
10. Awakened from Nothing

Julian

CORNERSTONE News

CORNERSTONE MIT NEUER SINGLE + NEUEM VIDEO AM START

Nach einer rund dreimonatigen Bandpause meldet sich die Band mit der zweiten Single-Auskoppelung aus dem Longplayer "Reflections" zurück: der Song "Northern Light" wurde am 31.März veröffentlicht und ist, wie das ganze Album, von Harry Hess (SIMPLE PLAN, MUSE, BILLY TALENT) in Kanada gemischt und gemastert worden. Für das Video zum Song, welches zur gleichen Zeit wie die erste Singleauskoppelung "Last Night" gedreht wurde, zeigt sich wieder das bewährte Filmteam THE COCKPIT rund um Regisseur Christian Enzlmüller verantwortlich. "Northern Light" ist als Download bei iTunes und in allen Onlineshops erhältlich.



Quelle 17.04.2017:
www.cornerstone.co.at

LIFE OF AGONY – A Place where there’s no more Pain

Band: Life of  Agony
Album: A Place Where There’s No More Pain
Spielzeit: 40:32 min
Stilrichtung: Metal, Alternative Rock
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 28.04.2017
Homepage: www.lifeofagony.com


Auferstanden wie Phönix aus der Asche und doch so unverwechselbar… so kennt man LIFE OF AGONY. Wandlungsfähigkeit, Stilwechsel und doch immer wiedererkennbar. Seit dem Debütalbum „River runs red“ aus dem Jahr 1993 ist die Band nicht mehr aus der Alternative/Metal/Crossover-Welt wegzudenken. Und auch „A Place Where There’s No More Pain” ist wieder ein Knaller geworden, für mich ein absoluter Anwärter auf den Titel Comeback-Album des Jahres!
Lange Jahre war es still um das Quartett rund um Frontfrau Mina Caputo, das letzte Album „Broken Valley“ liegt mittlerweile 12 lange Jahre zurück. Und viel ist passiert in den vergangenen 12 Jahren. Aus Keith wurde Mina, die Band hat sich ein zweites Mal aufgelöst, die Bandmitglieder tobten sich in anderen Bands aus und haben ihre Energie in viele neue Projekte gesteckt. Umso schöner, dass sich die New Yorker wieder gefunden haben und ein derart geiles Hammerteil auf die Menschheit loslassen. Das düstere Machwerk mit den Grungeeinflüssen ist – wie alle LOA Alben – beim ersten Hören schwer zugänglich. Die Schönheit der Songs kommt erst beim zweiten oder dritten Durchgang wirklich hervor, aber dann passiert es. Einzelne Textpassagen bohren sich ins Hirn und man ertappt sich dabei, die Melodien zu summen oder Textzeilen zu singen. Man spürt förmlich die Stimmung der einzelnen Songs, den Schmerz, die Abgründe der Seele und hier und da ein kleiner Hoffnungsschimmer in der Melodie. Der Zuhörer kann sich komplett fallen lassen und einfach genießen, die emotionalen Texte und die einzigartige Stimme von Mina Caputo suchen ihresgleichen.

Der Sound hat einen modernen Anstrich mit groovigen Einschlägen bekommen ohne die Essenz von LOA zu verlieren. Die Band hat es geschafft, sich im neuen  Jahrtausend wieder zu finden, ohne seine Wurzeln zu verlieren. Das langersehnte 5. Album der Band aus Brooklyn ist zeitlos und doch voller Verweise auf die ersten LOA-Jahre. Die Einflüsse von Alice in Chains sind deutlich zu hören, mit „Bag of Bones“ gibt es eine kleine Hommage an TYPE O NEGATIVE. Die einzelnen Songs sind LOA-typisch fragmentiert und wirken scheinbar zusammengewürfelt, dabei aber immer passend und extrem ausdrucksstark. Und Mina Caputos Stimme, mittlerweile einen Tick heller als früher, fügt sich derart perfekt in die Songs und die Stimmung ein, dass man sich sofort darin verlieren kann. 

Das erstklassige Songwriting ist abwechslungsreich und voller Charme. Schon der erste Song des Albums „Meet my Maker“ lässt einen in Gänsehautstimmung zurück. Die nachfolgenden Hammerteile, vor allem der geniale Doppelschlag „A Place Where There’s No More Pain“ und “Dead Speak Kindly“ und die Piano-Selbstmord-Ballade am Ende des Albums lassen einen genussvoll über tiefgründige Pfade wandeln. Jede Note sitzt, die ausdrucksstarke Stimme, die emotionalen Texte, all das zeigt, das auch nach 12 Jahren Abstinenz mit der Band mehr als zu rechnen ist. 

Es reicht nicht ganz für eine 10-Sterne Bewertung, aber dieses Album ist verdammt nah dran. Einzig die stellenweise etwas altbackenen Riffs schmälern den Genuss von „A Place Where There’s No More Pain”, dies aber nur geringfügig. Das Album ist definitiv ein Genuss für Ohren und Seele, vielen Dank dafür, LIFE OF AGONY. 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Meet My Maker
02. Right This Wrong
03. A Place Where There’s No More Pain
04. Dead Speak Kindly
05. A New Low
06. World Gone Mad
07. Bag of Bones
08. Walking Catastrophe
09. Song For The Abused
10. Little Spots Of You


Tanja
 

THE ASTROPHONIX – X

Band: The Astrophonix
Album: X
Spielzeit: 41:38 min.
Plattenfirma: Sunny Bastards
Veröffentlichung: 10.02.2017
Homepage: www.theastrophonix.com

Das 2003 von Sänger und Gitarrist Simone di Maggio gegründete Trio aus dem schönen Florenz legt mit X sein bereits viertes Studiowerk vor. Der ansprechende Mix aus zeitgemäßem Indie-Rock , 50er-Jahre Rock'n'Roll/Rockabilly, angereichert mit Surf-/Punk Rock-Elementen, verbreitet launige Vibes und lässt zu keiner Sekunde Langeweile aufkommen.

Das Album klingt, als wäre in einem Genlabor das Erbmaterial von Therapy?, den Stray Cats und  Dick Dale kombiniert worden … also schlichtweg großartig! Der famose Stampfer "Are You Alive" groovt einem den Arsch ab und punktet zudem mit punkiger Attitüde und fettem Riffing. Nummern wie "Fighter", "Sons Of Universe" oder "Rage" hingegen tönen, als würde der legendäre Brian Setzer hier höchstselbst seine Gretsch bearbeiten. Das geht in die Beine und lässt das Stimmungsbarometer in den roten Bereich aufsteigen. Handwerklich ist das ebenfalls allerhöchstes Niveau, chapeau! "DB: Negative" sowie "I See Your Face" rocken straight drauflos und laden zum abhotten und Kopfschütteln ein, bis einer heult.

X macht schlicht und ergreifend tierisch Laune und dürfte Genre-Afficiandos daher ein fettes Grinsen ins Gesicht zaubern. Daher nicht über Los gehen, keine 500 € einstreichen, sondern schnurstracks in die ungewaschene Röhrenjeans gezwängt, die Frise mit Pomade in windschnittige Form gebracht, Lederjacke an und ab auf die Tanzfläche. Wer hier ruhig sitzen bleibt, sollte schleunigst seine Vitalwerte checken lassen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01 Invasion
02 Are You Alive
03 Fighter
04 DB: Negative
05 Rage
06 Moonlight Perfume
07 Sons Of Universe
08 The Prison Wihout Walls
09 I See Your Face
10 Per Aspera Ad Astra
11 The Other Side Of Madness

Marc Schipper (Gastredakteur)

MINDMAZE – Resolve

Band: MindMaze
Album: Resolve
Spielzeit: 69:33 min
Stilrichtung: Progressive Power Metal
Plattenfirma: Inner Wound Recordings  
Veröffentlichung: 28.04.2017
Homepage: www.mindmazeband.com

Drei lange Jahre war es still um die Female fronted Power/Progressive Band MINDMAZE aus Amerika. Nun kehrt man mit dem dritten Album „Resolve“ überraschend auf die Bildfläche zurück!
Zum ersten Mal widmet man sich hier einem Konzept bestehend aus Geschichten über die menschlichen Emotionen und das Leben an sich.
Und erneut ist man sich seiner Linie absolut treu geblieben und präsentiert einen Mix aus Progressive und Power Metal, alles garniert mit dem kraftvollen und facettenreichen Organ von Fronterin Sarah Teets.
Mit dem Opener „Reverie“ einem Instrumental, merkt man direkt das man hier bei einer progressive ausgerichteten Band angekommen ist. Denn mit einem Instrumental zu eröffnen das zeugt von Mut und Selbstsicherheit!
Der nächste Track „Fight the Future“ ist dann der erste „richtige“ Track und hier geht es knackig ohne viel Einleitung direkt zur Sache. Glanzpunkte der Nummer sind mit Sicherheit der Chorus, die interessanten Gitarrenriffs und die Tempowechsel in den Strophen. Ein sehr ordentlicher Track der direkt auf unsere Hitliste wandert.
Nach einem erneuten Instrumental geht es mit „Drown Me“ weiter. Hier kann man aber nicht wirklich überzeugen, das Ganze kommt einfach nicht auf den Punkt und rauscht doch ziemlich an einen vorbei!
Selbiges kann man von „Sign of Life“ definitiv nicht sagen, hier kann man wieder schön mitgehen und es bleibt ordentlich was vom Midtemposong hängen, so kann es bitte weiter gehen!
Geht es aber leider nicht, denn erneut haben wir mit „Abandon“ eine Nummer die nur so durch rauscht und mit „Sanity‘s Collapse“ ein weiteres Instrumental zu überstehen.
Wesentlich besser ist dann aber das anschließende, abwechslungsreiche „One more Moment“ wo es auch mal etwas gefühlvoller zu geht und vor allem Fronterin Sarah mit ihrem Gesang ordentlich punkten kann.
Danach gibt es zwar kein „störendes“ Instrumental mehr zu hören, aber leider noch einige „Standard“tracks die nicht wirklich hängen bleiben. Am Ehesten kann hier noch das abschließende und überlange „The Path of Perseverance“ punkten.

Anspieltipps:

Hier sollten euch “Fight the Future”, “Sign of Life”, “One more Moment” und “The Path of Perseverance“ am Ehesten direkt ansprechen.

Fazit :

Tja schade, schade nach dem mir das letzte Album von MINDMAZE noch richtig gut gefallen hat, muss ich beim neusten Output der Band ein paar Abstriche machen.
Grund hierfür ist einfach, das das größte Problem, was die Band schon beim vorherigen Album hatte, auch hier wieder auftritt, es bleibt einfach zu wenig hängen!
Klar bei Prog Metal kann man keine butterweichen und eingängigen Songs erwarten, aber nach mehrmaligen hören sollte doch das ein oder andere zünden. Und das tut es hier nicht bzw. nur bedingt.
Also, ganz klar Potential verschenkt meine Lieben, sorry! Eine solide Leistung, mehr aber leider auch nicht!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Reverie (Instrumental)
02. Fight the Future
03. In this Void (Instrumental)
04. Drown Me
05. Sign of Life
06. Abandon
07. Sanity‘s Collapse (Instrumental)
08. One more Moment
09. Twisted Dream
10. True Reflection
11. Shattered Self
12. Release
13. The Path of Perseverance

Julian

VANDROYA – Beyond the Human Mind

Band: Vandroya
Album: Beyond the Human Mind
Spielzeit: 53:22 min
Stilrichtung: Power Progressive Metal
Plattenfirma: Inner Wound Recordings  
Veröffentlichung: 28.04.2017
Homepage: www.vandroya.com

Von 2013 ist das Debütalbum „One“ der brasilianischen Power Progressive Metallern von VANDROYA. Mit diesem pusteten sie frischen Wind in das angestaubte Genre und erschienen auf mancher Hitliste des Jahres!
Angeführt von der stimmgewaltigen Fronterin Daisa Munhoz gab es einen Mix aus melodischen Power Metal mit progressiven Einschüben auf die Ohren der in der Szene seines Gleichen suchte.
Nun kehrt man, nachdem man 2016 eine Mini EP mit dem BRYAN ADAMS Cover „Heaven“ und einer akustischen Version des Songs „No Oblivion for Eternity“ aus dem Debütalbum veröffentlicht hat, mit ihrem neuen, zweiten Album „Beyond the Human Mind“ zurück und thematisiert dort ein Konzept über eine Reise dir wir alle auf der Suche nach Fülle, innerem Frieden und uns selbst durchmachen.
Als Opener dient dieses Mal das epische, instrumental Intro „Columns of Illusion“. Danach folgt dann mit „The Path of the Endless Fall“ direkt die erste Ohrbombe! Schnell und melodisch bahnt sie sich ihren Weg und spätestens beim Chorus weiß man, diese Nummer wird einen auf lange Sicht verfolgen.
Sängerin Daisa ist ebenfalls wieder bestens bei Stimme, ein ganz starker Beginn!
Danach folgen in relativ schneller Folge mit „Maya“, „Time After Time“ sowie dem gefühlvollen „Last Breath“ die nächsten Griffe ins oberste Qualitätsregal. Rundrum gelungen was die Band hier abliefert, Power Metalfans werden hier vor den Boxen knien das kann ich euch versprechen!
Beim anschließenden „I‘m Alive“ wird die Härte und Geschwindigkeitsschraube aber wieder schön angezogen und man kann wieder wunderbar mitgehen und die lange Mähne schütteln.
Bevor es zu den letzten beiden Stücken übergeht haben wir mit „You‘ll know my Name“ einen Song zu überstehen, der irgendwie so gar nicht in die bisherigen Megasongs reinpasst, zu unausgegoren und zu sehr nach Standard tönt das Ganze hier, nein schnell weiter zur nächsten Nummer „If i Forgive Myself“ die eine Ballade geworden ist. Dementsprechend ruhig, mit Klavierklängen geht es hier zur Sache und über allen thront der gefühlvolle Gesang von Fronterin Daisa. Aufdrehen, zurücklehnen und träumen ist hier angesagt!
Das Titelstück „Beyond the Human Mind“ steht uns nun als letzten Song bevor, und das hat seine Gründe. Denn der Track ist nicht nur sehr lang mit über 11 Minuten, sondern auch sehr abwechslungsreich und mit progressiven Einschlag versehen, so das man hier ganz genau die Ohren spitzen sollte.
Hier kommen die Progfans also auch noch voll auf ihre Kosten!

Anspieltipps:

Neun Songs, fast nur Hits, was will man mehr?!

Fazit :

Schon beim Debütalbum kam ich ja aus dem Schwärmen nicht mehr heraus und das ist auch dieses Mal der Fall!
Denn die Truppe von VANDROYA haben hier ein zweites Album am Start was es definitiv in sich hat. Hier ist von progressiven über melodischen Metal bis hin zu langsamen Balladen alles vertreten was Rang und Namen hat.
Abwechslungsreich und eingängig bahnen sich die Tracks ihren Weg und am tollen Gesang von Fronterin Daisa gibt es ebenfalls absolut nichts auszusetzen.
Definitiv eines der Highlights des Jahres für progressiv angehauchter female fronted Power Metal!!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Columns of Illusion
02. The Path of the Endless Fall
03. Maya
04. Time After Time
05. Last Breath
06. I‘m Alive
07. You‘ll know my Name
08. If i Forgive Myself
09. Beyond the Human Mind

Julian

PYRAMAZE – Contingent

Band: Pyramaze
Album: Contingent
Spielzeit: 58:30 min
Stilrichtung: Progressive Melodic Metal
Plattenfirma: Inner Wound Recordings
Veröffentlichung: 28.04.2017
Homepage: www.pyramaze.com

Nach 8 Jahren Stille gaben die Power Metaller von PYRAMAZE 2015 ihr Comeback in Form des Albums „Disciples of the Sun“ und präsentierte gleich einen neuen Mann am Mikro mit dem Namen Terje Haroy. Nun dieser ist, Gott sei Dank, immer noch an Bord und ist auch auf dem, dieser Tage erscheinenden, neuen Album „Contingent“ zu hören!
Auf diesem hat die Band erneut eine Weiterentwicklung durchgemacht und präsentiert uns nicht nur ihren altbekannten Mix aus Progressive und Melodic Metal, nein man hat nun auch ein paar modernere Filmmusik Elemente eingebaut um so das epische, post-apokalyptische Konzept des neuen Diskus noch mehr Tiefe zu verleihen.
Na dann schauen wir mal ob den Jungs die neuen Songs genau so gut gelungen sind, wie beim letzten Mal!
Als Opener fungiert „Land of Information“ welches nach einer kurzen Einleitung schön melodisch loslegt und direkt im Ohr hängen bleibt! Man merkt hier direkt die etwas modernere Ausrichtung, die der Band aber definitiv gut zu Gesicht steht.
Viel ändert sich die nächsten Songs auch nicht, auch die Qualität bleibt ähnlich hoch, so das sich „Kingdom of Solace“, „Star Men“ und vor allem „A World Divided“, der wesentlich progressiver als die Nummern zuvor daher kommt, ebenfalls direkt in die Gehörgänge schrauben.
Das anschließende „Nemesis“ läuft ebenfalls gut rein, bevor es nach einem kurzen Zwischenstück in der gleichen, guten Qualität mit dem schnellen und kraftvollen „20 Second Century“ weitergeht.
Bislang also wirklich keine Spur von Schwäche auf der Platte, mal schauen ob die Band auch in Hälfte Nummero Zwei so glänzen kann?
Also der Beginn mit „Obsession“, „Heir Apparent“ und dem zweiten Zwischenstück ist schon mal nicht so rund und stimmig wie die Songs zuvor! Das Wort Standard kommt einen hier leider am Ehesten in den Sinn.
Aber die letzten drei Songs sind dann wieder wesentlich besser gelungen, vor allem das melodische „Under Restraint“ ist hier die nächste Perle!
Insgesamt ist die zweite Hälfte aber definitiv schwächer geraten als der erste Abschnitt.

Anspieltipps:

Vieles ist hier auf einen extrem hohen Niveau, ein bisschen hervor tönen hier aber “Land of Information”, “Kingdom of Solace”, “A World Divided”, “20 Second Century” und “Under Restraint“.

Fazit :

Hier hat eindeutig der zweite Abschnitt der Platte den Ausschlag in der Benotung gegeben! Zuvor waren PYRAMAZE mit ihrem neuen Diskus klar auf 9er Kurs, so ist es “nur” eine Bewertung im 8er Bereich geworden, was ja aber auch nicht das Schlechteste ist!
Die neue, etwas modernere Ausrichtung passt gut zur Band und Fans der Truppe sowie des Genres werden hier definitiv auf ihre Kosten kommen.
Auf jeden Fall gibt es hier trotz allem eine glasklare Kaufempfehlung, auch wenn das Vorgängeralbum für mein Empfinden etwas stärker war!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Land of Information
02. Kingdom of Solace
03. Star Men
04. A World Divided
05. Nemesis
06. Contingent – Part I The Campaign
07. 20 Second Century
08. Obsession
09. Heir Apparent
10. Contingent – Part II The Hammer of Remnant
11. Under Restraint
12. The Tides that won‘t Change
13. Symphony of Tears

Julian