ATLAS – Parallel Love

Band: Atlas
Album: Parallel Love
Spielzeit: 51:24 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 25.09.2020
Homepage: www.facebook.com/atlasprojectuk

 

ATLAS bringen nach zwei Jahren ihr zweites Album über AOR Heaven unters Volk, gefüllt mit Melodic Rock und einem hauch Prog der gut ins Ohr geht und selbst durch die dezent eingesetzten Progelemente leicht verdaulich ist.

Mit dabei waren wie schon auf dem Erstling Craig Wells am Mikro, Howie Little an Gitarre, Chris Redfearn am Bass, James Thorley an Keyboards und Ryan Briggs an den Drums. Alle können voll überzeugen und der zweite Rundling ist noch stärker ausgefallen wie das schon sehr gute Debüt.

Wie schon auf dem Debüt glänzen ATLAS mit genialen Melodien, fein und wohl dosierte Progelemente, einem sehr guten Shouter und starker Instumentierung. Alles hört sich stimmig und entspannt an. Vergleichen würde ich A mit PERFECT PLAN, NEWMAN und AGE OF REFLECTION auf einem leichtem aber feinem Prog Trip. Bei jedem weiteren Durchgang gefällt das Material besser und wird eingängiger, steigert sich zu einem richtigen Ohrwurm. Es ist immer wieder eine freude sehr gute Musik wie sie sich auf diesem Rundling befindet zu hören und geniessen zu dürfen. Das Album kommt ohne Füller oder Ausfall, die Anspieltipps sind einen Ticken besser als das restliche Material das trotz der Highlights Saustark ist. Die Produktion ist sehr gut geworden und drückt gewaltig mit viel Power aus den Boxen.Der Chefe weiß wie er mir ein Geschenk nach dem Anderem machen kann, wirklich schlechte Kost habe ich noch nicht bekommen, mit schlechtem Sound produziert ja aber das Material war immer gut bis sehr stark. Von AOR war bis jetzt kein wirklicher Rohrkrepierer oder total Durchfall dabei, alles im grünen Bereich, weiter so Schorch den so macht musikhören gewaltig spaß und man kann ein Album lang all seine Sorgen um sich rum vergessen und abschalten, einfach die Seele baumeln lassen.

Fazit:

Ein gewaltiges Pfund was die Briten mit diesem ihrem zweitem Album abliefern, besser geht es fast nicht. Von mir gibt es eine 9,0 für dieses eingängige Album.

Anspieltipps:

“The Fever”, “Without You”, “In Your Head”, “Weathered Heart” der beste Song auf dem Album, “Human Touch” erinnert entfernt an ASIA, “Falling Out Of Love”

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Fever
02. Without You
03. In Your Head
04. Weathered Heart
05. Human Touch
06. Dare To Love
07. Falling Out Of Love
08. Early Warning
09. We Are The Fire
10. Beyond The Limit
11. Here With You

Helmut

TRISHULA – Time Waits For No Man

Band: Trishula
Album: Time Waits For No Man
Spielzeit: 50:37 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 25.09.2020
Homepage: www.neilfraserguitarist.com/

 

TRISHULA bringen ihr zweites Langeisen unters Volk, nach dem viel beachtetem Debüt aus dem letzten Jahr folgt nun der nächste Streich. Die Band ist das gemeinsame Projekt von Gitarrist Neil Fraser (RAGE OF ANGELS, TEN), Tony Mills und Sänger Jason Morgan (Orangefall, MAGNUM). Mit dabei waren noch Rick Benton an Keyboards, Dan Clark am Bass, Neil Ogden an den Drums und Georgia Morgan Backingvocals.

Geboten wird Melodic Rock von der Insel, irgendwo angesiedelt zwischen ANGELS OR KINGS, BURN, FM, ein kleiner Schuss MAGNUM hier und ein kleiner Tupfer TEN dort. Die Stimme Morgans erinnert mich entfernt an eine Mischung aus Jeff Odgen von BURN und Baz Jackson von ANGELS OR KINGS, die sich nicht übel anhört. An den Instrumenten wird nichts verkehrt gemacht, alles im grünen Bereich und gut hörbar. Alle Songs sind mit feinen Melodien, der richtigen Härte und guten Vocals ausgestattet wie auch schon auf dem Debüt. Bei mir brauchte der Erstling genau so wie das hier vorliegende Album zwei bis drei Anläufe um zu zünden, wenns mal Klick gemacht hat machen die Songs sehr viel Spaß und gute Laune.

Zu den Gewinnern auf der CD gehören “Fallen Hero” ein langsamer Schmachtfetzen, keine Ballade aber auch kein flotter Rocker aber dennoch stark, “I Want It All” ein flotter Rocker mit geilem Refrain. Für “Make Up Your Ming (Take Your Time)” gilt das gleiche wie für Song zwei, im Refrain hört man ein klein wenig QUEEN raus. “I Just Might” und “Hear No Evil” zwei lässige Rocker. Bei “Knocked Down” meint man am Anfang es kommt “We’re Not Gonna Take It” von TS, sobald die Strophen einsetzen ist die Ähnlichkeit zu TS nicht mehr vorhanden.

Die Ballade hört auf den Titel “Every Time We Touch” ist gut gelungen und kann überzeugen.

Fazit:

Wem das Debüt gefiel, wird mit dem Album bestens bedient, wer auf die Vergleiche kann sollte mal ein Ohr riskieren und sich einen Probelauf gönnen, es könnte sich lohnen. Für ein gelungenes zweites Album ohne große Durchhänger aber auch ohne richtigen Hit vergebe ich eine 7. Wäre eine Übernummer enthalten hätte es eine 8,5 gegeben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. How It’s Supposed To Be
02. Fallen Hero
03. I Want It All
04. Make Up Your Mind (Take Your Time)
05. I Just Might
06. Hear No Evil
07. The Border
08. The Mighty
09. Knocked Down
10. Every Time We Touch

Helmut

DIAMOND IN THE ROUGH – Diamond In The Rough

Band: Diamond In The Rough
Album: Diamond In The Rough
Spielzeit: 52:51 min
Stilrichtung: AOR
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 25.09.2020
Homepage:

 

Man schrieb das Jahr 1988 und DITR erblickte das Licht der Welt und 1996 wurde das Album von Long Island Records wiederveröffentlicht, welches mitlerweile rar geworden ist, wird nun wieder über AOR Heaven der breiten Masse zugänglich gemacht. Zur Band gehörten David Buckthorp und Troy Reid am Mikro, Scotty Hall, Kim Kayzer, Ray Roper, R. Marsland und Rick Emmett an den Gitarren. Tom Christainsen am Keyboard, G. Eyre, Daryl Burgess und Phil Robertson am Schlagzeug.

Zu hören gibt es AOR, in der Schnittmenge zwischen TOTO, BILLY BRANIGAN, 8084, THE ARROWS, BEAU COUP, BOULEVARD, BRICKLIN, WALK ON FIRE, THE INNOCENT aus den 80ern, GLEN BURTNICK und WHITE VISION, der alten Schule, mit Ausflügen in den Pop. An der Ausführung gibt es nichts zu bemängeln, außer am Sound der ist nicht das Gelbe vom Ei, ich habe keine Ahnung wie sich das Original oder die Veröffentlichung von Long Island anhört, aber diese Version von AOR Heaven ist nicht berauschend. Ich kann auch nicht bestimmen obs vom MP3 Material kommt oder ob das Endprodukt auch so kraftlos klingt. Wer auf die oben aufgeführten Vergleiche kann und mit einer nicht so guten Produktion leben kann macht hier sicher nichts verkehrt und hat viel Freude an dem Rundling.

Fazit:

Ein Stück Musikklassiker wurde wieder ausgegraben voll mit zwölf Songs reinem AOR, für diesen Klassiker vergebe ich eine 8, Minus 1 macht 7 wegen dem doch sehr kraftlosen Sound der mehr aus den Boxen schlürft (meine Quadral Boxen sind total unterfordert) als mit Druck Dampf zu machen.

Anspiltipps:

“Walk On The Wire”, “Where Is Love”, “Ain’t Good Lovin’” und “Run From The Dark”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Walk On The Wire
02. Where Is Love
03. Ain’t Good Lovin‘
04. I Wish There Was A Way
05. When It’s All Said And Done
06. Stand And Deliver
07. Sultry Lady
08. Run From The Dark
09. Thierf In The Night
10. Young Of Heart
11. Tell Me
12. I Believe In This Love

Helmut

ELAYNE – Elayne (RG Zeitmaschine)

Band: Elayne
Album: Elayne
Spielzeit: 50:33 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 1996
Homepage: www.elayne.band/

 

Ausnahmsweise nur eine Woche Luft in der RG Zeitmaschine, ELAYNE ist ein absoluter Geheimtipp, der es Wert ist einmal genauer schriftlich unter die Lupe genommen zu werden. Bei ELAYNE handelt es sich um eine Hamburger Band die 1978 gegründet wurde und seit dem mehr oder weniger im Untergrund sprich als Geheimtipp mit viel Live Aktivität in Deutschland unterwegs ist, und meines Wissens vier CDs veröffentlicht hat.
Zwei Alben davon eine sehr starke Live Scheibe, teils mit deutschen Texten und eine EP auch mit zwei Songs in deutsch, und das hier besprochene rein englisch sprachige Album befinden sich in meinem Besitz, ein Album ist laut aussagen der Band vergriffen. Schade wäre gespannt darauf wie sich das Material anhört, aber hilft leider nicht, hier nochmal meinen Dank an Manuela Preuß und Ronald Martens die es mir ermöglicht haben die Musik von ELAYNE genießen zu können, den bei allen drei Veröffentlichungen die in Eigenregie produziert wurden handelt es sich um starke Rockmusik die sich nicht vor der internationalen Konkurrenz verstecken muss, vielmehr spielt die Band sogar in der Oberliga mit.

Zur Band gehörten damals Hajo Stengert Leadvocals, Dagmar Petroll Backingvocals, Ronald Martens an Leadgitarre und Backvocals, Joachim Seidel an Bass und Backvocals, Lothar Münow an Keyboards und Gitarre, Günther Gronmeyer an den Drums. In der aktuellen Besetzung hat statt Hajo Stengert nun Sönke Reymann die Leadvocals und Gitarre, statt Dagmar Petroll nun Manuela Preuß die Vocals, statt Lothar Münow nun Günter Fitschen an Keyboards und Gitarre, statt Joachim Seidel nun Christian Fortner den Bass übernommen.

Aufmerksam wurde ich auf ELAYNE durch zwei Songs die auf zwei von den zehn “Melodic Rock Is Back” Samplern von der Internetradiostation Munich’s Hardest Hits veröffentlicht wurden. Irgendwann entschloss ich mich die Band an zu schreiben und musste feststellen das ein sehr netter Kontakt zu Stande kam und ich in den Besitz dieser drei CD kam.

So nun zum wichtigsten der Musik die Stimme von Hajo Stengert hat etwas besonderes was ich bis jetzt noch bei keinem Sänger gehört habe, er besitzt irgendwie ein Zittern in der Stimme was, wie die Faust aufs Auge, zu der Rockmucke von ELAYNE passt und der Band damit einen gewissen Touch und vor allem Eigenständigkeit verleiht. Der Rest der Band beweist das sie bestens eingespielt ist und perfekt harmoniert.

Den Einstieg macht “Elayne On Stage” dieser Song ist ein Beispiel für einen geilen Rocksong das Ding geht mitten auf die Zwölf, mit dem Zittern in der Stimme an gewissen Stellen mit Melodie, Power und einer noch geileren Leadgitarre, einer der beiden Songs auf den “Melodic Rock Is Back” Samplern, der zweite Song von den Samplern befindet sich auf der EP. “Heaven And Hell” eine Ballade genial gemacht und diese einzigartige Stimme dazu, Traumhaft. “Doris Day (Oh What A Feeling)” der Text Grins, aber geiler flotter Song, bei “My Village” einer Ballade, liefern sich Herr Stengert und Frau Petroll ein kleines Duell am Mikro kommt geil rüber, und zum Schluss geht die Elektroaxt nochmal so richtig ab, erinnert ein wenig vom Aufbau her an CHINA RAIN mit “The Last Romantic Warrior”. “Give Me Light Now” gibt wieder mächtig Gas ein geiler Rocker, “Tears In Rain” wieder eine starke Ballade. “Downtown” Rockt wieder gewaltig los. “Young Love” ist leicht Rock N Roll lastig kommt aber gut aus den Boxen, “Livin‘, Lovin‘, Laughin’” geht gut ab, irgendwie komisch schräg aber Saugut gemacht. “Lonely Tonight” ist wieder ein Geiler Song hier hört sich Hajo an manchen Stellen an wie Michael Boyle von GLASGOW, was für ein geiler Song zum Abschluss, Melodie ohne Ende und die Stimme von Hajo mit dem Zittern.

Fazit:

So Leute für mich gehört dieses Album mit zum Besten was aus unseren Landen stammt, wenn ihr die Möglichkeit habt eine CD zu bekommen Blind zugreifen, den die bietet sich nicht oft. Ich habe nur eine Anlaufstelle, außer bei der Band, auf der Datenautobahn gefunden und die rufen Preise jenseits der 100er Teuroni Marke auf, ich kann diese Band nur empfehlen, Schluss mit lustig ich vergebe eine Bewertung von 9 Punkten, eine 10 wäre es geworden wenn den Balladen zwei weniger aber dafür flotte Rocker enthalten wären. Aber dennoch ist dieses ein starkes Album ohne schwächen und Ausfälle sucht man hier vergeblich.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Elayne On Stage
02. Heaven And Hell
03. Doris Day (Oh What A Feeling)
04. My Village
05. Give Me Light Now
06. Tears In Rain
07. Downtown
08. Young Love
09. Livin‘, Lovin‘, Laughin
10. Lonely Tonight

Helmut

DEVAY – Break Down The Walls (RG Zeitmaschine)

Band: Devay
Album: Break Down The Walls
Spielzeit: 46:35 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Polaris
Veröffentlichung: 1992
Homepage:

 

Ein Blick zurück ins Jahr 1992 bringt mich auf das leider einzige Album der kanadischen Female Fronted Band DEVAY deren Shouterin Marie-Claire Devay namensgeberin war. Noch mit dabei waren damals ein gewisser Bryan Hughes (BEAU GESTE und THE BRYAN HUGHES GROUP) an den Gitarren, Keyboards und Co Produktion; Alain Pernot, Carlo Simeone und Nick Martino an den Gitarren; Mike Sharp und Maurice Soso Williams am Bass; Rob Cornandoli an den Keyboards; Chris West (JONATHAN M und SHAYLE) und John Hughes Legend an den Drums.

Dieses Album gehört mit zum besten was Female Fronted Bands zu bieten hatten, voll mit geilen Melodien, lauten Gitarren, dezenten Keyboards, treibenden Drums und einer Sängerin mit einer Röhre in etwa einer Mischung aus Anne Wilson (HEART) und Janet Gardner (VIXEN) mit der richtigen Menge Dreck in der Stimme, gemacht für diese Art von Mucke. Der Stil ist Melodic Rock der End 80er, typisch nordamerikanisch wie ihn auch HEART, VIXEN, BAD ROMANCE, FEMME FATALE, FIGHTER und LITA FORD zelebrierten, alles sauber und fehlerlos geboten, die Produktion hätte noch Luft nach oben, geht aber in Ordnung. Starke Songideen gemischt mit viel Melodie, den geilen Vocals und der Rhythmusfraktion ergibt ein Rezept welches jedem Anhänger dieser Musikrichtung und der Vergleichbands bestens schmecken sollte. Kraftvoll kommt Song für Song aus den Boxen, frisst sich sofort in die Gehörgänge, und kommt nicht so schnell wieder hervor. Wer die Möglichkeit hat dieses Album probehören zu können nutzt die Gelegenheit, ihr würdet was verpassen, da das gute Stück schon ziemlich rar geworden ist und meistens wenn es mal angeboten wird kaum unter 50,– Eurostis liegt.

Den Einstieg macht “Rock And A Hard Place” ein geiler flotter Rocker wäre auch für die Disco geeignet, gefolgt vom nächsten Highlight “Heart Like A Gun” geht in die selbe Richtung wie der Vorgänger. Mit “Whatever It Takes” kommt der absolute Superhit besser geht nicht, welch ein geiler Start in ein Album, drei Highlights. “Save Me” drosselt das Tempo, eine Mischung aus Powerballade und AOR Song. “Burning Alive” nimmt wieder mit Vollgas Tempo auf und geht wieder voll ab, stark gemacht. “Let It Roll” könnte auch von HEART oder VIXEN stammen, “Paradise” der nächste Superhit, geilster Rock aus einem anderem Universum. “Take Me Away” eine sehr gelungene Ballade, “I Won’t Let Go” bester Melodic Rock. “If I Gave You My Love” besser geht fast nicht, “Break Down The Walls” beendet dieses Album würdig.

Fazit:

Ich habe selten so ein perfektes Stück Musik gehört oder in Händen gehalten, das Potential haben/hatten/hätten viele, doch nicht viele erreichen diese Perfektion. Probehören und von dem DEVAY Fieber gepackt werden, das Album kommt ohne Ausfall, Durchhänger oder Durchschnittsnummer daher, also kann es nur eine Bewertung geben Full House, genau eine 10! Vielleicht gibt es ja doch noch eine Fortsetzung welches ähnlich stark ist wie diese CD. Bleibt nur noch Euch den Tipp zu geben, das Album unbedingt mal anchecken, es lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn es Schweineteuer ist aber man sollte es mal probiert haben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Rock And A Hard Place
02. Heart Like A Gun
03. Whatever It Takes
04. Save Me
05. Burning Alive
06. Let It Roll
07. Paradise
08. Take Me Away
09. I Won’t Let Go
10. If I Gave You My Love
11. Break Down The Walls

Helmut

HELL IN THE CLUB – Hell Of Fame

Band: Hell In The Club
Album: Hell Of Fame
Spielzeit: 44:39 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 04.09.2020
Homepage: www.facebook.com/hellintheclub/

 

Die Italorocker von HITC schauen mal wieder über die Alpen bei uns vorbei, im Gepäck haben sie ihr fünftes Album “Hell Of Fame”. Mit dabei sind Dave am Mikro, Picco an Gitarren, Andy am Bass und Mark am Schlagzeug. Geboten wird wie schon auf den vier Vorgängern eingängiger Hard Rock mit ab und zu leichter Sleaze Note aber immer sehr viel Melodie und eingängig wie Sau, ähnlich intensiv wie die Labelkollegen von CRAZZY LIXX, ein kleiner Spritzer QUIET RIOT, nicht ganz so sleazige CONFESS oder CRASHDIET, mit der Eingängigkeit von TREAT, H.E.A.T. oder ECLIPSE.

Der Mikroakrobat Dave hat seit dem Debüt hörbar an Reife und Erfahrung dazu gewonnen und erledigt seinen Job mit bravur, die Rhytmusfraktion leistet sich keinerlei Fehler und glänzt mit geilen Songs auf dem Album.

Den Einstieg macht “We’ll Never Leave The Castle” ein melodischer schneller Song ein Highlight, “Worst Case Scenario” kommt fast poppig rüber, genial gemacht auch ein Highlight. “Here Today, gone Tomorrow” ein Flotter Rocker mit geilem Refrain, “Joker” das dritte Highlight kann voll überzeugen. “Last Of An Undying Kind” ein Paradebeispiel für einen geilen Song, “Nostalgia” gibt wieder mächtig Gas gut und flott. Bei “Lullaby For An Angel” werden die Taschentücher aus gepackt eine gelungene Ballade, mit “Mr. Groucho” werde ich nicht warm. “No Room In Hell” holt die Elektroaxt wieder hervor und rockt gewaltig. Mit “Tokyo Lights” kommt wieder ein Highlight geiler Song, “Lucifer’s Magic” geht auch wieder bestens ins Ohr, der Refrain setzt sich fest und kommt nicht mehr so schnell raus.

Fazit:

Ein geiles Stück Musik, die Zukunft der Rockmucke ist mit solchen Hochkarätern wie HITC und den anderen jungen Wilden in Europa auf alle Fälle gesichert, den nur so macht Musikhören spaß. Aus diesem Grund vergebe ich eine 9, für mich das bis jetzt beste der fünf Alben der Italorocker.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. We’ll Never Leave The Castle
02. Worst Case Scenario
03. Here Today, Gone Tomorrow
04. Joker
05. Last Of An Undying Kind
06. Nostalgia
07. Lullaby For An Angel
08. Mr. Groucho
09. No Room In Hell
10. Tokyo Lights
11. Lucifer’s Magic

Helmut

PERFECT PLAN – Time For A Miracle

Band: Perfect Plan
Album: Time For A Miracle
Spielzeit: 55:18 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 04.09.2020
Homepage: www.facebook.com/perfectplansweden/

 

Die schweden von PP hauen ihr zweites Album raus, war das erste schon geil, doch das zweite Album toppt den Erstling. PP bieten auf diesem Rundling Melodic Rock typisch skandinavisch mit schmackes und geilem Sound ausgestattet. Mit dabei sind Kent Hilli am Mikro, Rolf Nordström an Gitarre, Mats Byström am Bass, Leif Ehlin an den Keys und Fredrik Frosberg an Drums. Vergleichen kann man PP irgendwo zwischen H.E.A.T., Osukaru, Eclipse, Treat und durch die Stimme Hillis Foreigner.

Den Anfang macht “Time For A Miracle” ein Highlight hart und intensiv mit einprägendem Refrain, “Better Walk Alone” ein flotter Rocker auch ein Highlight. Mit “Heart To Stone” folgt das nächste Highlight mit langsamen und flotten Passagen, “Fighting To Win” eine starke Ballade. “Every Time We Cry” der Hammersong des Albums geiler kann man Rock nicht bieten, “What About Love” hört sich an wie das Kind von SURVIVOR und FOREIGNER starker Song. “Nobody’s Fool” besitzt einen leichten Bluestouch sehr gelungen. “Living On The Run”, “Just One Wish”, “Don’t Blame It On Love Again” ist bester Melodic Rock. “Give A Little Lovin’” ein flotter Rocker, die Ballade “Don’t Leave Me Here Alone” beendet dieses geile Album der Schweden.

Fazit:

Ich finde hier kein Haar in der Suppe, alle Songs sind derart stark in Szene gesetzt das kein Ausfall oder Füller aus zu machen ist. Die Schweden haben alles richtig gemacht angefangen bei den Vocals bis zum Schlagzeug, die Produktion kommt mit Druck aus den Lautsprechern und gibt keinen Anlass zum meckern. Für dieses Album vergebe ich eine 9,5.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Time For A Miracle
02. Better Walk Alone
03. Hearts To Stone
04. Fighting To Win
05. Every Time We Cry
06. What About Love
07. Nobody’s Fool
08. Living On The Run
09. Just One Wish
10. Don’t Blame It On Love Again
11. Give A Little Lovin‘
12. Don’t Leave Me Here Alone

Helmut

TOKYO STORM – Optimistic State Of Mind

Band: Tokyo Storm
Album: Optimistic State Of Mind
Spielzeit: 57:47 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 24.07.2020
Homepage: www.tokyo-storm.com/index.html

 

TOKYO STORM von der Kanalinsel hauen ihr Debüt raus, bestehend aus Ben Green am Mikro, Joe Bartnicki Gitarre, Bass und Keyboards, Jason Edwards Bass und Bob Peach Drums, Bartnicki und Peach zu dem auch für das Songwriting und Produktion verantwortlich.

Geboten wird AOR / Melodic Rock die Songs sind bis auf zwei Ausnahmen im Bereich von viereinhalb bis sechseinhalb Minuten, ein Song liegt bei knappen vier und das letzte Instrumental bei elf Minuten. Zu entdecken gibt es Abgehnummern und Balladen die sehr gut ins Ohr gehen und lange drin bleiben. Beschreiben oder einordnen läst sich TOKYO STORM nicht so leicht, am ehesten kommt eine Mischung aus BAD COMPANY, kommerzielle softe WHITESNAKE, BLOOD RED SAINTS, ein klein wenig CATS IN SPACE hier und SURVIVOR da, alles sehr gut hörbar und mit schmackes vorgetragen. Es ist irgendwie mal etwas anderes, keine typische Frontiers oder Escape veröffentlichung sondern einfach gut gemachte Rockmucke.

Beim ersten Hördurchgang meint man das das Material sperrig ist, dies legt sich beim zweiten Durchlauf aber spätestens beim dritten zünden die Songs dafür um so mehr. Frisch und unverbraucht kommen die Songs aus den Boxen und entfalten ihre genialität. Die Gitarren kommen ordentlich durch, die Keys sind dezent eingesetzt und an der Stimme von Ben Green gibt’s nichts zu mekern, es passt alles wunderbar zusammen.

Beispiele für Abgehnummern sind “Optimistic State Of Mind“, “Tune“, “Kill The Machines“, “Fire In Your Eyes“ und “Summer Feeling“.
Für die AOR Momente stehen “Is This Love“, “Silent Obsession“, “Lady Darkness“ und das letzte elf Minütige Instrumental “Signals“, die Ballade hört auf den Titel “Stormy Night“.

Fazit: Ein sehr gelungenes Debüt welches TS vorlegen, der Sound ist für eine Eigenproduktion in Ordnung hat noch Luft nach oben. Von mir gibt es eine 8,5 für dieses starke Album.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Optimistic State Of Mind
02. Is This Love
03. Tune
04. Stormy Night
05. Kill The Machines
06. Silent Obsession
07. Fire In Your Eyes
08. Lady Darkness
09. Summer Feeling
10. Signals

Helmut

ARTIC RAIN – The One

Band: Artic Rain
Album: The One
Spielzeit: 44:49 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 07.08.2020
Homepage: www.facebook.com/arcticrainband/

 

ARTIC RAIN die neue Melodic Hard Rock Sensation aus Schweden im Italo Stall von Frontiers, was die Jungs für ein Pfund raushauen ist nicht von schlechten Eltern und kann überzeugen. Zu ARTIC RAIN gehören Tobias Jonsson (v.), Magnus Berglund (g.) Gert Daun (b.), Pete Alpenborg (k.) und Jonas Jönsson (d.), zu hören gibt es stark in Szene gesetzten Melodic Hard Rock aus Skandinavien wie ihn auch Bands wie TREAT, TALISMAN, ONE DESIRE, ECLIPSE, NORDIC UNION und HOUSE OF SHAKIRA zelebrieren angereichert mit einem kleinen Schluck STRANGEWAYS, DEF LEPPARD und WHITESNKAKE.
Im Mittelpunkt stehen starke Melodien mit ebenso starken Vocals und Instrumentierung, die Songs zünden sofort ein Feuerwerk in den Gehörgängen und man lauscht fasziniert den Klängen die aus den Boxen kommen, einen auf Anhieb verzaubern und gute Laune verbreiten.
Den Anfang macht “Love Of My Life” ein flotter Rocker kommt gut am Anfang, “Lost” kommt mit geiler Melodieführung aus den Lautsprechern. “Friends” läst es ein wenig langsamer angehen aber dennoch intensiv genug, mit “Night After Night” kommt das erste Highlight ein geiler Song langsame und flotte Passagen im Wechsel, “Free My Mind” das nächste Highlight könnte von dem 87er Megaseller der Schlange oder aus dem gleichen Jahr der LEPPS stammen geilster Rock. “Give Me All Of Your Love” kann wieder auf ganzer Linie überzeugen, “Lift Me Up” ein gute Laune Rocker. “The One” hört sich an als wenn die LEPPS ein zweites “Animal” veröffentlichen würden geile Nummer, “Breakout” ein schneller Rocker durchschnitt. “Madeleine” kommt wieder besser rüber als der Vorgänger, zum Schluß noch ein Highlight “Take Me To Your Heart”.
Die Stimme von Jonsson hat in den höheren Lagen eine Ähnlichkeit mit Terry Brock, in den unteren Lagen besitzt sie genügend Eigenständigkeit um voll zu überzeugen.

Fazit: Ein Saugeiles Debüt von den Schweden das man sich nicht durch die Lappen gehen lassen sollte, bleibt abzuwarten ob die Jungs diesen Standart halten können, wenn ja kommt das nächste große Ding bei Frontiers raus. Ich vergebe eine 9,0 da ein Durchschnitts Song enthalten ist und der Sound, vielleicht durch das MP3 Promo 0815 Gedöns verursacht, mal kucken obs auf der CD auch so klingt, hat noch viel Luft nach oben. Wenns am MP3 Material liegt, wird dies den Bands in keinster Weise gerecht da sich manche Sachen mit besserem Sound gleich mal um einen Punkt besser anhört.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Love Of My Life
02. Lost
03. Friends
04. Night After Night
05. Free My Mind
06. Give Me All Of Your Love
07. Lift Me Jp
08. The One
09. Breakout
10. Madeleine
11. Take Me To Your Heart

Helmut

AFTER HOURS – After Hours (RG Zeitmaschine)

Band: After Hours
Album: After Hours
Spielzeit: 43:00 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Global Satellite
Veröffentlichung: 1992
Homepage:

Schauen wir zurück in das Jahr 1992 als das zweite Album der UK Rocker AFTER HOURS auf den Markt kam. AH bestand damals aus John Francis (v.) der sich in etwa anhört wie eine Mischung aus Larry Baud (RED DAWN) und Chris Cade (Melidian) einmal meint man man hört einen Song von RD ein anders mal meint man es mit einem M Song zu tun zu haben, Tim Payne (g.), Martin Walls (b.), Andy Nye (k.) und Mark Addison (d.). Die Ausrichtung ist auch eine Schnittmenge aus RD und M, britscher Melodic Hard Rock mit US einflüssen, und das Ding geht gewaltig gut in die Ohren und will nicht mehr so schnell Platz machen.

Wie ich oben schon erwähnte, spielen AH sehr gut hörbaren Melodic Hard Rock, leider zu spät auf den Markt gekommen, 1991 wurde die Musikwelt von einem Erdbeben der Stärke “Schiess Mich Tot” ausgehend von Seattle US of As erschüttert. Der Zeitpunkt war nicht der Beste und so verstaubte dieses kleine Juwel in den Regalen was schade ist/war da das Album klasse besitzt und durchaus mit den ganz großen des Biz mithalten konnte und auch Heute noch kann. Das hier gebotene Material ist Zeitlos und hätte mehr Aufmerksamkeit verdient, es finden sich straighte Abgehrocker, Balladen und gute Laune Rocker auf dem Dreher.

Zu den straighten Rockern zählen “Wild Woman”, “Girl Like You” und “It’s Only Love”, zu den Balladen “Samantha” und “Tommy’s Song”. Zu den gute Laune Songs gehören “You’re Never Alone”, “Love Games”, “Heartache” und “It’s Only Love”. Mit “Blood On Silver” und “Goin‘ Surfin’” haben sich zwei Totalausfälle auf die CD gemogelt, dafür entschädigt die restlichen Songs die mit Melodie, der richtigen Härte und genialen Vocals aus den Boxen kommen.

Fazit: Zeitlose Songs die zu Spät veröffentlicht wurden, kommen bei mir auf eine Wertung von 8,5 Punkten, wenn die zwei Füller nicht wären hätte es eine 9 gegeben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Wild Woman
02. Girl Like You
03. You’re Never Alone
04. Samantha
05. Love Games
06. Heartache
07. It’s Only Love
08. Blood On Silver
09. Goin‘ Surfin‘
10. Tommy’s Song

Helmut